Rezension zu [Hörbuch] Yalims Erbe Band 1: Die Auserwählten von Martin Kuupa

©2021 Martin Kuupa (P)2021 Hörbuchmanufaktur Berlin

Das Debüt von Martin Kuupa überraschte mich in vielerlei Hinsicht mit seiner Welt und der darin enthaltenen Magie. Was ich damit meine erkläre ich dir unten im Text.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Yalims Erbe – Die Auserwählten
Autor: Martin Kuupa
Sprecher: Martin Kuupa
Verlag: Hörbuchmanufaktur Berlin
Erscheinungsdatum: 08. November 2021
Version: Ungekürzte Ausgabe
Laufzeit: 14 Stunden und 18 Minuten
ASIN: B09HSMQHK7

Inhaltsangabe laut Amazon:
Wirst du dich dem Bündnis der Shanaytari als würdig erweisen? Dass er unmittelbar nach der Geburt über Leben und Tod seines eigen Fleisch und Blut entscheiden muss, wirft Fabien völlig aus der Bahn. Als er die vermeintliche Hilfe eines fremden Magiers annimmt, gerät alles außer Kontrolle. Das mächtige Wesen droht, die gesamte Welt in den Abgrund zu reißen und nur ein uraltes Bündnis vermag es noch aufzuhalten. Auf ihrer Suche nach den Auserwählten, stoßen die Magiari der Orden auf einen mysteriösen Krieger und ahnen nicht, dass seine Vergangenheit ihr ganzes Vorhaben in Gefahr bringt. Doch irgendwann tritt auch das dunkelste Geheimnis aus der Düsternis ans Licht.

(Quelle: amazon.de, Datum: 08. November 2021)

Meine Meinung zur Geschichte:

Auf Social Media habe ich immer wieder von Martin Kuupas Debütroman gelesen. Die Beiträge weckten meine Neugier, weshalb ich über das Hörbuch in seine Welt eintauchen wollte. Der Autor überraschte mich dabei mit seiner klar intensiv ausgearbeiteten Welt. Nach und nach erfuhr ich beim Hören wie sie aufgebaut ist und welche Magieformen existieren. Vor der Geschichte erfuhr ich, dass Martin Kuupa bewusst so gut wie alles genderte und eine gendergerechte Sprache entwickelte hatte. Anfangs war das ungewohnt, wurde später jedoch einfach Teil des Ganzen. Beispiele: Zeitgenosseri, Drachari, Bewohneri, Baueri. In meinen Augen hätte man das am Anfang nicht erwähnen müssen. Der Autor dachte sich verschiedene Länder aus, jedes davon hatte andere Eigenschaften.

Der Schreib- und Erzählstil des Autors ist sehr bildhaft und ausführlich. Im Mittelteil war mir das Geschehen zu ausschweifend erzählt. Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass es nicht wirklich weiterging. Während dem Verlauf gab es unzählige Wendungen und lange Reisen, die wiederholend wirkten. Natürlich waren die Ereignisse vor Ort anders, doch wäre eine etwas kompaktere Erzählweise für die Spannung gut gewesen. Am besten gefielen mir die Magie und die magischen Orte. Ich lernte sehr viel darüber, verstand jedoch nicht, warum nicht alle Personen überall Magie wirken konnten.

Die Geschichte fokussierte sich zuerst auf die Königsfamilie um Prinz Fabien. Folgenschwere Entscheidungen wurden getroffen, die dem Mann alles abverlangten. Daraus entwickelte sich eine spannungsgeladene Geschichte, die viele starke Elemente bot. Wären die vielen hin und her Reisen nicht gewesen, hätte sich der Spannungspegel über den Verlauf gut gehalten. So sank und stieg er immer wieder. Parallel dazu gab es einen zweiten Handlungsstrang um einen jungen Mann. Die Begebenheiten waren eigen und wiesen auf ein schweres Schicksal hin. Gleichzeitig umgab ihn ein Geheimnis, das sich nicht aufdecken lassen wollte.

Am meisten mochte ich die Szenen in denen Magie eine größere Rolle spielte, da es verschiedene Formen gab. Gerade die Elementari und die Vergangenheit des Landes faszinierten mich sehr. Im letzten Viertel erfuhr ich, wer Yalim ist und was es mit dessen Erbe auf sich hat. Die Gronieri taten mir irgendwie leid und doch nur jene, in denen nicht das Böse lauerte. Brennend würde mich die Wahrheit um einen der Kämpfer interessieren, seine Vergangenheit liegt in diesem bestimmten Fall im Dunkeln. Hoffentlich erfahren wir das in der Fortsetzung. Trotz der Längen im Mittelteil fand ich Gefallen an der Geschichte. Die letzten Kapitel waren besonders gut, weil ich Zusammenhalt und den Willen den dunklen Magier zu besiegen sah. Vor allem in jenem besonderen Tempel, in dem die Kämpfer sich beweisen mussten, war die Magie sehr eindrücklich. Bei einem „verlorenen“ Begleiter stellte sich heraus, dass meine Vermutung stimmte. Ich erzähle absichtlich nicht viel über die Proagonisten, da ich der Meinung bin, dass du selbst mehr über sie herausfinden solltest.

Meine Meinung zum Sprecher:

Der Autor Martin Kuupa las sein eigenes Buch selbst. Aufgrund dessen war das Hörerlebnis anders, weil er sich intensiver in seine Protagonisten hineinfühlen konnte. Da er sie in- und auswendig kennt, konnte er sie so lesen, wie er sie sich vorgestellt hatte. Beim Hören hatte ich deshalb ein starkes Hörerlebnis, dass mir auch über die ausschweifenden Abschnitte hinweg half. Ich mochte es, wie er die Emotionen in sein Vorlesen einbrachte und seine Geschichte lebendig werden ließ.

Mein Fazit:

Bei diesem Buch merkt man bis auf wenige Stellen kaum, dass es sich um einen Debütroman handelt. Martin Kuupa erschuf eine magische Welt voller verschiedener Elemente, die er ausarbeitete und bildhaft darstellte. Die Protagonisten sind alle unterschiedlicher Art und haben eine eigene Persönlichkeit bekommen. Im Mittelteil war die Handlung etwas zäh, weil es zu viele Wendungen und zu viele wiederholende Reisen gab. Dennoch entstanden spannungsgeladene Szenen mit starken Ereignissen. Die Magie faszinierte mich am meisten, weil sie sich anders auswirkte, als ich erwartet hatte. Die Vergangenheit des Landes übte eine weitere Faszination aus. Nach dem Beenden bin ich gespannt, wie es wohl weitergehen wird und ob das Böse besiegt werden kann.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 4 von 5.

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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