Rezension zu Onur-Zyklus Band 2: Aufstand – Teshkhas Gambit von Ivan Ertlov

© Cover: Ivan Ertlov, Foto: Viktoria M. Keller

Der zweite Band erzählt von einem Aufstand, bei dem nochmal alles gegeben wird, was möglich ist. Mensch gegen Onur, wer gewinnt? Meine Meinung findest unten spoilerfrei im Text.

Fakten zum Buch:
Titel: Onur-Zyklus – Aufstand – Teshkhas Gambit
Autor: Ivan Ertlov
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 16. Dezember 2017
Seitenanzahl: 318 Seiten
ISBN: 978-1973563983

Inhaltsangabe laut Amazon:
Die Erde, 2022: Vier Jahre nach dem katastrophalen Ausgang der Onur-Invasion ist der Wiederaufbau in vollem Gange. Die meisten vom finalen Atomschlag verwüsteten Gegenden sind dekontaminiert. Hunger, Krankheiten und Reality TV wurden inzwischen beinahe ausgerottet – dank der Onur, denen sich fast alle Länder der Erde geschlossen unterwarfen. Der Planet gedeiht unter dem gütigen Diktat der Matriarchin – doch noch gibt es Widerstand. Neben kleineren Rebellengruppen in entlegenen Bergregionen weltweit sind es vor allem zwei größere Gegner, die der neuen Flottenkommandantin Teshkha zu schaffen machen: Der sibirische Streifen unter dem Kommando des Bären, und die Alpenfestung, ein Zusammenschluss aus der ehemaligen Schweiz mit Teilen Italiens, Frankreichs und Österreichs. Der dortige „leitende Berater“ Jan Köhler liefert sich weiterhin ein taktisches wie strategisches Katz- und Mausspiel mit der Flottenkommandantin, die inzwischen seine psychologischen Tricks besser beherrscht als er selbst. Ohne einem Wunder ist der Widerstand zum Scheitern verurteilt – oder nur mehr eine schlimmstenfalls lästige Randnotiz für die neuen Herrscherinnen der Erde. Doch selbst die Matriarchin, oberste Instanz des gesamten Sonnensystems, ist nicht vor größeren und kleineren Problemen gefeit: Ihre Tochter genießt den Umgang mit Menschen viel zu sehr, ihr Lieblingsmännchen Tharrosch entpuppt sich als viel gewitzter und viel weniger demütig als angenommen und nun muss sie sich auch noch mit einer menschlichen Geisteskrankheit namens Xenophobie befassen…

(Quelle: amazon.de, Datum: 09. Januar 2021)

Meine Meinung zum Cover:

Ich fand das Cover von Band 2 auf Anhieb ansprechend. Das Motiv ist düster und zeigt einen Kriegsschauplatz mitsamt einem Manne und seiner Gasmaske. Die Wirkung ist trotz des dunklen Motives wie ein Eye-Catcher und zieht den Blick auf sich. Science-Fiction hätte ich dahinter allerdings nicht vermutet.

Meine Meinung zum Inhalt:

Ivan Ertlov hat auch den zweiten Band mit viel Spannung und nervenaufreibenden Kämpfen erzählt. Sein Stil ist bildhaft und ermöglicht einen tiefen Einblick in die Lager beider Seiten. Die Erzählsicht wechselt zwischen den verschiedenen Protagonisten hin und her, wodurch ich ein umfassendes Bild vom Geschehen bekam.

Betonen muss ich, dass es auch in diesem Band wieder enorm viele Kämpfe mit blutigem und tödlichem Ausgang gibt. Sie sind detailreich und gleichzeitig ausdrucksstark beschrieben. Für mich allerdings ein Ticken zu lange. Trotz den ganzen Schlachten ist es dem Autor gelungen, auch eine gefühlvolle Ebene mit kleinen Szenen zwischen den Protagonisten zu schaffen. Die Strategie im Hintergrund beider Parteien und das Kräfte messen von Jan Köhler und Teshkha haben mir sehr gut gefallen. Ich war sehr gespannt, wie die Beiden den Krieg beenden wollen. Die meisten Teile ihrer Pläne waren unvorhersehbar. Es machte mir Spaß zu vermuten wie sie handeln werden und was deshalb passieren wird.

Auch dieses Mal las ich viel aus der Sicht der Tan-Onura. Ich mochte vor allem die Kapitel mit ihrer Tochter und ihrem „Gefährten“ sehr. Irgendwann kam es zu einer guten Wendung, die sogar den Krieg auf der Erde veränderte. Gerechnet hat ich damit absolut nicht und musste über die Gewieftheit von Teshkha schmunzeln. Sie ist wahrlich eine geniale Strategin! Schlussendlich haben mich die letzten Kapitel am meisten begeistert, weil hier das Geschehen klar vorankam. Der Epilog verspricht einen spannenden dritten Band. Beim letzten Band müsste ich Lächeln. 😉 Nach dem Ende sind ein ausführliches Glossar und eine Leseprobe von „Mutation“ zu finden.

Mein Fazit:

Der zweite Band ist mit spannungsgeladenen Kämpfen auf der Erde zwischen Onur und Mensch gespickt. Sie sind blutig und detailreich beschrieben. Die strategischen Pläne beider Parteien sind geschickt in das Geschehen verwoben und steigern die Spannung, weil sie unvorhersehbar sind. Trotzdem achtete der Autor auch auf die Gefühlsregungen seiner Protagonisten. Die letzten Kapitel haben mir besonders gut gefallen, da hier endlich eine Entscheidung in Aussicht kam. Doch diese fiel mit Überraschungen anders aus, als erwartet. Jedenfalls freue ich mich auf den nächsten Band.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 4 von 5.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Kolonie – Im Schatten der Matriarchin
Band 2: Hier
Band 3: Allianz – Kampf um die Konklave
Band 4: Elysium – Jenseits von Onur
Band 5: Götterdämmerung – Onurs Erben

Die Bände 1 bis 5 des Onur-Zyklus © Cover: Ivan Ertlov, Foto: Viktoria M. Keller

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