Rezension zu [Hörbuch] Memiana Band 2: Die verborgene Stadt von Matthias Herbert

©2014 Matthias Herbert (P)2021 LAUSCH phantastische Hörbücher

In der Stadt mussten die Freunde gegen Angst, Vorurteile und andere Dinge ankämpfen. Ob mich die Geschichte packen konnte, findest du unten im Text heraus.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Memiana – Die verborgene Stadt
Autor: Matthias Herbert
Sprecher: Tim Gössler
Verlag: LAUSCH medien
Erscheinungsdatum: 17. September 2021
Version: Ungekürzte Ausgabe
Laufzeit: 14 Stunden und 10 Minuten
ASIN: B09DYW51NS

Inhaltsangabe laut Amazon:
Mit knapper Not rettet sich Jarek nach Mindola. Alle Überlebenden haben Verletzungen davongetragen, aber in der unglaublichen Stadt der Memo fühlen sie sich endlich in Sicherheit. Doch schnell müssen sie feststellen, dass nicht jeder sie hier willkommen heißt. Als bekannt wird, dass Mareibe eine Solo ist, gibt es eine offene Auseinandersetzung mit fatalen Folgen. Dazu kommt, dass der Anführer der Räuberbande offenbar überlebt hat und nun blutige Rache geschworen hat. Jeder Memo außerhalb von Mindola ist auf einmal in größter Gefahr. Auch in der verborgenen Stadt herrschen Angst und Misstrauen. Jarek hätte nie gedacht, dass er als Memo noch einmal zu den Waffen greifen müsste. Aber nun ist er gezwungen, wieder zu kämpfen. Erneut geht es um sein Leben und das seiner Freunde. Und Jarek sieht sich zu einer schweren Entscheidung gezwungen. Wählt er seine Liebe oder seine Zukunft?

(Quelle: amazon.de, Datum: 17. September 2021)

Meine Meinung zur Geschichte:

Nachdem der erste Band mit einem Cliffhanger endete, war ich schon wahnsinnig auf Band 2 gespannt. Ich hatte schreckliche Angst, dass nicht alle die Ereignisse überleben werden. Zu meiner Erleichterung haben es alle in die Stadt geschafft, obwohl dem ein trauriger Aspekt beiwohnte. Matthias Herbert konnte mich erneut für seine Geschichte begeistern.

Die Stadt Mindola wurde mir durch seine ausführlichen Beschreibungen in allen Facetten nähergebracht. Mir fiel dabei auf, dass der Autor wahnsinnig gerne Alltagsgegenständen, Orten usw. einen neuen Namen verpasste. Ich gebe zu, manchmal fand ich das einen Hauch zu viel. Man muss nicht alles neu erfinden. Die Geschichte spielte dieses Mal ausschließlich in der Stadt und der näheren Umgebung. Es gab keine Reisen in andere Teile des Landes. Im Fokus standen die Freunde, welche sich nicht nur als die letzten Neuzugänge integrieren mussten. Nein, sie mussten auch noch gegen aufkommende Gerüchte und Halbwahrheiten ankämpfen. Der Autor verwob Gesellschaftsprobleme, rassistisches Denken und allerlei andere Eigenschaften der Menschheit mit dem Buch.

Die Geschichte drehte sich viel um das Seelenheil aller. Dabei muss ich gestehen, dass Jareks ewiges „Ich bin schuld.“ schon ein klein wenig nervig war. Dennoch konnte ich sehen, dass sich die jungen Memos langsam einfanden. Jedenfalls bis es zu einer folgenschweren Wendung für alle Neuen kam. Denn jetzt wissen alle, dass Mareibe eine Solo war. Aus diesen Ereignissen resultierten Strafen, durch welche ich Mindola noch besser kennenlernte. Leider waren damit auch gefühlt 1000 Namen verbunden. Ich hatte wahrlich zu kämpfen, dass ich niemanden verwechsle. Abgesehen davon, dass sich die Geschichte etwas zu ziehen begann, fand ich sie gut. Ein paar Geschehnisse waren mir zu ausführlich erzählt oder dauerten einfach zu lange an. Es gab dennoch einige Szenen, bei denen ich mitfiebern konnte. (z.B. die Suche, danach am Krankenbett, am letzten Weg der Memos u.a.) Einmal fand ich es nicht so toll, dass bei zwei Ereignissen mit großer Tragweite exakt dieselben Worte verwendet wurden.

Bei den Protagonisten sah ich die größte Entwicklung bei Carb, Jala und Adolo. (Leider weiß ich nicht, wie die Namen geschrieben werden.) Mareibe und Jarek schienen immer gleich zu reagieren. Obwohl ich auch bei ihnen am Ende sah, dass sie dazulernen konnten. Jala machte mich traurig. Warum tat sie etwas ganz bestimmtes? Aus Liebe oder aus Selbstmitleid? Jarek kann sehr viel, doch hat er keine Ahnung von Gefühlen. Die Sache mit Ollo war schrecklich, vor allem weil immer mehr seiner grausamen Taten aufgedeckt wurden. Am liebsten hätte ich Mareibe in den Arm genommen. Die Sache mit den Gedächtniskammern der Memo verstand ich während dem Hören immer besser und war beeindruckt.

Trotz der kleinen Punkte hatte ich ein starkes und gutes Hörerlebnis. Die Ideen von Herbert Matthias wurden von ihm gut mit dem Geschehen verwoben. Er hat ein Händchen für Details und konnte mit seinen Beschreibungen Bilder in meinen Gedanken entstehen lassen. Im Verlauf lernte man als Hörer, bzw. wird man darauf aufmerksam gemacht, was Hass, Wut, Angst und Vorurteile anrichten können. Als es zum Showdown kam und die letzten Puzzleteile an ihren Platz fielen, machte es auch bei mir „Klick“. All die kleinen Hinweise davor begriff ich erst jetzt. Dieser Abschnitt ließ mich am meisten mitfiebern. Das Ende brachte eine neue Überraschung mit sich. Dabei fragte ich, ob die Entscheidungen wirklich gut waren.

Meine Meinung zum Sprecher:

Tim Gössler schlüpfte mit seiner vielseitigen Stimme in die verschiedenen Protagonisten. Bei manchen Figuren verstellte er seine Stimme passend zu deren Persönlichkeiten. Durch sein grandioses Vorlesen schaffte ich es durch die sich ziehenden Szenen. Für mich trug er maßgeblich zu meinem Hörerlebnis bei.

Mein Fazit:

Der zweite Band zeigte eine Stadt, die anders und doch gleich ist. Durch die ausführlichen Beschreibungen bekam ich ein großes Gesamtbild von ihr. Die Protagonisten, allen voran Mareibe, hatten es nicht einfach. Vorurteile, Wut und Angst waren gefährliche Gegner, die ihnen das neue Leben dort schwer machten. Wiederkehrende zum Teil ähnliche Wendungen sorgten für ein gutes Vorankommen. Dennoch war mir einiges zu langgezogen erzählt. Dank dem Sprecher Tim Gössler schaffte ich es auch durch diese Szenen. Das Vorlesen ist durch sein gekonntes Verstellen der Stimme absolut eindrücklich. Auf dem letzten Weg der Memos kam es zur stärksten Szene des ganzen Bandes. Das Ende brachte seltsame Entscheidungen, bei denen ich kein gutes Gefühl hatte.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 4 von 5.

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Das Licht des Todes
Band 2: Hier
Weitere Bände sind noch nicht als Hörbuch erschienen oder wurden noch nicht von mir rezensiert.

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