Rezension zu [Hörbuch] Nussknacker und Mausekönig von E. T. A. Hoffmann

©gemeinfrei (P)2014 Audible Studios

Die Geschichte war anstrengend zu verfolgen, weil das Geschehen umständlich beschrieben wurde und Spannung fehlte. Warum ich so empfand, erkläre ich dir im Text.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Nussknacker und Mausekönig
Autor: E. T. A. Hoffmann
Sprecher: Rainer Buck
Verlag: Audible Studios
Erscheinungsdatum: 19. September 2014
Version: Ungekürzte Ausgabe
Laufzeit: 2 Stunden 55 Minuten
ASIN: B00NO3XMX2

Inhaltsangabe:
Es ist Weihnachten. Die kleine Marie entdeckt am Gabentisch einen Nussknacker, den sie vor ihrem Bruder Fritz in Obhut nimmt. In der Nacht erwacht dieser Nussknacker zum Leben und führt im Wohnzimmer der Familie eine Schlacht gegen ein Heer von Mäusen, das von dem Mausekönig angeführt wird. Dabei wird Marie verletzt – ganz überwältigt von den Geschehnissen. Während sich die Eltern um ihre Tochter sorgen, was sie denn nachts heimlich mache, erzählt der Pate Obergerichtsrat Droßelmeier Marie ein Märchen, das auf das Schicksal ihres Nussknackers übertragbar ist. Voller Entschlossenheit, den Nussknacker vor dem Mausekönig zu retten, geht Marie bis an ihre kindlichen Grenzen…

(Quelle: https://www.audible.de/pd/Nussknacker-und-Mausekoenig-Hoerbuch/B00NNQS8HK, Datum: 17. Dezember 2022)
Gehört über Audible

Meine Meinung zur Geschichte:

Im Zuge meiner Klassiker-Phase habe ich mir auch dieses Hörbuch angehört. Ich kannte bisher nur die Adaption „Barbie in: Der Nussknacker“ und wollte auch hier die Originalgeschichte kennenlernen, die wohl als Vorlage gedient haben musste. Nach wenigen Hörminuten stellte ich fest, dass der Autor E. T. A. Hoffmann einen sehr ausholenden und umständlichen Schreibstil hatte. Gleichzeitig musste ich beim Hören bedenken, dass die Geschichte bereits über 200 Jahre alt ist und man damals ganz anders gesprochen bzw. geschrieben hat.

Zuerst lernte ich Marie, ihren Bruder mitsamt Familie und dem Paten Droßelmeier kennen. Sie feierten gerade Weihnachten und die Kinder bekamen ihre Geschenke. Natürlich war der Nussknacker ein Teil davon. In der Nacht kam es zu einer schrecklichen Schlacht, die das kleine Mädchen miterlebte. Natürlich glaubte niemand dem armen Mariechen. Pate Droßelmeier erzählte schließlich eine schier unglaubliche Geschichte, die Marie umdenken ließ und weitere Ereignisse in Gang setzte. Das Geschehen nahm einen düsteren und teils gemeinen Verlauf, der dennoch in ein Happy End mündete.

Der Nussknacker schien eine edelmütige Figur zu sein und war seinen Untertanen treu ergeben. Da hingegen war der Mäusekönig grausam und boshaft. Marie war ein süßes Kind, dass der Zeit des Entstehens der Geschichte entsprechend als weich, naiv und lieblich beschrieben wurde.

Der erste Abschnitt mit der Schlacht war überaus anstrengend. Es fiel mehr schwer dem Verlauf zu folgen und ich driftete mit den Gedanken immer wieder ab. Anders war es bei Droßelmeiers Geschichte. Diese holte meine Aufmerksamkeit wieder zurück und konnte meine Neugier wecken. Kurz darauf tat mir Marie richtig leid, weil sie so viel opfern musste. Zum Glück kam es dann zu einer guten Wendung, wenngleich sich hier die Handlung erneut in die Länge zog. Zu guter Letzt schloss die Erzählung mit einem Happy End ab. Dennoch war sie ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Ihr fehlte die meiste Zeit die Spannung.

Meine Meinung zum Sprecher:

Der Sprecher Rainer Buck war der Grund, warum ich es durch die Geschichte schaffte. Mit seiner wunderbaren Erzählerstimme schaffte ich es über die langatmigen Stellen hinaus und konnte das Hören genießen. Die Klangfarbe seiner Stimme ist einnehmend und sehr angenehm. Trotzdem fiel es mir manchmal schwer, mich auf das Geschehen zu konzentrieren.

Mein Fazit:

Die Geschichte um den Nussknacker und den Mäusekönig war weit weniger spannend als ich erwartet hatte. Der meiste Teil der Handlung war aufgrund des umständlichen Schreib- und Erzählstils anstrengend zu verfolgen. Man merkte eben doch, dass sie über 200 Jahre alt ist. Der Mittelteil und das letzte Kapitel haben mir am besten gefallen. Über das schöne Happy End war ich absolut erleichtert. Das Setting entsprach genau dem Zeitgeist zur Entstehungszeit der Geschichte, der damals Geltung hatte. Dank Sprecher Rainer Buck konnte ich die langatmigen Abschnitte überwinden und freute mich am Ende durchgehalten zu haben.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 3 von 5.

Das Hörbuch wurde von mir über Audible gehört und anschließend freiwillig rezensiert.

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