Rezension zu Acusticon von Andreas Hagemann

© Cover: Andreas Hagemann, Foto: Viktoria M. Keller

Dieses Buch ist mein absolutes Jahreshighlight von 2022 und brilliert durch eine grandiose Steampunk-Welt mitsamt einer unglaublich spannenden Geschichte, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Warum ich so begeistert bin, schildere ich dir im Text.

Fakten zum Buch:
Titel: Acusticon
Autor: Andreas Hagemann
Verlag: AH Publishing
Erscheinungsjahr: 2022
Seitenanzahl: 342 Seiten
Die gezeigte und erwähnte Sonderausgabe ist nur beim Autor erhältlich.

Inhaltsangabe:
Eine Stadt auf drei Ebenen.
Mysteriöse Stromausfälle.
Und ein Geheimnis, das seit der Entstehung von Layer City in ihren Grundfesten schlummert.
Rufus ersteht auf dem Metalday, einem Mekka für Schrauber und Bastler, einen goldenen Würfel. Er ist mit nichts in seiner mechanischen Welt vergleichbar: keine Schrauben, kein Rauch, keine sich bewegenden Teile. Seine Nachforschungen zu diesem Artefakt führen ihn tief in die Geschichte der Stadt. Als sich zeigt, welche Macht in dem Würfel steckt, erwachen die Schatten in Layer City und wollen um jeden Preis verhindern, dass er benutzt wird. Rufus muss sich Fragen stellen, deren Beantwortung sein ganzes Können erfordert: Welchem Zweck dient das Artefakt? Mit welchen Mächten hat er sich angelegt? Sind die Stromausfälle vielleicht gar kein Zufall? Die Jäger stets im Nacken, bleibt ihm nur wenig Zeit, denn auf keiner der Ebenen von Layer City ist er vor ihnen sicher.

(Quelle: https://www.andreashagemann.com/product-page/acusticon-sonderausgabe, Datum: 21. Oktober 2022)
Selbst gekauft

Meine Meinung zum Cover und der Buchgestaltung:

Das Cover gehört eindeutig zu meinen Lieblingen. Es sticht mit seiner Gestaltung aus der Masse hervor. Gestaltet wurde es von saje design, genauso wie die Kapitelillustrationen. Mir gefällt die Kombination der Steampunk-Elemente mit den im Hintergrund befindlichen Motiven. In Summe mit der gewählten Schrift ist es ein gelungenes Cover mit Charme.

Bei der Sonderausgabe gibt es wunderschöne Illustrationen in den Umschlagklappen, die von Autor Andreas Hagemann persönlich angefertigt wurden. Ich bewundere die Kunstfertigkeit und die Details dieser Zeichnungen. Die Sonderausgabe lohnt sich in jedem Fall und ist ein richtiger Eye-Catcher, weil sie mit Liebe zum Buch designt und gestaltet wurde.

Meine Meinung zum Inhalt:

Schon als der Autor auf seinen Social-Media-Kanälen von diesem Buch erzählte, war meine Neugier geweckt. Mit jedem Stück Information stieg meine Neugier und ich sehnte den Erscheinungstermin herbei. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und wurden sogar noch übertroffen. Der Schreibstil des Autors ist detailreich, bildhaft und klar. Seine mitreißende Erzählweise führte mich in Rufus‘ Umfeld und gab mir ein umfassendes Bild der Steampunk-Welt.

Ich konnte mich mit dem jungen Mann identifizieren und bekam einen Eindruck von seiner Persönlichkeit. Nach und nach wird seine Leidenschaft zur Mechanik bekannt. Gleichzeitig merkte ich, dass er sehr tollpatschig ist, doch das Herz am richtigen Fleck hat. Mit jedem Kapitel erfuhr ich mehr über seine Heimat – Layer City. Überrascht stellte ich fest, dass diese nicht nur gesellschaftlich aus drei Schichten bestand, sondern auch auf drei Ebenen erbaut wurde. Der Autor flocht in die Geschichte ein, wie diese aufgebaut ist, wer wo lebt und wie das Leben dort funktionierte. Es gab eine Drei-Klassen-Gesellschaft. Genauso zeigte sich mir die Technik mit der Kohlekraft, die für den Strom der Stadt und sämtliche Antriebe von Nöten war. Der Erfindergeist und die damit verbundenen neuen Ideen und Umsetzungen waren auch wahrnehmbar. Steampunk-Elemente sind demnach haufenweise zu finden.

