Rezension zu Avatar-Reihe Band 3: Ganymed, Gone – Wer stiehlt schon einen Mond? von Ivan Ertlov

© Cover: Ivan Ertlov, Foto: Viktoria M. Keller

Der dritte Band las sich richtig schnell, denn kaum hatte ich begonnen, schon waren die knapp 300 Seiten vorbei. Warum ich ihn so schnell gelesen habe, erfährst du unten im Text.

Fakten zum Buch:
Titel: Ganymed, Gone – Wer stiehlt schon einen Mond?
Autor: Ivan Ertlov
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2019
Seitenanzahl: 298 Seiten
ISBN: 978-1696145176

Inhaltsangabe laut Amazon:
Das dritte Abenteuer der Avatar feat. Fredderick von Schwein!
Wer stiehlt schon einen Mond?
Das fragt sich nicht nur die Crew der Avatar, sondern die gesamte Menschheit: Denn Ganymed ist verschwunden. Mitsamt mehr als fünfhundert Bergbauexperten und wertvollen Rohstoffen. Dieses einzigartige Ereignis wirbelt ordentlich Staub auf: Zum einen kosmischen, da die anderen Jupitermonde gravitationstechnisch aus dem Gleichgewicht geraten. Zum anderen politischen, da Verschwörungstheorien laut und Schuldige gesucht werden. Schon bald ist klar, dass keine menschliche Fraktion die Mittel zu solch einem Coup hat. Laut erschreckender Anzeichen könnten Mars und Erde als Nächste folgen. Zum ersten Mal seit langer Zeit zieht die Menschheit an einem Strang: Eine interplanetare Task Force sucht Freiwillige, die der Sache WIRKLICH auf den Grund gehen. Aber ganz im Ernst – wer wäre schon dämlich genug? Die Crew der Avatar natürlich! Und so wagen sich Alice Winston und John Harris in Systeme vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat … … oder vielleicht doch?
Nach „Mutation“ und „Todessprung“ folgt mit „Ganymed, Gone“ nun der dritte Streich: Rasante Action trifft markige Dialoge trifft augenzwinkernd servierte Gesellschaftskritik. Dabei kommen weder epische Raumschlachten noch philosophische Fragen zu kurz. Der Humor schon gar nicht …

(Quelle: amazon.de, Datum: 24. März 2021)

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover wirkt auf mich etwas eigen. Ich bin mir nicht sicher, was der Kreis in der Mitte sein soll. Lediglich eine Vermutung ist vorhanden. Trotzdem hat es mit seiner Schlichtheit etwas für sich.

Meine Meinung zum Inhalt:

Ich wollte eigentlich nur kurz in den dritten Band lesen und mich dann wieder meinen ursprünglichen Currently-Reading zu wenden. Doch ehe ich es mich versah, hatte ich schon 100 Seiten gelesen und konnte mich nicht mehr davon loseisen. Es geht mir bei fast allen Büchern von Ivan Ertlov so, dass ich die Bücher sehr schnell lese. Bei diesem hat sich das nochmal gesteigert. Mir gefällt die lockere, offene und vor allem humorvolle Art des Autors seine Geschichten zu schreiben.

Schon die ersten paar Seiten fesselten meine Aufmerksamkeit vollständig, weil sie das Verschwinden von Ganymed festhielten. Danach kehrte ich zu Harris in einer etwas seltsamen Situation zurück. Schnell klärte sich die Szene und auch meine Gedanken erkannten, was hier gerade stattfand. Alsbald wurde die Avatar zu ihrer nächsten Mission geschickt oder eher berufen. Die Mission um den Verbleib von Ganymed fand ich sehr spannend. Zuerst ist es noch ruhig und alte Wegbegleiter aus Band 2 sind dabei. Eine davon wirkte seltsam handzahm 😉 . Nach einem kurzen sehr aufreibenden und starken Kampf und einer kleinen aufschlussreichen Wendung startet der eigentliche Weg zur Rätsels Lösung.

Die Technik erinnerte mich an Star Gate. Die Verwendung dessen für den weiteren Verlauf fand ich sehr gut umgesetzt. Es entstand ein gutes Maß an Spannung. Wenig später wird die Crew der Avatar getäuscht und ich mit ihnen. Ich ließ mich von den gestreuten Informationen in die Irre führen, obwohl mir das Ganze schon seltsam vorkam. Irgendwas schien nicht zu stimmen. Das Grundthema mit dem Gesellschaftskonflikt und die anderen verflochtenen Themen sind ernst. Im selben Moment sie sie aussagekräftig mit dem Geschehen verwoben und schaffen es zu polarisieren.

Des Weiteren sorgt der Autor für sehr viel Spannung zum Mitfiebern. Der große Showdown verlief ganz anders, als ich erwartet hatte. Zu einfach? Oder genial gelöst? Davon musst du dich selbst überzeugen. Zumindest konnte ich am Ende einige Male schmunzeln. Harris bleibt eben Harris. Zudem sind mir Tosh und Atun sympathisch. Die Spezies ist erschreckender Weise gar nicht so anders, wie die Menschen …

Die Kampfszenen waren in typischer Ertlov-Manier wieder bildhaft und lebendig. Obwohl ich mich immer frage, ob ein Raumschiff sowas wirklich könnte. Fredderick kann offenbar weit mehr, als ich ihm zugetraut habe. Zuletzt möchte ich mich noch über den melancholischen Epilog äußern. Hier sieht man die andere Seite von Alice. Zu gerne hätte ich erfahren, was Harris noch gesagt hat. Beide verändern sich durch diese Reise und verschieben ihren Fokus auf neue Dinge.

Mein Fazit:

Der dritte Band der Avatar-Reihe gehört für mich zu den Besten bisher. Ich las ihn doppelt so schnell wie seine Vorgänger und tauchte immer tiefer ein. Der Stil ist weiterhin humorvoll, flüssig und locker. Das Geschehen wir ernster und läuft auf eine noch viel schlimmere Gefahr hinaus. Die Entdeckung so viele Jahre entfernt verändert Alice, Harris und ihre Begleiter. Die Handlung birgt einen Gesellschaftskonflikt, der gelöst werden muss, damit Ganymed gerettet werden kann. Doch wie weit ist die Crew der Avatar bereit zu gehen? Wird sie die Grenzen überschreiten? Das muss du im Buch selbst herausfinden. Ich selbst wurde zuerst an der Nase herumgeführt und traf auf eine actionreiche Wendung mit beeindruckenden Kämpfen und einer enorm wichtigen Schüsselidee. Auf den letzten Seiten konnte ich zum Abschied ein wenig schmunzeln.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Mutation – Alte Freunde und profitable Kriege
Band 2: Todessprung – Reiche Mentoren auf fernen Welten
Band 3: Hier
Band 4: Showdown Beijing – Quō vādis, Korechina?
Band 5: Kriegerehre – Der letzte Flug der Avatar
Band 6: Andromeda oder Tod – Echo der Avatar

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