Rezension zu Das Letzte Schlachtschiff Band 1 von Joshua Tree

© Joshua Tree

Zurück zu seinen Wurzeln – die Heimkehr in das Military-Space-Opera ist dem Autor sehr gut gelungen. Wie mir das Buch gefallen hat, kannst du unten im Text nachlesen.

Fakten zum eBook:
Titel: Das Letzte Schlachtschiff
Autor: Joshua Tree
Verlag: Joshua Tree Ltd.
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2022
Seitenanzahl: 460 Seiten
ASIN: B09PZ7K5WV

Inhaltsangabe laut Amazon:
Nach einem verheerenden Erstkontakt zwischen der Terranischen Föderation und den außerirdischen „Clicks“ kennen viele Generationen nichts anderes als endlosen Krieg gegen Feinde, über die man bis heute kaum etwas weiß. Captain Konrad Bradley ist Kommandant des zum Reservedienst ausrangierten Schlachtschiffs Oberon, dem letzten verbliebenen Titan der Flotte. Als fliegendes Museum verlacht – zu teuer, zu behäbig, zu alt -, fristen Bradley und seine Besatzung von Ausgestoßenen einer längst untergegangenen Kolonie ein langweiliges Leben am entferntesten Rand der menschlichen Hegemonie: dem Lagunia-System.
Das ändert sich eines Tages, als Admiral Augustus Bretoni mit der legendären Strike Group 2 eintrifft und die Fertigstellung der geheimsten Technologie der Föderation persönlich überwacht: ein riesiges Hyperraumtor nahe Lagunia, das den Weg zur Heimatwelt der Aliens und damit zum erlösenden Sieg ebnen soll. Doch der Admiral verhält sich seltsam und die mächtigste Waffe im terranischen Arsenal tut nicht was sie soll. Bald schon müssen Bradley und seine Mannschaft erkennen, dass sie das letzte Bollwerk gegen innere und äußere Mächte sind, die nur eine Sache zum Ziel haben: die Menschheit zu vernichten. Eine Military-Space-Opera für Fans von Battlestar Galactica und The Expanse.

(Quelle: amazon.de, Datum: 1. Februar 2022)

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover sticht mit der deftigen Gestaltung hervor. Zu sehen ist die Oberon, welche sich scheinbar in einem Gefecht vor einem Hyperraumtor befindet. In meinen Augen wirkt es unruhig und doch mag ich es. Zum Genre „Military-Space-Opera“ passt es bestimmt.

Meine Meinung zum Inhalt:

Bei diesem Buch fiel es mir sehr schwer, meine Rezension zu verfassen. Warum das so war kann ich selbst nicht sagen. Es hat lange gedauert, bis mir die richtigen Worte eingefallen sind. Joshua Tree schrieb mit diesem Buch nach langer Zeit wieder eine Space Opera. Es gibt Intrigen, Politik, Schlachten und ausgefeilte Pläne, die im Verborgenen entwickelt wurden und vieles mehr.

Schon zu Beginn merkte ich, dass ich locker und schnell in die Welt eintauchen konnte. Sofort packte mich die Spannung, weil ich sowohl den Prolog, als auch das erste Kapitel neugierig verfolgen konnte. Im zweiten Kapitel setzte sich die Geschichte nach einem Zeitsprung von 20 Jahren fort. Ich lernte direkt Captain Konrad Bradley und einen Teil seiner Crew kennen. Der Captain schien ein ruhiger und sympathischer Mann zu sein, dem seine Crew absolut loyal gegenüber stand. Die weiteren Figuren bildeten nach und nach Persönlichkeiten ab, ein wenig hatte ich zu kämpfen, dass ich niemanden verwechsle. Von den „Clicks“ bekam ich mit der Zeit einen Eindruck, der mir genug vermittelte um sie in der Geschichte verorten zu können. Gleichzeitig schienen sich viele Geheimnisse an den Orten zu befinden, die nach und nach aufgedeckt werden mussten.

In der ersten Hälfte stand der Weltenaufbau, die politische Situation und das Kennenlernen der Protagonisten und der Fronten im Vordergrund. Die Handlung wurde von kurzen Zwischenkapiteln unterbrochen, die zusätzliche Informationen über verschiedene Seiten brachten. Es könnten „die Bösen“ sein. Oder doch nicht? Jedenfalls konnte mich die Vorgehensweise mit Stil und Worldbuilding überzeugen. Für mich war es deshalb in Ordnung, dass die Geschichte gemächlicher begann. Doch der Schein trog, denn Intrigen wurden gesponnen, Pläne vorangetrieben und Machtkämpfe bahnten sich an. Immer mehr wurde klar, dass hier mehr als kleine Streitigkeiten innerhalb der Streitkräfte vorhanden waren. Neugierig beobachtete ich, wie Fäden gesponnen wurden und sich meine Vermutungen bestätigten.

Es gab zudem weitere Handlungsstränge, die abwechselnd Berührungspunkte miteinander hatten. Besondern jenen mit der Quantum Bitch las ich mit großem Interesse. Genauso wie ich die Bellingers nicht aus den Augen lassen wollte. Vor allem als ich einer bestimmten Person begegnete, verstärkte sich der Drang schneller weiterzulesen.

Während der zweiten Hälfte stieg die Spannung sprunghaft an. Großen Anteil hatte daran das Hyperraumtor und die Strike Group 2. Schon bald konnte ich noch mehr mitfiebern und erlebte neben offensichtlichen Intrigen, gegen die nur schwer vorzugehen waren, erste Kämpfe. Unerwartet weiteten sich diese zu einer gewaltigen Schlacht mit kraftvollem und ereignisreichem Verlauf. Die Wendung brachte eine neue Sicht auf die Dinge. Gebannt wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Es geschah viel Entscheidendes in kurzer Zeit. Die Auseinandersetzung, die ursprünglich im Kleinen begann, wurde durch diese Ereignisse lebensgefährlich. Trotzdem sah ich eine Loyalität während dem Kampfgeschehen, die ihresgleichen sucht. Je näher das Ende kam, umso mehr kristallisierte sich heraus. Fragen für den zweiten Band stellten sich ein und weckten Vorfreude auf den Nächsten. Vor allem wer waren die „Neuen“? Das beschäftigte mich eine ganze Weile. Laut dem Nachwort werden die losen Fäden verknüpft. Darauf freue ich mich besonders.

Mein Fazit:

Das neue Buch von Joshua Tree scheint zu Beginn ruhiger. Ich wurde in die Welt, den Aufbau und die politische Situation eingeführt. Nach und nach bekam ich einen guten Eindruck von dem Worldbuilding und fand mühelos hinein. Über mehrere gekonnt angeordnete Handlungsstränge, die Berührungspunkte hatten, ergab sich viel Spannung, die mich mitfiebern ließ. Intrigen und Machtkämpfe wurden größer und offener ausgetragen. Eine absolut unerwartete Wendung drehte die Geschichte um 180 Grad und brachte heftige Schlachten, die bildgewaltig beschrieben wurden. Aufgeregt verfolgte ich deren Verlauf und wurde mit starken Szenen belohnt. Schließlich kam das Ende überraschend, weil ich so vertieft in das Geschehen war. Der Auftaktband seiner neuen Military-Space-Opera ist Joshua Tree absolut gut gelungen.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Buch wurde von mir vorabgelesen. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Hier
Band 2: Schlachtfeld Erde
Band 3: Tore zur Hölle
Band 4: Oberon entfesselt

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