Rezension zu [Hörbuch] Der Kryptologe von Elias Haller

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Der Kryptologe entpuppte sich als frustrierter Ermittler, der alle gegen sich sah. Der Fall selbst hatte Potenzial, doch irgendwie konnte er mich nicht packen. Warum werde ich dir gleich erzählen.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Der Kryptologe
Autor: Elias Haller
Sprecher: Josef Vossenkuhl
Verlag: Amazon EU S.à r.l.
Erscheinungsdatum: 25. November 2021
Version: Ungekürzte Ausgabe
Laufzeit: 9 Stunden und 41 Minuten
ASIN: B09KC75DWH

Inhaltsangabe laut Amazon:
Löse das Zahlenrätsel – oder stirb: Auftakt zu einer spannenden Thrillerreihe um den Kryptologen Arne Stiller von Bestsellerautor Elias Haller.
Erdrosselt, in einem Galakleid, mit rätselhaften Zahlenkombinationen in die blassen Hände und Füße geschnitten: So wird die Frau eines Sensationsreporters in der Kanalisation unter der Semperoper gefunden. Von ihrer kleinen Tochter Liliana fehlt jede Spur. Arne Stiller von der Dresdner Mordkommission ermittelt. Steht das Verbrechen mit einer Skandalinszenierung an der Oper in Zusammenhang oder handelt es sich um das kranke Schauspiel eines Psychopathen? Für den streitbaren Kryptologen ist es der erste Fall nach einjähriger Suspendierung. Von nun an zählt jede Sekunde: Stiller muss die Botschaft des Zahlenmörders entschlüsseln und das vermisste Kind finden, bevor es zu spät ist.

(Quelle: amazon.de, Datum: 27. Februar 2022)

Meine Meinung zur Geschichte:

Von Elias Haller hatte ich bereits viel Gutes gehört und wollte deshalb ein Buch von ihm lesen. Über Kindle Unlimited entdeckte ich, dass es dort Ebook und Hörbuch gab. Nach kurzer Zeit blieb ich beim Hören hängen und wechselte nicht mehr zum Lesen zurück. Der Schreibstil des Autors ist sehr direkt erhalten. Seine Erzählweise fokussierte sich auf das unmittelbare Geschehen und beschreibt kaum die Umgebung.

Arne Stiller ist ein eigenwilliger Protagonist. Die Ereignisse von vor einem Jahr machten aus ihm einen verbitterten Mann, der sofort alle gegen sich sah. Immer wieder ging er eigenbrötlerisch vor und behandelte andere schlecht, was mich sehr nervte. Eine Person arbeitet ihm sehr gut zu und auch dieser gegenüber benimmt er sich unsympathisch. Unlogisch fand ich zudem, dass keine Mordkommission gegründet wurde, wenn doch der Druck von oben so heftig ist und ein Kind entführt wurde. Ich verstand nicht, warum man einige einzige Person auf den Fall ansetzt, ihm die Mittel nicht gegeben will und dann wiederum doch alles tut. Eigentlich hätte man ein ganzes Team darauf ansetzen müssen und nicht „Der andere Ermittler hatte es so stressig, ich wollte ihn nicht aus dem Wochenende holen.“ Der Anteil mit der Kryptologie war mir zu niedrig. Die Zahlen hatten nur eine untergeordnete Nebenrolle, was ich schade fand. Eine Zusammenarbeit zwischen, Chef, Stiller und der anderen Ermittler schien es nicht zu geben.

Zu allem Überfluss tuckerte die Geschichte lange Zeit vor sich hin. Kapitel aus der Sicht des Täters veränderten nicht viel. Es wurde klar, dass er sehr grausam und hart agiert. Die Rückblicke brachten massenhaft Klischees und Gemeinheiten zu Tage. Arne Stiller ist ein Meister der wirren und falschen Verdächtigungen. Seine Ermittlungen wirkten auf mich wenig zusammenhängend. Erst als Zuwachs ins Büro kam, schien es strukturierter zu werden. Der gesamte Verlauf wurde besser, obgleich das Spannungslevel eher niedrig war. Mitfiebern konnte ich nicht wirklich. Stattdessen wollte ich, dass endlich die Auflösung kam. Eine Person hätte in meinen Augen nicht sterben müssen. Parallel wurde schnell ein weiteres Verbrechen gegen eine andere Person eingeschoben und viel zu abrupt abgehandelt.

Im finalen Showdown kam es zu gemeinen Psychospielchen und Wahrheiten wurden ausgesprochen. Obwohl das Ganze gut gemacht war, hatte es einen faden Beigeschmack – mir fehlte etwas. Das letzte Kapitel schloss alles rund ab, doch habe ich kein Bedürfnis weitere Bücher mit Arne Stille zu hören oder zu lesen.

Meine Meinung zum Sprecher:

Josef Vossenkuhl half mir mit seinem Vorlesen das Hörbuch durchzuhalten. Mit seinem Lesen schaffte ich es über die langatmigen Ermittlungen hinweg zu kommen. Die Klangfarbe seiner Stimme ist klar und hat etwas für sich.

Mein Fazit:

Dieser Geschichte liegt eine gute Idee zu Grunde, die Umsetzung konnte mich jedoch nur wenig begeistern. Den Hauptprotagonisten Arne Stiller fand ich während der ganzen Hörzeit unsympathisch. Das Geschehen kam nur mäßig voran und wurde erst im letzten Drittel spannender. Die Ermittlungen zogen sich durch wilde Spekulationen und eigenwillige Ermittlungsansätze in die Länge. Dank dem hervorragenden Vorlesen von Josef Vossenkuhl schaffte ich es das Hörbuch zu beenden. Das Ende war gut, wurde mir dennoch zu schnell abgehandelt. Kryptologie erlebte ich wenig. Meine liebste Figur war die Verstärkung für das Büro.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 3 von 5.

Das Hörbuch wurde von mir über Kindle Unlimited gehört und anschließend freiwillig rezensiert.

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