Rezension zu [Hörbuch] Kein letzter Blick von Marcus Hünnebeck

©2020 Marcus Hünnebeck (P)2021 LAUSCH phantastische Hörbücher

Dieser Thriller besitzt ein gutes Maß an Spannung und wurde in lockerem Stil geschrieben. Mehr zur Geschichte berichte ich dir unten im Text.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Kein letzter Blick
Autor: Marcus Hünnebeck
Sprecher: Tetje Mierendorf
Verlag: LAUSCH Medien
Erscheinungsdatum: 3. Januar 2022
Version: Ungekürzte Ausgabe
Laufzeit: 5 Stunden und 31 Minuten
ASIN: B09HM7XJ8K

Inhaltsangabe laut Amazon:
Die siebzehnjährige Larissa steigt nach einem heftigen Streit mit ihrem Vater Mats in einen Zug am Hamburger Hauptbahnhof, ohne ihn noch eines letzten Blickes zu würdigen. Sie will zu ihrer Mutter in Köln zurückkehren und ignoriert Mats, der am Bahnsteig ausharrt. Monate später bereut die inzwischen Volljährige ihr Verhalten, denn Mats ist seit jenem Tag spurlos verschwunden. Verzweifelt engagiert Larissa den Personenfahnder Till Buchinger. Er fahndet bereits nach einer jungen Studentin, die zur selben Zeit entführt wurde. Ist es Zufall, dass Larissa und die Studentin sich ähnlich sehen, oder hängen beide Taten zusammen? Als Till im Rahmen seiner Ermittlungen das Vertrauen von Larissa verspielt, sucht die ihren Vater auf eigene Faust und gerät in große Gefahr.

(Quelle: amazon.de, Datum: 11. Februar 2022)

Meine Meinung zur Geschichte:

Der Einstieg in die Geschichte war direkt und klar. Ich fand mich zuhause bei Mats wieder und erlebte ihn mit seiner Tochter. Die Kapitel wurden von Marcus Hünnebeck sehr kurz gehalten. Durch den unverblümten Erzählstil schritt das Geschehen schnell voran, wodurch keine Langeweile aufkommen konnte. Geschildert wurde die Handlung aus der Sicht verschiedener Protagonisten.

Mats schien eine sympathische Figur zu sein. Für eine genaue Einschätzung war zu wenig Zeit. Seine Tochter Larissa wirkte nicht wie eine fast 18-Jährige, sondern eher wie ein 14-jähriges pubertierendes Mädchen. Nach einem Zeitsprung von mehreren Monaten wurde Till Buchinger engagiert. Zu meiner Überraschung nicht nur von Larissa. Zuerst stellte ich keine Verbindung her, doch bereits nach wenigen Kapiteln hatte ich eine Vermutung. Die Ermittlungen von Till waren strukturiert dargestellt. Die Polizei wurde von Buchinger in sein Vorgehen einbezogen. Eine neue Kommissarin bekam mehr und mehr Anteil am Geschehen. Bald schien ein Verdächtiger besonders gefährlich, was sich prompt bestätigte. Larissas Alleingang setzte einiges in Gang. Sogleich fragte ich mich, warum Buchinger nicht an bestimmte Folgen gedacht hatte.

Die weiteren Geschehnisse schritten flink dahin und erweiterten das Spektrum der Verdächtigen. Verschiedene Ermittlungsansätze empfand ich als unwahrscheinlich, anderes schien logisch. Ich selbst konnte die meisten Teile des Puzzles zusammensetzen. Lediglich die Identität des Täters fehlte mir noch. Schließlich schaffte es Till ebenso, die Fakten zu verbinden und war mir damit einen Schritt voraus. Hätte ich auf meinen anfänglichen Instinkt gehört, dann hätte ich die Wahrheit viel früher erkannt. An diesem Punkt angekommen, geschah vieles Schlag auf Schlag. Natürlich wurde der Täter erkannt, doch Opfer, Versteck und er mussten gefunden werden. Die letzten Kapitel waren deshalb mit einem guten Maß an Spannung eingedeckt. Richtiges Mitfiebern hat mir allerdings gefehlt. Das Ende wurde mir zu schnell abgehandelt. Motiv und Absicht des Täters wurden restlos aufgeklärt. Seine Taten und sein Denken waren abgrundtief böse.

Stärker im Fokus stand bei diesem Band dieses Mal Tills Vergangenheit mit seiner Frau und sein Seelenschmerz. Im vorherigen Band wurde dies nur angeschnitten, doch hier offenbarte sich das ganze Ausmaß seines Schmerzes. Aufgrund verschiedener Ereignisse kam einiges in ihm hoch. Seine Gefühle konnten mich zum Teil sehr gut erreichen.

Meine Meinung zum Sprecher:

Tetje Mierendorf hatte bereits mit seinem Vorlesen »So tief der Schmerz« zu einem starken Hörerlebnis gemacht. Auch in diesem Band gelang ihm das mit Bravour. Die Klangfarbe seiner Stimme ist äußerst angenehm. Gemeinsam mit ihm tauchte ich in die Geschichte ein.

Mein Fazit:

Das Hörbuch um die beiden Vermisstenfälle mit Personenfahnder Till Buchinger war durchwegs spannend geschrieben und punktete mit einem kurzweiligem Schreibstil, sowie einer klaren Erzählweise. Früh hatte ich Vermutungen bezüglich der Zusammenhänge, den Täter konnte ich nur mit Buchingers Hilfe erkennen. Die letzten Kapitel waren besonders spannend, wobei mir das Ende zu schnell abgehandelt wurde. Dennoch konnte mich die Geschichte überzeugen. Tetje Mierendorf las die Geschichte mit angenehmer Stimme und passender Tonlage.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 4 von 5.

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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