Rezension zu Bop-Saga Band 3: Warp-Life-Balance von André Nagerski

© André Nagerski

Noch immer frage ich mich, was ich da eigentlich für ein seltsames Buch gelesen habe. Es ist wirr, verrückt und ein völliges Durcheinander. Ich war mir lange nicht sicher, ob es Schrott oder genial ist … Im Text könnt ihr nachlesen, wie meine Meinung schlussendlich ausgefallen ist.

Fakten zum Buch:
Titel: Warp-Life-Balance – Band 3 der Bop-Saga
Autor: André Nagerski
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsdatum: 28. November 2019
Seitenanzahl: 149 Seiten
ISBN: 978-1712420102

Inhaltsangabe laut Amazon:
Endlich, endlich, endlich: das furiose Finale der Bop-Saga! Am Ende von Zeit, Raum und Verstand kommt es endgültig zum Showdown. Mit dem Auftrag, den Fortbestand des Universums zu sichern und gejagt von grässlichen Geistwesen aus fernen Dimensionen, jagen die Helden durch die Stadt der letzten Lichter – einem mythischen Ort, der unfassbarerweise … aber genug gespoilert, Freunde! Clevere Leser, die es lieben, die Geschehnisse in einem Buch auch nachvollziehen zu können, knöpfen sich sinnvollerweise vorher Teil I und II vor, aber natürlich ganz, wie ihr mögt. Yolo! Auf jeden Fall – versprochen! – wird es eine Fülle von unerwartete Wendungen und Entwicklungen geben, dass selbst der abgebrühteste Bop-Saga-Fan staunen wird! Also – eine Tüte Bopcorn geschnappt, und auf ins Vergnügen.

(Quelle: amazon.de, Datum: 18. Dezember 2019)

Meine Meinung zum Cover:

Nach dem Lesen des Buches habe ich den Eindruck, dass das Cover eine Szene aus der Geschichte darstellen soll. Zuvor war ich mir da nicht so sicher, weil es nicht so stimmig wirkte. Doch nun finde ich es ganz gut. Die Gestaltung passt zu dem Durcheinander in der Geschichte.

Meine Meinung zum Inhalt:

Wo bin ich da nur hineingeraten? Ich habe mich auf die Fortsetzung gefreut, weil Band 2 um Längen besser war, als Band 1. Doch was soll ich nun von diesem dritten und abschließenden Band halten? Es war nicht einfach Worte zu finden. Außerdem habe ich lange überlegt, wie ich es bewerten soll.

Der Beginn war vielversprechend, etwas seltsam, aber doch gut. Als sich heraus kristallisierte, wo sich die Helden nun befinden, habe ich schon das erste Mal den Kopf geschüttelt. Aber gut, es ist ja eine humorvolle Geschichte. Ich las weiter, um wenig später erneut den Kopf zu schütteln. Die Ideen waren okay, dennoch war ich irgendwie enttäuscht, weil ich mir mehr erwartet hatte. Der weitere Verlauf war dann nur noch mäßig spannend bis fad. Positiv war, dass es sich wenigstens durch den lockeren Schreibstil schnell lesen ließ. Dennoch wurde es immer abstruser und irgendwann nervig. Spaß, Humor, okay… mag ich total gern. Der Autor hat es damit allerdings komplett übertrieben! Die Spannung ging mehr und mehr verloren und ich sah ständig auf die Prozentanzeige, wie lange ich wohl noch durchhalten muss.

Viele Dialoge wirken hölzern, weil sie gezwungen lustig dargestellt wurden. Die Ereignisse, Elemente und Plottwists wirken vollkommen willkürlich zusammengeworfen. Als hätte der Autor sämtliche seiner Ideen in den Mixer geworfen. Der Autor nimmt sich selbst, die Charaktere und seine eigene Story immer wieder auf die Schippe. Gewollte Logiklücken, Schreibfehler, die auf lustig gemacht sind. Enorm verschachtelte Sätze, die man mehrmals lesen muss, um sie zu verstehen … In Band 2 war das noch richtig gut gemacht und ich musste mehrmals lachen. Doch hier ist es zu viel des Guten und es wirkte nur noch übertrieben. Sogar die Leser und Buchblogger werden auf die Schippe genommen – in netten Sinne, aber dennoch. Am nervigsten waren allerdings die plötzlichen „Werbung“ Abschnitte. Okay, damit spielt der Autor auf das Werbungstheater an, welches aktuell ist. Doch im Buch hat er es damit übertrieben. Ich habe diese Zeilen tatsächlich übersprungen. Irgendwann hatte ich nur noch das Gefühl, dass der Autor etwas braucht, um die Seiten zu füllen … 😦

Das Ganze macht mich wirklich traurig, weil der Autor ein Talent dazu hat, lustige und humorvolle Dialoge und Szenen zu schreiben. Doch wenn man es zu weit treibt, ist es irgendwann zu spät.

3 Sterne vergebe ich für das Cover, die gute Grundidee, den Schreibstil und die wenigen amüsierenden Elemente, die mich nicht genervt haben. Des Weiteren für die Anspielungen auf Dinge aus dem echten Leben, die mir wenigstens ein Schmunzeln entlockten. Mit Science-Fiction hat die Geschichte gar nichts mehr zu tun.

Mein Fazit:

Waren Band 1 und 2 noch richtig gut, hat mich der dritte Band massiv enttäuscht. Durch übertriebenen Humor und dadurch hölzern wirkende Dialoge ging mir der Spaß am Lesen schnell verloren. Die Geschichte war einfach nur noch wirr und nervig. Die Grundidee war ursprünglich so genial, doch die aufgesetzte Komik nahm dem Ganzen den Unterhaltungsspaß. Es gab nur noch wenige Momente, die mich zum Schmunzeln. Lachen konnte ich gar nicht mehr. Positiv waren somit für mich nur noch die Schmunzelmomente, das Cover, der Schreibstil und die Grundidee.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Roboter weinen heimlich
Band 2: Selfies vom Mond
Band 3: Hier

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