Rezension zu Goliath Chronik Band 2: Brennende Kolonie – Kampf um den Mars von Ivan Ertlov

© Cover: Ivan Ertlov, Foto: Viktoria M. Keller

Im zweiten Band fand ich eine aufregende Geschichte mit guter Erzähldynamtik und einem stimmig aufgelösten Showdown. Meine Meinung dazu kannst du unten im Text lesen.

Fakten zum Buch:
Titel: Goliath Chronik 2: Brennende Kolonie – Kampf um den Mars
Autor: Ivan Ertlov
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum Tb: 30. August 2020
Seitenanzahl: 342 Seiten
ISBN: 979-8680718506

Inhaltsangabe laut Amazon:
Eine beinahe ausgelöschte Menschheit, in nicht allzuferner Zukunft. Ein letzter Außenposten auf dem Mars, von einer unbekannten Macht belagert. Wer überlebt – und zu welchem Preis?
Mehr als sechzig Jahre sind vergangen, seit die Erde dem Asteroiden PW-78 „Goliath“ zum Opfer fiel. Die Menschheit ist ausgelöscht – zumindest auf ihrem Heimatplaneten. Riesige Generationenschiffe, die letzte Hoffnung unserer Spezies, sind unterwegs zu neuen Welten. Aber auf dem Mars brennt noch ein letztes Licht der Zivilisation. Gegen jede Wahrscheinlichkeit, abgeschottet von der Außenwelt, hat die „himmlische Wolkenstadt“, überlebt. Als die chinesische Basis von Unbekannten angegriffen wird, droht diese letzte Bastion der Menschheit zu fallen. Verzweifelt und ohne große Hoffnung werden Funksprüche in alle Richtungen abgesetzt, die Kolonie fleht um Hilfe. Und diese kommt tatsächlich, in Form von Commodore Alessia Okoye. Ein lebendes Artefakt, gestählt in der einstigen Raumflotte der Afrikanischen Union. Eine Eliteoffizierin, die ein dunkles Geheimnis in sich trägt. Aber nicht so dunkel wie jenes der Kolonie selbst…
Nach „Generation 23“ folgt nun der zweite Space-Thriller in der postapokalyptischen Welt des „Goliath“ Szenarios. Spannende Crime, packender Thrill, serviert auf erstklassiger Science-Fiction – ernsthaft und garantiert ohne sprechende Schweine. Achtung: Obwohl dies eine eigenständige, abgeschlossene Geschichte ist, spielt sie im selben Setting wie „Generation 23 – Geheiligt sei der Edlen Name“ und enthält Spoiler für diesen Roman. Falls Sie „Generation 23“ lesen wollen, sollten Sie dies VOR „Brennende Kolonie“ tun.

(Quelle: amazon.de, Datum: 11. Februar 2021)

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover von Band 2 sieht mit der Frau als Hauptmotiv richtig gut aus. Im Hintergrund ist zu sehen, dass sie sich in einem Raumschiff auf der Reise durch das Weltall befindet. Besonders gut gefällt mir das farbliche Zusammenspiel mit der gesamten Gestaltung.

Meine Meinung zum Inhalt:

Nachdem mich „Generation 23“ so sehr begeistert hat, wollte ich unbedingt den zweiten Band lesen. Betonen möchte ich nochmals, dass man zuerst unbedingt Band 1 lesen sollte, auch wenn Band 2 zeitlich davor spielt. Sonst wird man massiv gespoilert! Den Klappentext hatte ich nicht gelesen, damit ich mich unvoreingenommen auf das Geschehen einlassen konnte. Ivan Ertlovs Schreibstil trug mich erneut locker und flüssig durch das Geschehen. Während dem Lesen entstand eine gute Dynamik, die für Spannung sorgte.

Der Anfang der Geschichte überraschte mit einem Kapitel, dass mich ein wenig verwirrte. Erst später begriff ich, in welchem Zusammenhang das steht. Ebenso startete das zweite Kapitel anders als ich erwartet hatte. Daraus entwickelte sich ein guter, noch etwas ruhiger Beginn. Mit der Zeit stieg die Spannung an. Richtig neugierig wurde ich auf der Insel. Dort taucht eine Person auf, die mein Interesse weckte. Die Begegnung war alles andere als einfach. Schon bald startet die Reise zum Mars.

Der Mars hielt ganz schön viele Überraschungen für mich bereit. Ich traf dort auf Dinge, die einen tollen Plot in einer postapokalyptischen Welt versprachen. Was dort alles passiert, wurde vom Autor sehr bildhaft beschrieben. Mit Leichtigkeit konnte ich mir vorstellen, was vor sich geht. Das Rätsel um die mysteriösen Angreifer beschäftigte mich ebenso wie die Protagonisten. Die Machthaber der Kolonie sofort nicht geheuer, irgendwas schien nicht mit ihnen zu stimmen. Lin überzeugte mich mit ihrer Art, da sie pure Aufrichtigkeit in sich trägt. Gerührt hat mich eine Szene mit Alessia und einem kleinen Mädchen. Das Team von Alessia wirkte die erste Zeit etwas eigen zusammengestellt, passte jedoch dann ganz gut. Fähnrich Bright ist meiner Meinung nach der Coolste. Alessia selbst wirkt am Anfang verschlossen. Doch mit der Zeit lernte ich sie und ihre Gedankengänge kennen. Dadurch fiel es mir leichter sie einzuschätzen.

Neben dem gewissenhaft ausgearbeiteten Science-Fiction Setting mit postapokalyptischen und dystopischen Elementen gibt es „sonderbare“ Fähigkeiten. Sie fügen sich stimmig ins Geschehen ein. Zu vergessen ist natürlich nicht die fremde Macht, die hinter den Angriffen steckt. Die ersten Theorien empfand ich als unpassend und die Schlussfolgerungen konnten doch nicht darauf hinauslaufen? Mir war die ganze Zeit klar, dass wir irgendwie etwas übersehen. Doch nur was? Mit dem was dann offenbart wurde, hatte ich nicht gerechnet. Etwas Düsteres und eine dunkle Vergangheit, doch nicht damit. Ivan Ertlov ist es gelungen, mich vollkommen zu überraschen. Aufgrund jener Erkenntnisse und Ereignisse entwickelte sich ein Finale, das nochmal für einen Spannungsschub sorgte. Ich konnte meine Augen nicht mehr von den Zeilen nehmen und fieberte ein letztes Mal mit.

Komplett kommt dieses Buch nicht an „Generation 23“ heran. Doch hat es mich genauso gefesselt und bot mir dabei viel Lesespaß mit richtig guter Unterhaltung. Nach der Geschichte sind einige Leseproben zu finden.

Mein Fazit:

„Brennende Kolonie“ bietet eine ereignisreiche Geschichte in einer postapokalyptischen Welt mit starkem Setting. Ivan Ertlov schuf Hintergründe, Spannung, viel Geschehen und kraftvolle Momente. Seine Grundidee hat mich vollkommen überzeugt, obwohl das Buch nicht ganz an Band 1 herankommt. Mit Alessa, Lin, Sherman, Bright und den anderen Protagonisten gibt es verschiedene Persönlichkeiten. Die Geschichte selbst ist herrlich spannend erzählt. Es hat mir Spaß gemacht, zu überlegen, wer und was hinter den Angriffen steckt. Was dabei dann jedoch herauskam, hat mich komplett überrascht. Das Finale ist actionreich und emotional. Damit bildete es einen guten Abschluss für dieses Buch.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Generation 23: Geheiligt sei der Edlen Name
Band 2: Hier

© Cover: Ivan Ertlov, Foto: Viktoria M. Keller

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