Rezension zu Avatar-Reihe Band 2: Todessprung – Reiche Mentoren auf fernen Welten von Ivan Ertlov

© Ivan Ertlov

Der zweite Band beginnt ziemlich heftig mitten im Geschehen und setzt die Geschichte danach im typischen Ertlov-Stil fort. Mehr über meine Meinung schreibe ich unten im Text.

Fakten zum Buch:
Titel: Todessprung – Reiche Mentoren auf fernen Welten
Autor: Ivan Ertlov
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 23. Juli 2019
Seitenanzahl: 393 Seiten
ISBN: 978-1082151415

Inhaltsangabe laut Amazon:
Das Abenteuer geht weiter – John Harris und Alice Winston sind zurück!
Für einen kurzen Zeitraum haben die Haudegen der Avatar richtig Schwein – immerhin dürfen sie Fredderick, den Ratsassistenten des venusianischen Kollektivs zu einer Ansprache vor den Vereinten Nationen kutschieren. Nicht ganz uneigennützig, denn der hochintelligente Vierbeiner bringt eine experimentelle Technologie an Bord – eine Technologie, die ihnen hilft, einen ganz besonderen Auftrag zu erfüllen. Doch als das Wichtigste erledigt scheint, holt die beiden Veteranen ihre militärische Vergangenheit ein: Johns ehemaliger Vorgesetzter, Admiral Ross, und der britische König höchstpersönlich reaktivieren die beiden Veteranen – und schicken sie auf eine Undercover Mission, die nur auf den ersten Blick harmlos erscheint. Denn hinter einer seltsamen Anhäufung dubioser Geschäftspraktiken verbirgt sich ein Geheimnis, das nicht nur dem britischen Schatzkanzler Kopfzerbrechen bereitet. Mit Spürsinn und Feuerkraft alleine wird das ungleiche Duo diesmal nicht auskommen – und so muss eine alte, eigentlich sehr junge Bekannte um Hilfe gebeten werden…

(Quelle: amazon.de, Datum: 21. März 2021)

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover ist mit den Motiven sehr einfach gehalten. Es ist ein Raumschiff zu sehen, welches auf eine Art von Trichter zu fliegt. Ich denke, das soll eine Szene aus der Geschichte darstellen.

Meine Meinung zum Inhalt:

Der zweite Band hat mich mit seinem ernsten und sehr heftigen ersten Kapitel überrascht. Ich hatte nicht mit so einer Szene gerechnet und war dementsprechend gefesselt. Das Ende des Kapitels brachte eine kleine starke Wendung. Danach geht es schon bald im klassischen, humorvollen Stil des Autors weiter. Harris und Alice sind in alter Form und mit all ihren Facetten zurück. Manchmal war ich mir nicht sicher, was ich von dem lüsternen Verhalten der Beiden denken soll. Machte sie das sexistisch? Seltsamerweise jedenfalls nicht unsympathisch.

Die Geschichte ließ sich trotz der knapp 400 schnell und locker lesen. Mir kam sie kürzer vor, weil ich so flink durch die Kapitel kam. Das Geschehen schreitet offen, unverblümt und mit einer wirklich großen Portion Humor voran. In jedem Abschnitt ist Letzterer ständig zu finden. So konnte ich Harris und Alice nicht immer erst nehmen. So manche Dinge sind übertrieben dargestellt. Ich hatte erneut den Eindruck, dass der Autor dies mit Absicht tat. Eingeflochten hat er es sehr gut in den Ablauf.

Es kam in diesem Band zu einigen seltsamen Begegnungen und Szenen, die ungewöhnlich sind. Außerdem scheinen Harris und Alice ständig miteinander in die Kiste zu wollen. Zum Glück musste ich keine solcher Szenen lesen, da es nur angedeutet wurde und ich solche Szenen in einem Sci-Fi Roman nicht mag. (Da kann ich ja gleich eine Romanze lesen…) Trotzdem gelang es dem Autor durchklingen zu lassen, wie die Beiden zueinanderstehen und was sie verbindet. Sie beherrschen ihre Fähigkeiten zude mit Bravour. Alice ist mir in manchen Dingen zu perfekt. Harris mag ich mit seinen Fehlern sehr. Fredderick musste ich immer mit einem Schmunzeln nehmen. Mit Mutambaras Verhalten hat der Autor ein wenig zu viel in die Geschichte gebracht. Ich bin nicht prüde und es machte mir nichts aus, doch hätte ein bisschen weniger auch gereicht.

Manchmal nehmen sich die Protagonisten selbst aufs Korn oder es gibt Anspielungen auf den Autor. Die neue Mission führte die Crew schließlich ganz woanders hin, als sie gedacht hatte. Die Idee hat mir gefallen, da ich nichts davon geahnt hatte. Lediglich, dass etwas nicht stimmt war mir klar. Die Suche hat mich mit ihren Fährten gut an der Nase herumgeführt. Die letzten Kapitel, ab jenem Zeitpunkt, als die Crew Verstärkung bekam, haben mir am besten gefallen. Die Technik ist cool und bietet so einige aufregende Möglichkeiten.

Es gab einige starke Szenen im Weltraum mit schnell aufeinander folgenden Ereignissen, die mich zum Mitfiebern brachten. Dabei wurde mit einem Schlag und einem kleinen Schüsselmomente die grausame Wahrheit offenbart. Die letzten Kapitel las ich deshalb mit viel Neugier, weil ich erfahren wollte, wie sie nun alle retten wollen. Gebannt las ich Seite um Seite bis ich an dem Ende des Buches angelangt war. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Einzig beim letzten Kapitel fragte ich mich warum so unterschiedlich honoriert wurde.

Die längste Zeit wusste ich nach dem Beenden nicht, wie ich das Erlebte einordnen soll. Deshalb fiel es mir auch sehr schwer diese Rezension zu verfassen und ich musste mehrere Tage verstreichen lassen.

Mein Fazit:

Der zweite Band der Avatar-Reihe ist mit seinen vielen aufregenden Szenen sehr spannend und flüssig zu lesen. Harris und Alice sind zwei sehr eigene Protagonisten, die teilweise schon etwas „triebgesteuert“ sind. Doch dann überzeugen sie wiederum mit ihren Fähigkeiten, dem Mut und ihrem Teamgeist. Manche Szenen sind übertrieben dargestellt und polarisieren im selben Moment. Die Suche hatte so ihre Schwierigkeiten und führte auf allerlei Fährten. Wohin das Ganze schlussendlich hinauslief, hat mich mit den wahren Gründen ziemlich überrascht. Ich fand die Ideen sehr gut und fieberte in den letzten Kapiteln besonders stark mit.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 4 von 5.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Mutation – Alte Freunde und profitable Kriege
Band 2: Hier
Band 3: Ganymed, Gone – Wer stiehlt schon einen Mond?
Band 4: Showdown Beijing – Quō vādis, Korechina?
Band 5: Kriegerehre – Der letzte Flug der Avatar
Band 6: Andromeda oder Tod – Echo der Avatar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s