Rezension zu Mondprinzessin von Ava Reed

© Cover: Drachenmond Verlag, Foto: Viktoria M. Keller

Meine Erwartungen waren hoch, denn die Grundidee begeisterte mich, doch konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Gründe kannst du spoilerfrei unten im Text nachlesen.

Fakten zum Buch:
Titel: Mondprinzessin
Autorin: Ava Reed
Verlag: Drachenmond-Verlag
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2016
Seitenanzahl: 251 Seiten
ISBN: 978-3959913164

Inhaltsangabe laut Amazon:
Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm…

(Quelle: amazon.de, Datum: 22. Mai 2021)

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover war zusammen mit dem Klappentext der Grund, warum ich mir das Buch gekauft habe. Es zog meinen Blick sofort an, weil die Gestaltung traumhaft schön für mich ist. Die junge Frau auf dem Mond passt zudem perfekt zum Titel des Buches.

Meine Meinung zum Inhalt:

Durch das wunderschöne Cover und dem wohlklingenden Klappentext war ich sehr neugierig auf Ava Reeds Geschichte um die Mondprinzessin. Hineingekommen mit ich gut, da der Schreibstil locker zu sein schien. Die Kapitel sind teilweise sehr kurz und nur selten länger gehalten. Vor jedem Kapitel befindet sich ein kurzes Gedicht. Da das Buch 33 Kapitel umfasst waren das somit 33 Seiten auf denen sich jeweils das mitsamt einer Verzierung und der Kapitelzählung befand. Meiner Meinung nach waren sie unnötige Lückenfüller, weil dafür immer eine ganze Seite drauf ging, die man besser für mehr Geschichte verwenden hätte können.

Die Geschichte begann mit einem guten Kapitel aus der Sicht von Juri. Ich hatte erwartet einen Teil der Suche mitzuerleben, doch dazu kam es nicht. Danach trat ich an die Seite von Lynn und in ihr Leben hinein. Dabei sah ich wie sie es verbringt und wo sie lebt. Relativ schnell kommt das Geschehen zur Sache und Lynn gerät in Lebensgefahr. Der Ablauf ist anders, als im Klappentext beschrieben, doch das hat mich erstmal nicht gestört. Für das, was Lynn in ihrem Leben bereits mitgemacht hat, verhält sie sich oft noch sehr kindlich, dennoch kam sie mir sympathisch herüber. Juri war für mich lange Zeit ungreifbar. Beide Protagonisten wirkten lange Zeit oberflächlich. Die Gefühle konnte ich nicht wirklich wahrnehmen, weil sie mir zu abrupt aufkamen. Ich spürte weder ein Knistern noch etwas anderes. Genau ausgedrückt fehlte mir über das ganze Buch die Tiefe. Außerdem war das Geschehen stehts vorhersehbar.

Die Grundidee hätte wunderbares und großes Potenzial zu einer herzzerreißenden Geschichte mit einer starken Welt. In meinen Augen wurde das Potenzial nicht genützt, weil viel zu wenig erzählt und beschrieben wird. Vielmehr hetzten wir durch die Szenen und erfuhren kaum was über die Stadt und die Welt selbst. Es werden nur am Rande einige Fakten erwähnt und die Vergangenheit bzw. Entstehungsgeschichte angedeutet. Auch über Juri und Lynns Eltern hätte ich gerne viel mehr erfahren. Doch das geschah nicht wirklich. Lynns Trauma in Bezug auf ihre wahre Herkunft und ihre widersprüchlichen Empfindungen wurden hingegen ganz gut beschrieben.

Die Ereignisse waren etwas fade, dennoch ließen sich die Kapitel äußerst schnell lesen. Mein größtes und schönes Highlight, sowie das Beste an der Geschichte sind für mich die Sternenbegleiter. Im Buch ist eine schöne Zeichnung von Tia zu finden. Über die Sternenbegleiter erfuhr ich einiges, genauso wie über einige Fähigkeiten der Mondbewohner.

Im letzten Drittel der Geschichte kam endlich etwas Spannung auf, die vorher nicht wirklich kommen wollte. Ich wusste zwar was passieren wird und wer der wahre Täter ist, doch war es aufregend erzählt. Am Ende hatte ich sogar einige wenige Tränen in den Augen wegen Juri. Den zweiten Teil möchte ich jedoch nicht lesen.

Mein Fazit:

Die Geschichte der Mondprinzessin begeisterte mich durch den Klappentext, konnte meine Erwartungen allerdings nicht erfüllen. Der Verlauf ist ziemlich rasant, wodurch es an Tiefe fehlte und die Protagonisten oberflächlich blieben. Die Grundidee ist zauberhaft, wurde jedoch nicht wirklich ausgearbeitet. Meine Highlightszenen waren jene mit den Sternenbegleitern. Spannung entstand erst im letzten Drittel des Buches. Die Liebesgefühle kamen mir zu abrupt auf, dennoch glaubte ich den Gefühlen der Beiden. Das Buch endet mit einer traurigen Szene, die mir trotz aller Vorhersehbarkeit die Tränen in die Augen trieb. Die jeweiligen kurzen Gedichte vor jedem der 33 Kapitel waren für mich unnötig. Wunderschön fand ich Tias Bild und das traumhaftschöne Cover.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 3 von 5.

Das Buch stammt aus meinem eigenen Besitz (selbst gekauft) und wurde von mir nach dem Lesen freiwillig rezensiert.


Ich habe das Buch als Buddy-Read gemeinsam mit Mandy vom Blog »Calipa« gelesen und danke ihr hier an dieser Stelle nochmal für die vielen wundervollen Gespräche. Ich hatte großen Spaß dabei und genoss unseren Austausch sehr. Ihre Rezension zum Buch findest du unter diesem externen Link auf ihrer Webseite.

3 Gedanken zu “Rezension zu Mondprinzessin von Ava Reed

  1. Pingback: Calipa » Archives Mondprinzessin von Ava Reed [Buchrezension] | Calipa

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