Rezension zu Das Objekt von Joshua Tree

© Joshua Tree

»Das Objekt« ist sowohl storytechnisch, als auch wissenschaftlich äußerst spannend und wirft dabei moralische Konflikte auf. Mehr erzähle ich dir unten im Text.

Fakten zum Buch:
Titel: Das Objekt
Autor: Joshua Tree
Verlag: Joshua Tree Ltd.
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2022
Seitenanzahl: ‎424 Seiten
ASIN: B0BF1YRHVL

Inhaltsangabe laut Amazon:
Am Gemini North Observatorium entdeckt die NASA-Physikerin Melody Adams in Teleskopdaten einen Himmelskörper nahe Pluto, der gar nicht existieren dürfte. Was sie für ein künstliches Objekt extraterrestrischen Ursprungs hält, wird von weiten Teilen der Wissenschaftswelt als Messfehler abgetan und die NASA scheut Ablenkungen von ihrem Artemis-Programm. Erst zwei Jahre später erhält Melody Besuch vom Secret Service. Das Objekt nähert sich Saturn und verhält sich eigenartig: Es wird langsamer. Letzte Zweifel an seinem künstlichen Ursprung schwinden und eine internationale bemannte Mission wird vorbereitet, um ihn abzufangen, ehe er wieder aus dem Sonnensystem verschwindet. Bald findet sich Melody an der Spitze des teuersten und gewagtesten Vorhabens der Menschheitsgeschichte wieder und weiß noch nicht, dass sich an ihrem Ende ihr Verständnis von Raum und Zeit für immer verändern wird.

(Quelle: amazon.de, Datum: 01. Oktober 2022)
Vorabexemplar

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover zeigt eine Szene in den dunklen Weiten des Weltalls. Nachdem ich die Geschichte beendet hatte, sah ich das Motiv in einem neuen Licht. Die Darstellung ist treffend gewählt und passt zur Story.

Meine Meinung zum Inhalt:

Das neue Hard Science-Fiction Buch von Joshua Tree holte mich an die Seite von Melody. Die junge Frau hatte große Träume und Pläne, deren Umsetzung ihr bisher versagt war. Mit dieser spannend geschriebenen Geschichte durfte ich ihren weiteren Weg durch die Entdeckung des Objekts miterleben. Ein Objekt, das Länder und die Wissenschaftswelt spaltete.

Nachdem ich mich kurz orientiert hatte, fand ich schnell in das Geschehen hinein. Melody ist eine Protagonistin, mit der ich mich alsbald identifizieren konnte. Schon bei der ersten Sichtung des Objektes stand ich auf ihrer Seite, obwohl wir beide noch nicht viel darüber wussten. Die darauffolgende Aufspaltung der Wissenschaftler war voraussagbar. Es ist eben schwer, über den eigenen Ereignishorizont hinaus zu schauen und sich auf Neues einzulassen. Melody hatte es in dieser Zeit weitgehend schwer, sich Gehör zu verschaffen. Mit einem Zeitsprung ging es zwei Jahre voran und plötzlich schien man ihr zu glauben. Sympathiepunkte sammelte die Physikerin bei mir, als sie zuerst ihren Vortrag beendete, bevor sie erneut zurückkehrte. Nach dem Lesen wirst du verstehen, was ich meine.

Ab diesem Zeitpunkt begann sich die Spannung sprunghaft zu erhöhen. Die Handlung spielte eine ganze Weile auf dem Boden. Langweile? Wirst du hier nicht finden. Denn mit jeder weiteren Szene wurde meine Neugier größer. Joshua Tree führte das Geschehen nicht nur mit Erfolg fort, sondern baute auch dem Genre entsprechend sehr viel technisches und wissenschaftliches Wissen ein. Als geübte Hard SF Leserin konnte ich dem Ganzen größtenteils folgen. Vom Fachgebiet her bin ich Laie, doch konnte ich die Erklärungen verstehen und nachvollziehen. Für mich waren sie gut dosiert mit dem Geschehen verwoben.

Das seltsame Objekt stürzte sowohl „die Welt“, als auch sämtliche Wissenschaftler in ein Dilemma. Die Kosten der Mission waren hoch, Geldgeber und die Öffentlichkeit mussten von der Wichtigkeit überzeugt werden. Dann war da die moralische Seite. Ist es ein außerirdisches Objekt, als künstlich von einer fremden Spezies erschaffen oder ist es eine natürliche Anomalie? Wenn Ersteres der Fall ist, wie sollte man Kontakt aufnehmen? Melody wollte mit dem Objekt auch ihren lang ersehnten Traum in Erfüllung bringen, doch dies schien nicht mehr möglich. Durch gute Wendungen, lustige Szenen und ernste Momente schritten die Ereignisse bald schon stetig voran. Natürlich ging es ins All mit der größten Mission der Menschheit, die es je gegeben hat. Unter ständiger Beobachtung von Millionen Menschen und neuester Technik begann das lebensgefährliche Abenteuer. Spannungen gab es sowohl auf der Erde, als ich im Raumschiff. Menschen waren für und gegen die Mission. Näheres musst du allerdings selbst herausfinden. Du wirst einige Überraschungen erleben. Was mir besonders gefiel war, dass bei dem Ganzen Zeit für Melodys Persönlichkeit blieb. So wurde nichts überstürzt und gemeinsam mit ihr arbeiteten wir hart am Kommenden. Momente zum Kennenlernen des Teams am Boden und im All waren eingebaut worden. Konflikte und schöne gemeinsame Szenen waren Teil davon.

Knapp die Hälfte des Buches las ich nahezu in einem Rutsch, weil ich nicht mehr davon loskommen konnte. Vor allem das letzte Drittel hatte mich an meinen Reader gefesselt. Es ist schwer darüber zu schreiben, denn ich könnte dich massiv spoilern. Deshalb bleibe ich mit meiner Beschreibung lieber vage. Jedenfalls erlebte ich Schockmomente, Angst, Anspannung, sowie Aufregung, Neugier und Nervenkitzel. Auch ich kam in eine moralische Zwickmühle. Was bangte und fieberte ich in den letzten Kapiteln mit. Vollkommen gebannt von den aufwühlenden Ereignissen las ich weiter. Als sich das Ende näherte wurde ich traurig. Gleichzeitig war es ein ehrwürdiger Abschluss für eine Reise durchs Unbekannte, die neue Maßstäbe bei den Menschen in der Geschichte setzen sollte und viel veränderte.

Mein Fazit:

Mit dem neuen Buch von Joshua Tree machte ich mich auf eine Mission, die auf der Erde begann und mich schließlich ins All und darüber hinaus führe. Ich durchlebte an der Seite von Melody ihren Etablierungskampf mit ihrem Willen, die Existenz des außerirdischen Objektes zu beweisen. Mit harter Arbeit, Schmerz, Enttäuschung und Tatendrang kamen wir ihrem Ziel immer näher. Dem Genre Hard Science-Fiction entsprechend war der wissenschaftliche und technische Anteil hoch. Dieser war auch für Laien verstehbar und brachte enorm viele Zusatzinformationen. Zeitweise hatte mich die Spannung so sehr im Griff, dass ich die Hälfte der Geschichte an einem Tag las. Das letzte Drittel stach dabei besonders heraus. Moralische Konflikte, tödliche Gefahren und Pioniere im All können einiges auslösen und auch bewirken. Mit einem Lächeln im Gesicht wegen des Epiloges schloss ich das Buch.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Buch wurde von mir vorabgelesen. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

2 Gedanken zu “Rezension zu Das Objekt von Joshua Tree

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