Die Geschichte selbst baut mit jedem Kapitel mehr Spannung auf. Mit jeder Seite tauchte ich tiefer ein und verfolgte anhand von mehreren Wendungen und interessanten Aspekten das Geschehen. Immer mehr kristallisierte sich heraus, dass der Würfel etwas Besonderes sein müsste. Doch was steckte wirklich dahinter? Diese Frage begleitete mich auch, wenn ich keine Zeit zu lesen hatte. Ich überlegte in Gedanken, was es mit ihm auf sich hatte und wie Rufus dahinterkommen würde. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Milli und Rufus erzählt. Über Milli möchte ich gar nicht so viel verraten. Zuerst war ich mir nicht sicher, was ich von dieser rebellischen jungen Frau halten sollte. Im Gegensatz zu ihr hatte Rufus mein Leserinnenherz im Sturm erobert. Natürlich gab es weitere Protagonisten, doch aus Spoilergründen werde ich dir nicht mehr über sie erzählen.

Mit dem Würfel machte sich Rufus Feinde, was sehr schnell klar wurde. Warum genau und wer das ist, konnte ich lange Zeit nur vermuten. Andreas Hagemann gelang es meine Neugier mit jedem weiteren Abschnitt zu steigern. Viele Geschehnisse reihten sich aneinander und langsam fand Rufus mehr über den Würfel heraus. Ich wollte ihn nicht mehr aus den Augen lassen. Irgendwann kam es zu einer dermaßen weitreichenden Wendung, dass ich staunend vor dem Buch saß. Wie konnte ich das nicht bemerken? Das war wirklich mehr als geschickt gemacht. Schon der Ort war für mich faszinierend, doch was sich dort in der Folge offenbarte, war noch gewaltiger.

Vollkommen gefesselt verfolge ich das weitere Geschehen. Ich fieberte mit, bangte, hoffte und wollte nicht mehr unterbrechen. Das Spannungslevel war enorm hoch. Natürlich war die Wahrheit offengelegt, doch noch war nicht gewonnen. Die Ereignisse passierten Schlag auf Schlag und waren mit einem nervenaufreibenden Finale gekennzeichnet. Ich konnte Rufus‘ Gefühlsempfinden seit er die Wahrheit kannte, bis zu diesem Punkt nachvollziehen und mitfühlen. Beim „Finale“ hielt ich den Atem an. Im vorletzten Kapitel wurden das vorherige Geschehen mit einem gekonnten Schachzug zum Abschluss gebracht. Nach dem Ende war ich mehr als zufrieden und hoffe sehr, dass der Autor weitere Bücher in diesem Genre schreibt. Denn das hat er wirklich drauf!

Mein Fazit:

»Acusticon« ist ein unglaublich spannendes Buch mit einer bildgewaltigen Steampunk-Welt, sowie einer Geschichte, die mich enorm begeistert hat. Ich konnte mich mit den Protagonisten identifizieren, fand in das Geschehen hinein und verfolgte mit Neugier was passierte. Der Würfel entpuppte sich als etwas ganz besonderes und löste damit eine rasante Folge an Ereignissen aus. Für Rufus wurde es gefährlich – ja lebensbedrohlich. Der junge Mann musste alles geben um nicht nur sich zu retten. Dabei gelangte ich an Orte, die mich faszinierten, doch noch mehr tat es die Technik. Eine große, vor allem unerwartete Wendung hob das Spannungslevel nochmal an. Die finalen Kapitel waren dermaßen spannend, dass ich kaum aufhören konnte. Am Ende war ich glücklich und hoffe, dass weitere Bücher des Autors in diesem Genre veröffentlicht werden. Mit Recht ist dieses Buch mein absolutes Jahreshighlight von 2022.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Buch stammt aus meinem eigenen Besitz (selbst gekauft) und wurde von mir nach dem Lesen freiwillig rezensiert.

Die Außenseiten der Umschlagklappen der Sonderausgabe ©Andreas Hagemann, Foto: Viktoria M. Keller

2 Gedanken zu “Rezension zu Acusticon von Andreas Hagemann

  1. Liebe Viktoria,
    ich lese gerade deine Rezension und habe Tränen in den Augen. Es bedeutet mir viel, dass dir das Buch gefällt, es sogar schafft dein Jahreshighlight zu werden. Da wird es dich freuen, dass meine nächsten beiden Bände ebenfalls Steampunk sind 🙂
    Viele Grüße
    Andreas

    Gefällt 1 Person

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