Rezension zu Snow Heart – Das Flüstern der Kälte von Olivia Mikula

© Cover: Drachenmond Verlag, Foto: Viktoria M. Kelle

Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch, die nicht erreicht werden konnten, dennoch gefiel mir die Grundidee. Meine Gründe dafür schildere ich dir unten im Text.

Fakten zum Buch:
Titel: Snow Heart – Das Flüstern der Kälte
Autorin: Olivia Mikula
Verlag: Drachenmond Verlag
Erscheinungsdatum: 30. Januar 2017
Seitenanzahl: 288 Seiten
ISBN: ‎978-3959911108

Inhaltsangabe laut Amazon:
Zwei wie Schnee und Feuer! Caspara steht kurz vor ihrem Studienabschluss und bestreitet ihr Leben wie jede andere junge Frau bis auf einen Unterschied: Sie ist die Wiedergeburt einer Schneefrau. Jedoch führen die Eiskräfte auch unweigerlich zu ihrem Tod. Aus diesem Grund setzt sie ihre Fähigkeiten nur selten ein. Das ändert sich, als sie Wyatt kennenlernt. Mit ihm tauchen Wesen auf, die Casparas Macht erlangen wollen. Dringend braucht sie einen Plan, um ihre Feinde zu vernichten, ohne ihr Leben dabei zu verlieren. Doch lohnt es sich tatsächlich, für Wyatt zu sterben?

(Quelle: amazon.de, Datum: 23. Februar 2022)

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover zog meinen Blick damals magisch an. Das magische Herz in der Mitte mit dem Schnee-Setting rundherum passte perfekt zum Klappentext. Das Design ist ansprechend und stach für mich beim Kauf aus der Masse hervor.

Meine Meinung zum Inhalt:

Ich kannte bereits mehrere Bücher vom Autor, der dieses unter einem Pseudonym verfasst hat. Jene hatten mir immer gut gefallen. Dementsprechend freute ich mich auf diese Geschichte. Früh musste ich feststellen, dass ich meine Erwartungen zu hoch gesetzt hatte. Der Schreibstil ist modern und flink, zudem brachte der Autor seine Leidenschaft als Buch-Blogger ein.

Immer wieder gab es humorvolle Anspielungen auf Bücher, Serien und Filme. Hin und wieder konnte ich schmunzeln und wurde an meine eigene Leseleidenschaft erinnert. Die Grundidee mit den Schneefrau-Kräften und der Gefahren reizte mich von Anfang an. Der Rückblick in die Vergangenheit war das Interessanteste am ganzen Buch. Leider wurde das nur kurz und einmal verfolgt. Einzelne Elemente aus der weiteren Handlung fand ich ganz gut. Doch gab es auch viel, das mir das Lesen schwer machte.

Nach wenigen Kapitel begannen mich Casparas Gefühlsschwankungen zu nerven. Schuld gab sie dabei ständig der Schneefrau. In meinen Augen verhielt sie sich nicht wie eine erwachsene Frau, die kurz vor dem Studienabschluss steht und ihr Leben lang weiß, welch gefährliche Kräfte in ihr wohnen. Ihr Verhalten war für ich vielfach unglaubwürdig und wirr. Außerdem schien sie blind durch die Welt zu stolpern. Viele Wendungen kamen mir zu abrupt und brachten unlogische Aspekte mit sich. Im Hotel werden sie sofort entdeckt und in einer Bruchbude sind sie viel länger sicher? Wie kann das bitte sein? Während sie in großer Gefahr sind, treffen sie sich in einem Pub um gemeinsam zu trinken. Doch nicht jetzt! Aufkommende Liebesgefühle mit Wyatt konnten mich nicht überzeugen oder erreichen. Die Figuren blieben mir zu oberflächlich.

Mehrere große Kämpfe gegen das Böse wurden in der zweiten Hälfte ausgefochten. Zum Teil fand ich das Geschehen unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar. Zwischendurch tauchte Hilfe auf, die nicht erklärt wird. Stattdessen heißt es „Uns gab es schon immer und wir schützen das Gleichgewicht“ Kurz darauf kam plötzlich die beste Freundin in die Handlung. Das Geschehen wird mit einem Schlag gedreht und man geht schick aus. Und natürlich wird danach das Böse offenbart. Motiv, Identität und Pläne waren mehr als eigenwillig.

Weitere Wendungen später kam es zum finalen Showdown. Das Ende hatte eine kleine Überraschung und konnte meine Enttäuschung ein klein wenig dämpfen. Die Geschichte hätte wahnsinnig viel Potenzial, doch wurde es in meinen Augen nicht ausgeschöpft. Auch sind die anderen Werke, die ich vom Autor kennen, ganz anders und weit spannender als dieses hier. Ich war absolut erleichtert, als ich die letzte Seite beendet hatte. Viel zu lange quälte ich mich durch die Geschichte.

Mein Fazit:

Casparas Geschichte konnte mich nur in wenigen Teilen überzeugen und enttäuschte mehrfach. Die Grundidee und die Magieform, sowie die Gegner gefielen mir gut. Jedoch war mir die Umsetzung zu wirr, mit seltsamen Wendungen und einigen Logikfehlern gemischt. Zudem nervten mich die Stimmungsschwankungen vom Caspara immens. Trotz des modernen und humorvollen Schreibstils brauchte ich sehr lange für das Buch. Die Liebesgefühle erreichten mich nicht und blieben oberflächlich. Eine Freude bereiteten mir die Anspielungen auf Bücher, Serien und Filme. Die Buchleidenschaft des Autors war zu spüren.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 3 von 5.

Das Buch stammt aus meinem eigenen Besitz (selbst gekauft) und wurde von mir nach dem Lesen freiwillig rezensiert.

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