Rezension zu [Hörbuch] Ödland Erstes Buch: Der Keller von Christoph Zachariae

©2015 Lucid Dreams eBook Verlag Christoph Zachariae (P)2021 Christoph Zachariae

Der erste Band dieser Reihe hat mich mit seiner detailgetreuen Welt und dem realistischen Setting stark begeistert. Mehr erfährst du unten im Text.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Ödland – Erstes Buch: Der Keller
Autor: Christoph Zachariae
SprecherInnen: Vaile Fuchs, Bernd Egger
Verlag: GD Publishing
Erscheinungsdatum: 23. März 2021
Version: Ungekürzte Ausgabe
Laufzeit: 7 Stunden und 47 Minuten
ASIN: B08ZT19Q92

Inhaltsangabe laut Amazon:
Norddeutschland dreißig Jahre nach dem Zusammenbruch: keine Sonne, keine Wärme, nur der Tod. Vom Land und von den Städten sind nur Wüsten und Ruinen übrig geblieben: das ÖDLAND. Überlebende ziehen sich in abgeschiedene Enklaven zurück: Versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile. Mega, ein neunzehnjähriges Waisenmädchen, wächst im verschütteten Untergeschoss einer Universität auf. Die Bewohner schicken sie auf eine lebensgefährliche Mission. Mit einem Elektroliegefahrrad durchquert sie die entvölkerte Nachwelt auf der Suche nach Ersatzteilen für den Wasseraufbereiter ihrer Gemeinschaft. Bedroht von Söldnerbanden, einer neuen Eiszeit und dem allgegenwärtigen Hunger.

(Quelle: amazon.de, Datum: 17. Juni 2021)

Meine Meinung zur Geschichte:

Nach dem Hören einer Hörprobe und des Lesens des Klappentextes war ich sehr neugierig auf die Welt des Autors. Sowohl das Setting als auch der Grundidee schienen etwas für mich zu ein. Alsbald konnte ich dank dem Autor in das Hörbuch eintauchen. Zuerst fiel mir der lockere und offene Schreibstil auf.

Die Geschichte selbst startete mit einer kurzen, jedoch appellierenden Ansprache. Danach begann die eigentliche Geschichte 30 Jahre später. Zeitgleich gab es einen zweiten Handlungsstrang der einige Jahre zurückversetzt zu sein schien und nach und nach die Jahre zum anderen Handlungsstrang aufholte. Der erste Handlungsstrang um Hagen irritierte mich einige Zeit lang. Doch je weiter die Geschichte voran schritt umso mehr verstand ich. Im selben Moment zeigte mir Hagens Erzählstrang mit aller Härte und Deutlichkeit, wie das Leben im Ödland ist. Gewalt und Tod sind untrennbar damit vereint. Teilweise waren die Szenen bei ihm sehr heftig.

Parallel erzählte der zweite Handlungsstrang von Mega. Ich trat an ihre Seite als sie noch ein Kind war. Kurzweilig und gut erzählt sah ich wie sie im Keller aufwuchs und sich ihren Weg zu bahnen versuchte. Schon bald musste sie allerdings erkennen, dass nicht alles so wirkt wie ist es. Ihre Mitbewohner verbargen etwas von ihr, das sie schließlich auf ihre Mission durch das Ödland schickte. Am meisten begeisterte mich der Realismus, welcher das Geschehen begleitete. Die Probleme im Keller, die Erlebnisse von Mega und den anderen, der innere Konflikt und vielesn mehr wirken so echt – als würde das Ganze gerade tatsächlich passieren. Während der Hörzeit war es für mich, als befände ich mich direkt an Megas Seite, wodurch ich alles hautnah erlebte. Ich konnte die Gefühle von Mega intensiver wahrnehmen als zuerst erwartet. Was auf der Erde passiert ist, um solch einen Untergang zur Folge werden zu lassen, wurde zur angedeutet. Dennoch konnte ich mir alles gut vorstellen.

Die Reise durch das Ödland war aufregend und schwierig, gleichzeitig stieg die Spannung immer mehr an. Das Hörbuch forderte meine gesamte Aufmerksamkeit ein. Die Hörzeit fühlte sich aufgrund des starken Verlaufes viel kürzer an. Die 7 Stunden 47 Minuten vergingen wie im Flug. Beide Handlungsstränge hatten es in sich und fesselten mich. Bei Hagen kam mir das Schaudern. Ich fragte mich, was er vor hat und was er mit seinem grausamen Tun erreichen will. So ganz konnte ich ihn nicht durchschauen. Bei Mega war ich von ihrem Können begeistert. Dennoch fragte ich mich warum sie so schnell lernte. Ihre Déjà-vus waren dabei sehr interessant und machten mich neugierig.

Gegen Ende spitzten sich beide Handlungsstränge zu. Wegen Hagen war ich ziemlich fassungslos und bekam beinahe eine Gänsehaut. Es war schockierend, wie realistisch der Autor die grausame Szene beschrieben hatte. Anders war es bei Mega, hier fieberte ich intensiv mit und hörte gebannt zu, was geschah. Der Spannungsgrad war immens hoch und wollte mich nicht mehr loslassen. Dann kam der Cliffhanger am Ende, welcher mich überraschte. Sofort beschäftigte mich die Frage, wie es im nächsten Band weitergehen wird.

Meine Meinung zum Sprecher und zur Sprecherin:

Bernd Egger kenne ich bereits aus einer Hörbuchserie und wusste gleich, dass mir das Lesen von ihm auch hier gefallen wird. Für die Hörzeit verschmolz seine Stimme mit seiner Rolle als Hagen, wodurch das Vorlesen sehr authentisch wirkte. Vaile Fuchs ist für mich eine neue Sprecherin. Ihre Stimme ist sanft und klar, genauso bringt sie Megas emotionale Seite gut zur Geltung.

Mein Fazit:

Der erste Band der Ödland-Reihe hat bei mir mit seiner realistischen und authentischen Welt gepunktet. Beide Handlungsstränge sind ereignisreich und intensiv erzählt. Besonders bei Hagen sind die Geschehnisse düster, grausam und gewalthaltig. Sie zeigen das raue Leben und den Grundsatz des Ödlandes: nur der Stärkste überlebt. Mega ist eine äußerst taffe Protagonistin, welche sich mit ihren inneren Konflikten für das Richtige entscheidet und mit Mut und Überlebenswille beeindruckte. Ich lauschte den beiden Sprechern gebannt und merkte gar nicht, wie schnell die Hörzeit verging. Die Spannung war im letzten Drittel auf einem immens hohen Punkt angelangt, der mich nur noch mehr mitfiebern ließ. Der Cliffhanger bei Mega ließ mich Überlegungen anstellen, wie es wohl in Band 2 weitergehen wird. Parallel dazu war ich bei Hagen einfach nur schockiert, obwohl ich sowas fast erwartet hatte.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

Ein Gedanke zu “Rezension zu [Hörbuch] Ödland Erstes Buch: Der Keller von Christoph Zachariae

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