Rezension zu [Hörbuch] Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

©gemeinfrei (P)2008 Audible Studios

Die Expedition war durch die bildgewaltigen Beschreibungen und die wissenschaftlichen Gespräche hochinteressant. Genaueres und meine Meinung erläutere ich im Text.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Reise zum Mittelpunkt der Erde
Autor: Jules Verne
Sprecher: Timmo Niesner
Verlag: Audible Studios
Erscheinungsdatum: 14. November 2008
Version: Ungekürzte Ausgabe
Laufzeit: 6 Stunden und 49 Minuten
ASIN: B003D0NSP8

Inhaltsangabe:
„Steige den Krater des Yokul am Sneffel hinab und gelange von dort zum Erdmittelpunkt.“ So lautet die Aufforderung des rätselhaften Runendokuments, welches dem Hamburger Geologieprofessor Lindenbrock in die Hände fällt. Mit der Aussicht seinen Traum von einer sensationellen Entdeckung zu erfüllen und somit zu unsterblichen Ruhm zu gelangen, steigt er mit seinem Neffen Axel und einem isländischen Führer in die Unterwelt hinab. Doch dort lauern unerwartete Überraschungen mit denen selbst der gelehrteste Geologe nicht rechnen kann…

(Quelle: https://www.audible.de/pd/Reise-zum-Mittelpunkt-der-Erde-Hoerbuch/B004V3FARK, Datum: 15. Dezember 2022)
Gehört über Audible

Meine Meinung zur Geschichte:

Die Reise zum Mittelpunkt ist einer der Klassiker, den man in meinen Augen unbedingt kennen sollte. Deshalb hatte ich mich entschlossen, mich diesem Hörbuch zu widmen. Die Geschichte wurde im Jahr 1864 erstveröffentlicht und spielte auch in dieser Zeit. Jules Verne wählte die ICH-Form aus der Sicht von Protagonist Axel für seine Erzählung. Der Reisebericht zu dieser Expedition wurde dadurch persönlicher und emotionaler.

Das Geschehen begann in Hamburg, im Haus des Professors Lindenbrock in dem auch Axel lebt. Unerwartet fand ersterer in einem Buch einen verschlüsselten Zettel, der jenes legendäre Abenteuer in die Wege leiten sollte. Axel glaubte nicht so wirklich an die Theorien und Schlüsse seines Oheims, konnte sich jedoch nicht wirklich gegen dessen Argumente wehren. So musste der junge Mann seine geliebtes Gretchen zurücklassen.

Einem Reisebericht entsprechend wurde der Weg nach Island und vor Ort ausführlich beschrieben. Ich selbst fand dies keinesfalls langweilig, weil meine Neugier viel zu groß war. Mit Interesse folgte ich den Beschreibungen. Einzig die vielen Namen brachte ich ein wenig durcheinander. Zum Glück waren die meisten für den weiteren Verlauf nicht von Bedeutung und ich konnte mich auf das Wesentliche konzentrieren. Als die kleine Gruppe auf den Eingang stieß und hinabstieg, entstand bei mir erste Aufregung. Angespannt lauschte ich der Stimme des Sprechers. Wann würden sie endlich auf die entscheidende Spur treffen?

Durch eine bestimmte Wendung begann ich mit zu fiebern und war wirklich gespannt, was sich daraus entwickeln würde. Die weiteren Geschehnisse waren schließlich voller Wunder, eigenwilligen Entdeckungen und sogar ein wenig Humor. Die vielen verwobenen wissenschaftlichen Gespräche konnte ich verstehen und nachvollziehen. Sie gehörten genauso zur Geschichte wie Axels wechselndes Gemüt. Durch die Ich-Form wurden die Ereignisse teilweise höchst emotional beschrieben, was dem Charakter von Axel sehr viel Tiefe gab. Ich merkte, dass der junge Mann bisher sehr behütet aufgewachsen war und deshalb mit Druck nicht wirklich klarkam. Seine Sehnsucht nach dem Gretchen wurde im größer. Professor Lindenbrocks Gefühlsempfinden konnte ebenso recht schnell umschlagen, doch wusste dieser fast immer, was er tun wollte oder ließ sich nicht unterkriegen. Den stillen Begleiter konnte ich kaum einschätzen, seine Loyalität war stark.

Am Ende machten sie tatsächlich eine bedeutende Entdeckung, die Welt erschüttern sollte. Ob im Positiven oder im Negativen lasse ich dich selbst herausfinden. Ich fühlte mich jedenfalls richtig gut unterhalten und genoss die fantastische Erzählung mitsamt der wissenschaftlichen Seite. Natürich war ich froh über das Happy End.

Meine Meinung zu Sprecher:

Timmo Niesner ist eindeutig einer meiner Top 10 Lieblingssprecher. Wenn ich seine Stimme höre, kann ich gar nicht anders als ihm zuhören. Seine Stimme ist unverwechselbar und fesselt jedes Mal meine Aufmerksamkeit. Das Vorlesen war angenehm, gefühlsbetont und einfach genial. Es ist schwer in Worte zu fassen, wie ich es erlebte. Durch ihn sah ich das Gelesene in meinen Gedanken und erlebe es teilweise als wäre ich live dabei.

Mein Fazit:

Für mich war die Originalgeschichte von Jules Verne zum Mittelpunkt der Erde voller aufregender Ereignisse, wundersamer Beschreibungen und grandiosen Wendungen. Der Reisebericht wurde durch die ICH-Form-Erzählung aus der Sicht von Axel emotional. Durch das herrliche Vorlesen von Timmo Niesner fühlte ich mich als Teil der Expedition und verfolgte mit Interesse die wissenschaftlichen Gespräche. Durch verschiedene Geschehnisse und Entdeckungen wurde die Spannung immer mehr gesteigert. Auch die fantastische Seite hat mich begeistert und mitfiebern lassen. Als einer der ersten Romane im Genre Science-Fiction ist dies ein würdiger Vertreter.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Hörbuch wurde von mir über Audible gehört und anschließend freiwillig rezensiert.

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