Rezension zu Das Vermächtnis der Grimms Band 2: Spieglein, Spieglein an der Wand von Nicole Böhm

© Cover: Drachenmond Verlag, Foto: Viktoria M. Keller

Im zweiten Band der Dilogie steckt eine wundervolle Geschichte mit einer gewaltigen, fantasievollen Macht. Wie genau er mir gefallen hat, erfahrt ihr unten spoilerfrei im Text.

Fakten zum Buch:
Titel: Das Vermächtnis der Grimms – Spieglein, Spieglein an der Wand
Autorin: Nicole Böhm
Coverdesigner: Nicole Böhm & Alexander Kopainski
Verlag: Drachenmond Verlag
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2019
Seitenanzahl: 479 Seiten
ISBN: 978-3959918329

Inhaltsangabe laut Verlag:
Spieglein, Spieglein an der Wand
wer ist die Herrscherin in diesem Land?
Jene Frage beschäftigt nicht nur Kristin Collins, deren Leben völlig auf den Kopf gestellt wird, als sie das dunkle Geheimnis ihrer Existenz aufdeckt; auch die Wesen der Märchenwelt Abalion sind von de Verschiebungen der Mächte betroffen. Ash kämpft mit Moon gegen einen vermeintlich unüberwindbaren Gegner. Jorge sieht sich mit seiner Vergangenheit konfrontiert und auch Conrad gerät zwischen die Fronten. Nichts bleibt, wie es scheint. Das Gute vermischt sich mit dem Bösen, aus den Tiefen Abalions steigt der Grimm mächtiger und gefährlicher als je zuvor empor. Kristin und Ash müssen über dunkle Pfade wandeln und sich dem Fluch stellen, der sich auf Ashs Haut ausbreitet. Nur wenn sie zwischen den Zeilen lesen, können sie dem Geheimnis der Masali auf die Spur kommen. Ein Wettlauf um die Vorherrschaft in Abalion entbrennt und er macht nicht vor der realen Welt halt.

(Quelle: amazon.de, Datum: 06. Januar 2020)

Meine Meinung zum Cover:

Nicole Böhm und Alexander Kopainski haben auch beim zweiten Cover eine geniale Gemeinschaftsarbeit abgeliefert. Die Frau, der Drache und die Splitter – alles Elemente aus der Geschichte. Naja, den Drachen habe ich mir anders vorgestellt. 😉 Das Cover ist erneut eine herausragende Arbeit für mich, weil alle Motive gestalterisch perfekt aufeinander abgestimmt wurden. Genauso ist es mit der Farbgestaltung.

Meine Meinung zum Inhalt:

Dieses Mal hat es eine Weile gedauert, bis ich wieder in das Geschehen hinein gefunden habe. Danach ging es mit dem Lesen gut voran. Nicole Böhms Schreibstil ist immer noch bildhaft und sehr lebendig. Durch ihr Schreiben habe ich das Gefühl, direkt in ihre Geschichte einzutauchen.

Abalion ist eine unglaubliche Welt, die die Fantasie aus der es geschaffen wurde, in jeder Facette zeigt. Am liebsten hätte ich die Orte näher erkundet, da ich durch dieses Band die Welt und das Schaffen besser verstanden habe. Die Vernetzungen mit der realen Welt und den Masali waren sehr beeindruckend. Allerdings hatte ich diesmal mit den Verwandtschaftsverhältnissen und den geheimen Identitäten meine Probleme, bis sie endgültig aufgedeckt wurden. Lange Zeit habe ich wirklich gerätselt und nicht alles verstanden. Zum Glück löste ich das mit der Zeit und ich konnte nachvollziehen, wer mit wem zu tun hat. Am Ende war das sehr erstaunlich, weil die Verbindungen anders waren als zuvor gedacht.

Im Mittelteil hatte ich Probleme mit der Spannung. Es gab Szenen, die sich enorm in die Länge zogen. Das ist sehr schade, weil die Geschichte und die Ideen der Autorin einfallsreich und raffiniert waren. Sie hat eine starke Kraft in ihre Geschichte gebracht und hat das Talent mit den Worten zu „spielen“ und den Szenen damit eine neue Tiefe zu geben. Noch immer bin ich von dem kompletten Aufbau begeistert.

Die letzten 150 Seiten las ich beinahe in einem Rutsch. Ich war im Geschehen gefangen und musste erfahren wie es ausgeht. Casaju, Ash, Kris, Sebastian, Conrad, Marcel, Waylon … – einige von ihnen haben ganz neue Seiten von sich gezeigt und eine ganz andere Rolle in der Geschichte gespielt, als ich erwartet hatte. Die Magie von Isa, Ashs Fluch, Moon … – hinter all diesen Dingen stecken wundervolle Idee, die von Nicole Böhm eindrucksvoll in ihre Welt eingebaut wurden und so zu einem gewaltigen großen Ganzen wurden.

Die Auflösung am Ende war WOW. Mir fehlen tatsächlich die Worte, um meine Empfindungen zu beschreiben. Meine Augen klebten an den Zeilen und ich kam nicht mehr von der Geschichte los. Jedenfalls hat die Autorin ein bildgewaltiges, würdiges Ende geschrieben, in dem alle Fäden aufgelöst wurden. Das 50. Kapitel sorgte für einen runden Abschluss.

Besonders erwähnen möchte ich noch die authentischen Bilder, die sich manchmal zwischen den Seiten befanden und einige Protagonisten wie Ash, Kristin, Jorge usw. zeigten. Die Darstellung der Models hat ins Schwarze getroffen.

Mein Fazit:

Der zweite Teil der Dilogie hat mich erneut tief nach Abalion und an neue Orte gezogen. Abgesehen von ein paar langatmigen Stellen im Mittelteil hat mich die Geschichte erneut begeistert und mitfiebern lassen. Nicole Böhms Welt wurde mir bildhaft und lebendig nähergebracht. Sämtliche Fäden und Verbindungen wurden perfekt aufgelöst und mit einem atemberaubenden Finale gekrönt. Der Abschluss ist würdig und sehr gut gelungen. Ich werde Abalion eindeutig vermissen!

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
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Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
Band 2: Hier

© Cover: Drachenmond Verlag, Foto: Viktoria M. Keller

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