Rezension zu Der Zorn der Regenmacher von Timo Leibig

© Cover: Penhaligon Verlag, Foto: Viktoria M. Keller

Dieses Buch hat mich mit seiner Grundidee und der herausragend lebendigen Geschichte begeistert. Die Gründe dafür erzähle ich dir unten im Text.

Fakten zum Buch:
Titel: Der Zorn der Regenmacher
Autor: Timo Leibig
Verlag: Penhaligon Verlag
Erscheinungsdatum: 13. April 2021
Seitenanzahl: 442 Seiten
ISBN: 978-3764532420

Inhaltsangabe laut Amazon:
Seit Wochen geht Regen über der Küstenstadt La Harb nieder: Ernten sind vernichtet, Wasserströme höhlen die Straßen aus, die Menschen werden krank. Leyna gehört zu den Heilerinnen der Stadt, den Schwestern der Zeichen. Doch Leyna verbirgt ein schreckliches Geheimnis vor ihrer Gilde: Sie weiß weit mehr über den Ursprung der Krankheit, als ihr lieb ist, und doch ist sie dem Schrecken hilflos ausgeliefert. Als Leyna alle Hoffnung auf Rettung aufgibt, trifft sie auf die Schmuggler Henning und Nante. Die verwegenen Zwillinge haben auf See eine unheimliche Begegnung gemacht. Nur gemeinsam können die drei das Rätsel des nicht enden wollenden Regens lösen und gegen die wahre Bedrohung für La Harb kämpfen. Und die stammt aus der Tiefe des Meeres …

(Quelle: amazon.de, Datum: 13. Juni 2021)

Meine Meinung zum Cover:

Mich hat das Cover auf Anhieb angesprochen. Zu sehen ist die Stadt La Harb mit dem Meer davor. Die Gestaltung ist düster und mystisch, was gut zur Geschichte selbst passt. Der Schriftzug des Titels sticht durch die Schriftgröße hervor. Im Gesamten ist das Cover sehr gelungen.

Meine Meinung zum Inhalt:

Vor diesem Buch hatte ich nur ein einziges Buch von Timo Leibig gelesen. Als ich dieses sah und den Klappentext las, musste ich es haben. Ich fühlte mich stark angesprochen und war neugierig auf die Umsetzung. Zu meiner Freude wurden meine Erwartung nicht enttäuscht. Timo Leibig hat einen sehr eindrücklichen und bildhaften Schreibstil. Das Geschehen fesselte mich und ich konnte es deutlich in meinen Gedanken sehen.

Die Geschichte ist in drei Teile unterteilt. Sie begann locker und führte mich in die Welt des Autors ein. Erzählt wird sie abwechselnd aus der Sicht mehrerer Protagonisten, unter anderen von Leyna, Jule, Kea, Henning und Nante. Die ersten 100 Seiten las ich noch relativ langsam, doch ab Seite 106 versank ich immer tiefer. Ich hatte am späten Abend weitergelesen und als ich das nächste Mal erstaunt auf die Uhr sah, war es fast Mitternacht. Zudem befand ich mich auf Seite 328. Durch die enorme Spannung hatte ich alles um mich herum vergessen. Müde ging ich schlafen und las das Buch gleich am nächsten Morgen vor der Mittagszeit zu Ende.

Je weiter das Geschehen voranschritt, umso düsterer wurden die Ereignisse und die Stimmung. Zeitweise wurde es blutig und die Folgen daraus sind nichts für schwache Nerven. In mitten all dessen stand Leyna in La Harb, denn sie schien das Zentrum zu sein. Parallel zu ihr gab es einen zweiten Handlungsstrang, der sich um Henning und Nante, sowie um deren Fratera drehte. Sämtliche Kapitel fesselten mich, zogen mich an die Seite der Protagonisten und ließen mich nicht mehr weg. Das Grauen und die Angst wollten auf mich überschwappen, doch ich hielt gemeinsam mit Leyna stand.

Der Autor bot mir genug Hintergrundwissen um die schrecklichen Wesen zu verstehen. Für Faszination sorgten bei mir die Zusammenhänge und die Magie. Zuerst war mir beides nicht klar, doch als ich das große Ganze begriff, war ich begeistert. Die Ideen sind großartig und die Umsetzung so lebendig. Ich fieberte mit den Protagonisten mit, hoffte, bangte, kämpfte. Jede einzelne Figur ist überzeugend gezeichnet und hat seine Persönlichkeit. Niemals wirkte eine überflüssig. Manchmal verfluchte ich es, wenn ich zwischen den Handlungssträngen wechseln musste, weil es doch gerade bei Leyna so spannend war. Zeitgleich konnte es andersherum sein. Am stärksten waren die Emotionen von Leyna. Ihre Gefühle waren unglaublich stark und überwältigend. Henning und Nante, die irren Zwillinge waren etwas ganz Besonderes. Ilka werde ich wohl so schnell nicht vergessen.

Irgendwann hatte ich nur noch 100 Seiten vor mir. Gebannt und unfähig zu unterbrechen las ich weiter. Es geschah sehr viel düsteres in kurzer Zeit und doch wollte der Funken Hoffnung nicht sterben. Mit einem beeindruckenden Showdown und noch mehr Spannung ging das Buch zu Ende. Ich dachte schon, es wäre vorbei, doch dann kam es ganz anders. Mit angehaltenem Atem las ich die letzten zwei Kapitel und war am Ende einfach nur froh über den Ausgang. Hoffentlich schreibt der Autor einen weiteren Band. Möglichkeiten und Potenzial gäbe es genug.

Mein Fazit:

„Der Zorn der Regenmacher“ ist ein unglaublich spannender und bildgewaltiger Roman des Autors. Die Welt ist klar gezeichnet, facettenreich und aussagekräftig. Gleichzeitig ist die Geschichte düster und nichts für schwache Nerven. Ich verlor mich beim Lesen im Geschehen und vergas dabei die Zeit. Die Ideen und die Zusammenhänge faszinierten mich. Schon nach wenigen Kapitel waren beide Handlungsstränge sehr spannungsgeladen und legten schnell noch mehr zu. Die Magie entwickelte sich anders als erwartet und erstaunte mich mehrmals. Gebannt las ich weiter und gelangte in einen Showdown, der es nochmal in sich hatte. Mir bleibt nichts anderes übrig als dieses Buch hiermit zu einem meiner Jahreshighlights von 2021 zu machen.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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