Rezension zu Onur-Zyklus Band 3: Allianz: Kampf um die Konklave von Ivan Ertlov

© Cover: Ivan Ertlov, Foto: Viktoria M. Keller

Der dritte Band war mit seiner spannenden Handlung, den bildhaften Raumschlachten sehr aufregend, gleichzeitig wurden weitere Elemente wie Politik und ein Kriminalfall damit verwoben. Was ich noch mochte erfährst du spoilerfrei unten im Text.

Fakten zum Buch:
Titel: Onur-Zyklus – Allianz: Kampf um die Konklave
Autor: Ivan Ertlov
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 2. Februar 2019
Seitenanzahl: 376 Seiten (Print)
ISBN: 978-1795558655

Inhaltsangabe laut Amazon:
Das Jahr 2026 neigt sich dem Ende zu. Während sich einige wenige Rechtsgelehrte immer noch streiten, wer denn damals nun eigentlich vor wem kapitulierte, sind die einstigen Feinde längst zu Waffenschwestern geworden. Die Allianz aus Menschen und Onura schickt eine in höchster Eile aufgestellte Entsatzflotte Richtung Onur, wo die Heimatwelt der Hegemonie, ja die Konklave selbst kurz vor dem Fall steht. Teskha selbst führt diese interstellare Karawane der Verdammten an, und ihre Chancen scheinen gering. Doch die junge Karriereoffizierin hat noch einen Trumpf im Ärmel… Unterdessen muss sich Tan-Onura, gütige Matriarchin und Herrscherin über das Sonnensystem der guten alten Erde, mit anderen Problemen herumschlagen: Nicht nur ist sie inzwischen Großmutter einer Onura-Mensch-Hybridin, nein, im Siedlerrat wird teilweise offen gegen ihre liberale und progressive Kolonialpolitik opponiert. Und 14000 Kilometer vom australischen Onurgebiet entfernt nimmt das Schicksal eines niederösterreichischen Provinzpolizisten eine unerwartete Wende, als er durch Zufall und seine Neugier in einen der größten Kriminalfälle der Geschichte stolpert. Mit potentiell interstellaren Folgen…

(Quelle: amazon.de, Datum: 17. Januar 2021)

Meine Meinung zum Cover:

Dieses Cover gefällt mir von allen fünf am besten. Es sticht mit den Farbkombinationen und der Motivwahl hervor. Die Farben wirken je nach Lichteinfall stärker. Das Motiv selbst ist aussagekräftig und stimmig ins Gesamtbild eingewoben.

Meine Meinung zum Inhalt:

Wie zuvor geahnt war der dritte Band äußerst spannend. In flüssigen und typischer Ertlov Manier ließ sich das Buch schnell lesen. Ich bin jedes Mal verwundert, wie schnell ich vorankomme. Der Autor schafft es eine aufregende Geschichte mit guten Plot-Elementen zu schreiben. Gleichzeitig lässt er andere Sachen wie Politik und gesellschaftliche Probleme stimmig in das Geschehen einfließen. Ich habe schnell festgestellt, dass der Autor gerne mal polarisiert oder Dinge auf die Spitze getrieben darstellt. Manchmal vielleicht mit einem Hauch zu viel. Es regt dennoch unbewusst zum Nachdenken an.

Meine Meinung über den Ablauf des Handlungsstranges auf der Erde ist ein wenig zweigeteilt. Einerseits fand ich das Geschehen total spannend, andererseits hätte manches ein bisschen schneller gehen können. Der eingebaute Kriminalfall war richtig gut, doch wusste man viel zu früh, wer dahintersteckt. Das nahm mir ein wenig den Lesespaß. So zogen sich die Kapitel trotz des auf merkwürdige Art und Weise sympathischen Ermittlers. Die Ereignisse auf der (hinterhältigen) Gegenseite war hingegen ausreichend spannend. Die Kapitel aus der Sicht der Tan-Onura mochte ich, obwohl mich der Ausgang bei ihr doch sehr erstaunt hat. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Tharrosch ist mein Lieblingsprotagonist, wobei Bauer auch was hat. Die Abschnitte mit niederösterreichischer Mundart ließen mich schmunzeln.

Viele Lichtjahre entfernt kämpfen Jan und Teshkha mitsamt ihrer Streitmacht noch immer gegen die Daregh. Hier war die Spannung allgegenwärtig. Ivan Ertlov beschrieb die Schlachten unglaublich bildhaft und mit starker Intensität. Es war sogar Zeit für Gefühle und Raum um nochmal kurz (sehr kurz) mit den Protagonisten durchzuatmen. Gerade die letzten Kapitel bei ihnen waren außerordentlich gut. Ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert und gebangt. Die ursprüngliche Wahrscheinlichkeitsberechnung für einen Sieg hat definitiv nicht gestimmt. 😉 Übrigens mag ich die All-Onura irgendwie nicht.

Mein Fazit:

Der dritte Band des Onur-Zyklus ist mit ausdrucksstarken Raumschlachten und einem guten Plot gespickt. Der Autor verwob mit der Story einen Kriminalfall, eine Verschwörung und gefährliche Taten im geheimen mit politischen und polarisieren Themen. Der Spagat ist ihm wunderbar gelungen, sodass ein Werk entstand, das sich sehr schnell und flüssig lesen ließ. Er stellt manche Dinge gerne auf die Spitze getrieben dar. Bis auf ein paar langwierige Abschnitte im Mittelteil hat mir das Buch absolut gefallen. Die niederösterreichische Mundart gab Momente zum Schmunzeln. Trotz der actionreichen Szenen achtete der Autor auch auf kurze gefühlvolle Momente mit Liebe und Zusammenhalt.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 4 von 5.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Kolonie – Im Schatten der Matriarchin
Band 2: Aufstand – Teshkhas Gambit
Band 3: Hier
Band 4: Elysium – Jenseits von Onur
Band 5: Götterdämmerung – Onurs Erben

© Cover: Ivan Ertlov, Foto: Viktoria M. Keller

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