Rezension zu Vardari Teil 1: Eisenwolf von Siri Pettersen

© Cover: Arctis Verlag, Foto: Viktoria M. Keller

Eisenwolf ist ein düsteres und blutiges Buch, welches mit unglaublicher Spannung und einer bildgewaltigen, sowie vielfältigen Welt brilliert. Meine genaue Meinung findest du unten im Text.

Fakten zum Buch:
Titel: Vardari Teil 1: Eisenwolf
Autorin: Siri Pettersen
Verlag: Arctis Verlag
Erscheinungsdatum: 18. März 2021
Seitenanzahl: 541 Seiten
ISBN: 978-3038800422

Inhaltsangabe laut Amazon:
Juva ist eine Blutleserin, will es aber auf keinen Fall sein: Sie hat sich geschworen, niemals eine von jenen zu werden, die es aufgrund ihrer Fähigkeiten nur auf Macht und Geld abgesehen haben. Doch als ihre Familie von den Vardari bedroht wird, den Unheimlichen, niemals Alternden, wird Juva in die Jagd nach dem Erbe der Blutleserinnen verwickelt: ein dunkles Geheimnis, das einst die Welt verändert hat und es möglicherweise wieder tun wird. Doch Juva hat ihr eigenes Trauma zu bewältigen, denn sie hat den Teufel gesehen …

(Quelle: amazon.de, Datum: 12. März 2021)

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover war der Grund, warum ich auf das Buch aufmerksam wurde. Die Gestaltung stach mir regelrecht ins Auge und als ich den Namen der Autorin darauf las, musste ich es lesen. Die Motivwahl passt mehr als gut zum Inhalt und zeigt gleichzeitig, dass die Stimmung im Buch düster ist. Beim gedruckten Buch ist auf den Zähnen und auf dem Blut eine Lackschicht wodurch beides glänzt.

Meine Meinung zum Inhalt:

Mit dem Klappentext im Hinterkopf begann ich voller Neugier den Eisenwolf zu lesen. Siri Pettersons Schreib- und Erzählstil begannen mich schon bald zu fesseln. Ihre Art zu schreiben ist einnehmend und ließ das Gelesene als Bilder in meinen Gedanken entstehen. Wenn ich nicht lesen konnte, dachte ich über Juva und ihre Erlebnisse nach. Die Geschichte begann mich regelrecht zu verfolgen und ich überlegte, wie es wohl weitergehen wird. Aufgrund dessen habe ich in jeder freien Minute im Buch gelesen, um schnell voran zu kommen.

Je weiter ich kam, umso faszinierter war ich von der Welt der Autorin. Durch die vielen Informationen, die sie geschickt verwob, erschuf sie nach und nach eine düstere Stadt mit einem Land, dass voller Gefahren ist. In perfekt dosierter Form baute sie die Beschreibungen in den Verlauf ein, weshalb ich nicht genug bekommen konnte. Ich wollte immer mehr erfahren und tat dies auch mit jedem Kapitel. Mit Raffinesse und einer bedachten Vorgehensweise verflocht die Autorin jedes noch so kleine Element so gewandt, dass ich mich in ihrer Welt verlor – in positivem Sinne! Die Erzählungen und Geschehnisse sind oft sehr düster, blutig und boshaft. So manche Szene ist nichts für Zartbesaitete und Morde geschehen. Das Blut und die Wölfe sind ein stetiger Begleiter, da sie zu den Grundelementen gehören.

Die Hauptprotagonistin Juva ist eine vielseitige Figur. Anfangs konnte ich sie schwer einschätzen. Doch mit der Zeit wusste ich, woran ich war und begann sie zu verstehen. Ich merkte schnell, dass in ihr wesentlich mehr steckt, als sie selbst weiß. Rugen konnte ich von Anfang an nicht leiden, da er eine Art hat, die nichts für mich ist. Nafraim ist hingegen komplex. Seine Vardari sind undurchsichtig und seltsam. Lange Zeit war ich mir nicht sicher, auf welcher Seite er steht. Bei Juvas Familie hatte ich große Probleme mit Solde, aber auch ihre Mutter Lagalune war eigen. Zu meinen liebsten Figuren gehören neben Juva Broddmar, Ester und Kefla. Die Seidagilde war für mich zuerst nicht klar, doch das schien beabsichtigt, weil Juva all die wichtigen Dinge selbst über sie herausfinden musste. Natürlich gab es noch viele weitere Protagonisten, welche kleine und größere Rollen spielten. Zu meiner Überraschung habe ich niemals einen/eine von ihnen verwechselt. Irgendwann kam ein Protagonist ins Spiel, der widersprüchliche Gefühle in mir auslöste. Konnte man ihm vertrauen? Oder war er hinterlistig? Ich war mir bis zuletzt nicht sicher. Jedenfalls forderten seine Kapitel meine vollständige Aufmerksamkeit und ich nahm nichts anderes um mich herum wahr.

Das Verhalten und die Fähigkeiten der Blutleserinnen faszinierten mich, obwohl ich durch Juva schnell herausfand, was Wahrheit oder Lüge war. Mit den Kapiteln offenbarte sich, dass weit mehr dahintersteckte, als ich auch nur annähernd geahnt hatte. Überhaupt merkte ich mit der Zeit, dass im Hintergrund immer mehr wichtige Fäden zusammengezogen wurden. Mit Staunen und Grauen erlebte ich, was Juva noch so ertragen musste. Zeitgleich begann sich ihr Plan immer mehr zu manifestieren und zu verwirklichen. Gebannt las ich weiter und die Spannung stieg noch mehr an. War das überhaupt noch möglich? Ja! Bis ich schlussendlich beim letzten Kapitel ankam, verging die Lesezeit wie im Flug.

Ich weiß nicht, ob ich erleichtert bin, wie die Geschichte ausging. Jedenfalls ist mir klar, dass auf Juva und die Blutleserinnen noch so einiges zukommen wird, das sie weiterhin in Lebensgefahr bringen wird. Meine Erwartungen an den nächsten Band sind hoch und ich hoffe, dass die Autorin das Niveau halten wird. Bedenken habe ich dabei keine.

Mein Fazit:

Der Auftakt der Vardari-Reihe ist mit Eisenwolf von solch starker Aussagekraft und Spannung, dass ich es schnellstmöglich las. Das Buch fesselte mich mit der Welt und den gewählten Themen. Es verfolgte mich sogar in meinen Gedanken, wenn ich nicht lesen konnte. Die Geschichte ist blutig, düster und grausam. Zeitgleich wohnt ihr eine unglaubliche Tiefe und eine ausführlich aufgebaute Welt inne, die gekonnt und in perfekter Weise in die Erzählungen eingewoben sind. Je weiter ich las, umso faszinierter und gefesselter war ich von sämtlichen Geschehnissen und Elementen. Teilweise litt ich sehr mit Juva und war von ihrem Mut begeistert. Der Verlauf ist immer spannend und ließ mich das Buch innerhalb weniger Tage lesen. Ich muss hier eine absolute Leseempfehlung aussprechen!

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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