Rezension zu [Hörbuch] Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod von Amy McCulloch

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Nach dem Klappentext war ich Feuer und Flamme für die Geschichte, doch machte mir die Vorhersehbarkeit einen Strich durch die Rechnung. Im Text erfährst du mehr.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod
Autorin: Amy McCulloch
Sprecherin: Britta Steffenhagen
Verlag: Hörbuch Hamburg, Osterwoldaudio
Erscheinungsdatum: 28. Juli 2022
Version: Gekürzt
Laufzeit: 10 Stunden, 9 Minuten
ISBN: 9783869525587

Inhaltsangabe:
Für die Story ihres Lebens riskiert sie alles
Diese Story ist die Chance ihres Lebens: Cecily darf als Erste den berühmten Bergsteiger Charles McVeigh interviewen, nachdem dieser innerhalb eines Jahres alle vierzehn Achttausender bestiegen hat. Die Sache hat nur einen Haken: Cecily bekommt das Interview erst, wenn sie mit ihm den letzten Gipfel, den Manaslu, erklommen hat. Die kleine Gruppe macht sich auf den Weg, da kommt es im Basislager zu einem tragischen Unfall. Und Cecily erhält eine Nachricht: »Ein Mörder ist am Berg, bring dich in Sicherheit!« Mit jedem Höhenmeter steigt die Gefahr, nicht ohne Grund nennt man diese Höhen die Todeszone. Doch dieser Aufstieg ist besonders tödlich, denn einer von ihnen ist ein Mörder. Und irgendwann ist die Luft selbst zum Schreien zu dünn …

(Quelle: https://www.hoerbuch-hamburg.de/der-aufstieg-eisiger-hoehe-wartet-der-tod/978-3-86952-558-7, Datum: 29. August 2022)
Rezensionsexemplar über Netgalley

Meine Meinung zur Geschichte:

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war meine Neugier für die Geschichte geweckt. Das gewählte Setting sagte mir sofort zu, denn es versprach Spannung und Nervenkitzel. Kurz nach dem Beginn stellte ich fest, dass die Autorin einen sehr bildhaften und emotionsgeladenen Schreibstil hat. Die Szenen wurden von ihr sehr eindrücklich und ausführlich beschrieben.

Schnell bekam ich ein Bild der Hauptprotagonistin Cecily, aus deren Sicht das Buch erzählt wurde. Ich stieg kurz vor dem Aufbruch auf den Berg in das Geschehen ein. Beinahe sofort wurde ein erstes Misstrauen bei mir geweckt. In meinen Augen stimmte da etwas nicht. Cecily war eine sympathische Protagonistin. Durch ihre Erinnerungen an Vergangenes und die Gedanken an die jetzigen Erlebnisse bekam ihr Charakter alsbald eine gewisse Tiefe. Die Autorin bemühte sich auch den anderen Expeditionsteilnehmer und- Teilnehmerinnen eine Persönlichkeit zu verpassen. Es gelang mal mehr, mal weniger gut. Durch die anderen Teams, mit denen unseres in Berührung kam, drohte ich den Überblick bei den Namen zu verlieren. Charles McVeigh konnte ich von der ersten Szene an nicht leiden.

Im Basislager geschah der erste tragische Zwischenfall. Schon ab diesem Zeitpunkt wusste ich ganz genau, wer der Mörder war. Das nahm der Geschichte sehr viel an Spannung weg. Ich konnte nicht richtig mitfiebern, weil sich eine Vorhersehbarkeit entwickelte hatte. Ich wartete eigentlich nur noch darauf, dass noch jemand starb. Amy McCulloch konnte mich nicht hinters Licht führen, obwohl sie ihre Geschichte gut konstruierte. Mein Hörbuch war eine gekürzte Version. Was wurde herausgeschnitten? Ich hatte nicht das Gefühl etwas zu verpassen. Im Gegenteil, der Mittelteil zog sich ziemlich in die Länge.

Positiv stach heraus, dass Cecily ein wirklich intensives Gefühlchaos erlebte, welches die Autorin nervenaufreibend und teilhabend beschrieb. Auch wie man beim Bergsteigen vorgeht, wurde genau erklärt, sodass ich mir das Geschehen sehr gut vorstellen konnte. Es gab einige Wendungen, die für ein ziemliches Hin und Her sorgten.

Das große Finale war für mich bis auf einen Aspekt keine große Überraschung. Ich trauerte um zwei Begleiter. Vor allem den einen hatte ich ins Herz geschlossen. Zeitgleich hat die Autorin ein Talent dafür aufreibende Szenen realistisch und voller Emotionen darzustellen. So konnte ich mich gefühlstechnisch mit Cecily verbinden und ihre Gefühle stark wahrnehmen. Das letzte Kapitel fand ich richtig gut. Schade ist, dass eine wichtige Szene der Fantasie der Hörerinnen und Hörer überlassen wurde.

Meine Meinung zur Sprecherin:

Britta Steffenhagen war Cecily. Das ist eine einfache und direkte Aussage, die ich machen muss. Die Sprecherin war eins mit der Protagonistin und trug uns im übertragenden Sinne den Berg hinauf. Ihr Vorlesen war situationsangepasst, emotional und fesselnd. Dank ihr habe ich die langatmigen Stellen überwinden können.

Mein Fazit:

»Der Aufstieg« war vom schreiberischen Können und der Art des Erzählens sehr eindrücklich. Die Autorin hat Talent darin, Szenen sehr emotional und detailreich zu beschreiben. Für mich war jedoch ein großes Problem, dass ich schon viel zu früh wusste, wer der Mörder war. Daran konnten die Wendungen nicht viel ändern, denn der Mittelteil zog sich in die Länge. Wie man beim Bergsteigen vorgeht, wurde sehr genau beschrieben. Cecily bekam eine solide Persönlichkeit verpasst und war mir sympathisch. Bei den vielen Figuren verlor ich fast den Überblick. Das Finale war keine wirkliche Überraschung, obwohl es unglaublich gefühlsbetont und sehr intensiv war. Die letzten Kapitel des Buches waren die Besten, obwohl ich die Identität des Mörders kannte. Der Schluss stellte mich nur halb zufrieden.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 3 von 5.

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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