Rezension zu Ivy – Der Fluch des Efeus von Kiana Haas

© Cover: Scylla Verlag, Foto: Viktoria M. Keller

Ivys Geschichte las sich locker und rasch, beinhaltete dabei eine coole Form der Magie – einzig ihr Gefühlsempfinden war ein wenig anstrengend. Im Text verrate ich dir, warum ich dieser Meinung bin.

Fakten zum Taschenbuch:
Titel: Ivy – Der Fluch des Efeus
Autorin: Kiana Haas
Verlag: Scylla Verlag
Erscheinungsdatum: 20. September 2022
Seitenanzahl: 360 Seiten
ISBN: 9783945287453

Inhaltsangabe:
An ihrem 18. Geburtstag erhält Ivy von ihrem Großvater eine geheimnisvolle Schachtel, die ihrer verstorbenen Mutter gehörte. In der Schachtel befindet sich ein goldenes Efeublatt. Bevor Ivy herausfinden kann, was es damit auf sich hat, taucht der geheimnisvolle Elian auf. Er behauptet, Ivy sei die Nachfahrin einer Buchfigur, und dass die Geschichte, aus der sie stammen soll, in Gefahr sei. Ivy glaubt ihm kein Wort, bis plötzlich ein Anschlag auf sie verübt und ihr Leben auf den Kopf gestellt wird. Zusammen mit Elian muss sie für die Rettung der Bücher kämpfen. Dabei werden Ivys Gefühle auf eine harte Probe gestellt. Denn sie erfährt, dass ein uralter Fluch geweckt wird, wenn sie Elian zu nahe kommt.

(Quelle: https://www.scylla-verlag.de/products/ivy-der-fluch-des-efeus, Datum: 09. Januar 2023)
Rezensionsexemplar

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover war der Grund, warum ich auf das Buch aufmerksam wurde. Es tauchte plötzlich in meinen Storys auf und weckte mein Interesse. Die Elemente für die Gestaltung wurden mit ruhiger Genauigkeit miteinander kombiniert. Zeitgleich strahlt es etwas besonders aus und vermittelt einen magischen Eindruck. Nach dem Lesen des Klappentextes war meine Neugier geweckt.

Meine Meinung zum Inhalt:

Bereits nach wenigen Seiten stellte ich fest, dass die Autorin einen sehr flüssigen Schreibstil hat. Ich konnte mir ihre Beschreibungen sofort vorstellen und tauchte in Ivys Welt ein. Zugegeben – in der ersten Szene in Kapitel Eins musste ich mich erstmal zurechtfinden. Mit so einem Einstieg hatte ich nicht gerechnet und brauchte deshalb einige Seiten der Orientierung.

Meinem Leseerlebnis tat dies keinen Abbruch. Viel mehr weckte es meine Neugier auf das weitere Geschehen und was sich daraus entwickeln würde. Kurz darauf lernte ich Ivys beste Freunde Flint und Fenja kennen. Die Persönlichkeiten der Beiden blieben lange Zeit etwas oberflächlich. Erst im letzten Drittel taute ich ihnen gegenüber ein wenig auf. Ivy selbst hatte ein sehr wechselndes Gefühlsempfinden, was ich ihr bei all dem was sie erfährt, nicht übelnehmen konnte. Das Einzige was mir auf die Nerven ging war, dass sie gefühlt ständig in Gedanken Elian oder einen anderen der männlichen Protagonisten anhimmelte, bis sich ihre Gefühle festlegten. In meinen Augen hatte sie einen sehr sprunghaften Charakter, mit dem es nicht immer einfach war. Über die anderen Protagonisten kann ich dir aus Spoilergründen nicht viel verraten. Manche von ihnen mochte ich auf Anhieb, andere konnte ich bis zum Schluss nicht leiden. Vor allem bei einer hatte ich das Gefühl, dass die Person falsch spielte.

Was Ivy und ich ärgerlich fanden war, dass man die Antworten auf Fragen den Leuten ziemlich aus der Nase ziehen musste. Vor allem bei einer wichtigen Information machte es für mich keinen Sinn, dass man sie Ivy vorenthielt. Hätte es doch vieles leichter machen können und es hätte so manche Szene und Intrige nicht gebraucht. Für den Plot am Ende war es notwendig, dass sie davon nichts wusste.

Trotzdem hatte ich ein aufregendes Leseerlebnis, das vor allem der Magie zu verdanken war. Auch die Sache mit den Nachfahren faszinierte mich zutiefst und ließ mich sehr aufmerksam bleiben. Ich hatte bald das Gefühl, dass noch mehr hinter allem steckte würde. Leider muss ich mich damit wohl bis zum nächsten Band gedulden. Jedenfalls fand ich einiges heraus, dass mich in Gedanken ein Puzzle bauen ließ. Viele Teile konnte ich an ihren Platz bringen. Einiges fehlte mir dennoch.

Durch Ivy Mutter entdeckten wir etwas, das von großer Tragweite sein musste. Die darauffolgenden Szenen fand ich besonders gut, weil mit ihnen die Spannung am stärksten war. Ich wusste vor Ivy etwas sehr Entscheidenesund fragte mich, warum so sie blind demgegenüber war. Andererseits musste sie sehr viel verarbeiten. Einen ganz bestimmten Sinneswandel fand ich nicht ganz logisch. Hoffentlich erfahre ich in Bezug auf ihn später mehr. In Rätseln sprachen alle Protagonisten gerne.

Das letzte Kapitel berührte mein Herz und machte mir gleichzeitig Angst. Was würde nun kommen? Es war zwar die Wahrheit auf dem Tisch, dennoch war noch so viel offen und die Gefahren nicht gebannt.

Ein toller Bonus waren die Zusammenfassungen der wichtigsten Bücher der Nachfahren, welche Teil der Handlung waren. Auch eine Liste war sehr aufschlussreich und zeigte mir, welche großen Gedanken sich die Autorin für ihr Buch gemacht hatte.

Mein Fazit:

Dieses Buch bot mir eine sehr gefühlsbetonte und intensive Geschichte, bei der die Protagonisten ein wahres Kaleidoskop an Emotionen durchmachte. Die Wahrheit war schwer zu verkraften und immer neue Dinge geschahen, die Gefahren aufdeckten. Fasziniert war ich alsbald von der magischen Welt und was es dadurch für Fähigkeiten gab. Ich genoss das Lesen und war neugierig auf das, was noch kommen würde. Bei einem wichtigen Aspekt verstand ich nicht, warum er Ivy vorenthalten wurden, wenn es doch unentwegt brodelte. Am Ende wusste ich, warum sich die Autorin so entschieden hatte. Es gab einige Szenen, die ich richtig aufregend fand. Manchmal ging mir Ivys sprunghaftes Gefühlempfinden ein klein wenig auf die Nerven. Nach dem Ende bin ich gespannt, wie es weitergeht. Vieles ist noch offen und verspricht damit umfangreiche Spannung.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 4 von 5.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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