Rezension zu [Hörbuch] Die Apokalypse ist nicht das Ende der Welt von Marie-Christin Spitznagel

©2018 Marie-Christine Spitznagel (P)2020 Hörbuchmanufaktur Berlin

Dieses Hörbuch gehört zu den Ungewöhnlichsten, die ich bisher gehört habe und brachte mich mehrmals zum Lachen. Warum? Das erzähle ich euch spoilerfrei unten im Text.

Fakten zum Hörbuch:
Titel: Die Apokalypse ist nicht das Ende der Welt
Autorin: Marie-Christin Spitznagel
SprecherInnen: Björn Harras, Cornelia Waibel, Florian Hoffmann, Irina Roknic, Juliane Hempel, Katja Sallay, Martha Kindermann, Max Hoffmann, Nadine Most, Nici Hope, Roman Shamov, Sebastian Seidel
Verlag: Hörbuchmanufaktur Berlin
Erscheinungsdatum: 17. Oktober 2020
Version: Ungekürzte Ausgabe
Laufzeit: 5 Stunden und 34 Minuten

Inhaltsangabe laut Amazon:
Die Apokalypse, das Ende der Welt und der endgültige Kampf „Gut gegen Böse“. Ausgerechnet das beschauliche Kassel in Nordhessen haben sich zwei Erzengel und eine Dämonin in außergewöhnlicher Kooperationsgemeinschaft dafür ausgesucht. Von hier entführen sie den Propheten Jürgen und vier wirklich ungewöhnliche Frauen in den Himmel, um ihnen die Offenbarung zu verkünden und als apokalyptische Reiter einzusetzen. Dass diese dabei dummerweise ihr Leben verlieren sollen, findet das Quartett überhaupt nicht prickelnd. Zusammen mit einer wahrsagenden Drag Queen und einem in diese verliebten Dämon schmieden sie einen Plan, um das drohende Ende der Welt aufzuhalten…

(Quelle: amazon.de, Datum: 17. Oktober 2020)

Meine Meinung zur Geschichte:

Allein wäre ich wohl nie auf dieses Hörbuch aufmerksam geworden und bin froh, dass Ines es mir gezeigt hat. Die Geschichte ist wirklich sehr ungewöhnlich und ist gleichzeitig absolut cool. Nach dem ersten Kapitel war ich noch etwas irritiert, dann begriff ich immer mehr, worum es ging und konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Ich muss nun gestehen, dass ich den Klappentext nicht kannte. Ich habe mich blind darauf eingelassen und auf Ines vertraut. Denn sie kennt meinen Hörbuchgeschmack wahnsinnig gut.

Die Geschichte wird aus der Sicht von 12 Personen erzählt. Da jede von einem anderen Sprecher oder einer Sprecherin gesprochen wurde, habe ich nichts verwechselt und konnte dem Geschehen mit Leichtigkeit folgen. Marie-Christin Spitznagels Schreibstil ist offen, direkt und stimmungsvoll. Richtig gut haben mir die schlagfertigen Dialoge gefallen. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich gelacht oder geschmunzelt habe.

Die Idee rund um eine mögliche Apokalypse, Engel, die des Friedens müde sind und Dämonen, die endlich den finalen Kampf wollen, wurde von der Autorin fantasievoll und lustig erzählt. Es gab allerdings auch ein sehr düsteres und grausiges Kapitel als die Dämonin ihren Standpunkt festigen wollte. Die Handlung schreitet schnell voran, schafft es dennoch Tiefe aufzubauen und eine Freundschaft entstehen zu lassen. Ich konnte nur zu einem Teil der Protagonisten eine Verbindung aufbauen, doch das war für die Geschichte kein Problem. Es fiel mir leicht, mich in das Geschehen hineinzuversetzen. Die Drag Queen und der Dämon mochte ich am liebsten. Diese Zwei habe ich richtig ins Herz geschlossen.

Schlussendlich kam der finale Plan des unfreiwilligen Teams und ein Ende, das mich fassungslos aufblicken ließ. Am liebsten hätte ich ja geflucht… Es ist so anders und ich hatte nicht im Geringsten geahnt, dass es so ausgehen könnte. Nicht nachdem ich so sehr mitfiebert und gebannt habe. Am Ende war ich trotzdem sowas von begeistert und hoffe, dass die Autorin noch weitere Bücher in dieser „Welt“ schreibt.

Meine Meinung zu den SprecherInnen:

Ich kannte vor diesem Hörbuch nur 4 der 12 Sprecher und Sprecherinnen. Auf diese Art habe sehr gute Neue kennengelernt, mit denen ich bestimmt weitere Hörbücher hören werde. Bekannt sind mir: Björn Harras (Gabriel), Martha Kindermann (Maya), Max Hoffmann (Jürgen) und Nadine Most (Karla). Unbekannt waren mir: Cornelia Weibel (Alexandra), Florian Hoffmann (Michael), Irina Roknic (Lilith), Juliane Hempel (die Hexe), Katja Szalai (Sofia), Nici Hope (Aurora), Roman Shamov (die Drag Queen) und Sebastian Seidel (Henning).

Ich mochte die Umsetzung der Rollen von jedem der SprecherInnen. Besonders hevorgestochen und zu neuen (bzw. alten) Lieblingen wurden für mich: Björn Harras, Florian Hoffmann, Martha Kindermann, Max Hoffmann und Roman Shamov.

Das Buch mit so vielen Sprechern umzusetzen, war eine grandiose Idee und ich feiere sie noch immer. So viel Spaß beim Hören eines Hörbuches hatte ich schon lange nicht mehr.

Mein Fazit:

Dieses Hörbuch ist spannend und bietet einiges für die Lachmuskeln. Gleichzeitig gibt es düstere und gefährliche Momente. Das Zusammenspiel von Schreibstil, Grundidee, Verlauf, Umsetzung und Sprecher bzw. Sprecherinnen ist famos gelungen. Ich hatte viel Spaß beim Hören und war begeistert, wie ausdrucksstark die Geschichte durch die verschiedenen SprecherInnen wurde. Die schlagfertigten Dialoge gehören zu meinen Highlights des gesamten Hörbuches. Das Ende war so unerwartet, dass ich erstmal ungläubig da saß. Hoffentlich schreibt die Autorin noch etwas aus dieser „Welt“. Ich möchte die Engel wiedererleben. 😉 Nun bleibt mir noch eines zu tun: Das Hörbuch wird hiermit zu einem Jahreshighlight von 2020 von mir gekürt.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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