Rezension zu [Hörbücher] Die Todesbox – Todesfrist, Todesurteil, Todesmärchen, Todesreigen von Andreas Gruber

© Cover: der Hörverlag, Foto: Viktoria M. Keller

Zwei der Fälle dieser Hörbuchbox haben mich begeistert, die anderen Zwei enttäuschten mich hingegen. Was genau ich mochte und was ich nicht gut fand, erfahrt ihr unten im Text.

Fakten zur Hörbuchbox:
Titel: Die Todes-Box – Die ersten vier Fälle von Nemez und Sneijder
Autor: Andreas Gruber
Sprecher: Achim Buch
Verlag: der Hörverlag
Erscheinungsdatum: 19. August 2019
Version: Ungekürzte Lesung
Laufzeit: 49 Stunden 37 Minuten (5 mp3-CDs)
ISBN: 978-3844533064

Inhaltsangabe laut Verlag:
Die ersten vier Fälle von Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder in einer Box.
Mit der idealistischen BKA-Ermittlerin Sabine Nemez und dem misanthropischen niederländischen Profiler Maarten S. Sneijder hat Andreas Gruber eines der beliebtesten Ermittler-Duos in der deutschsprachigen Thriller-Szene geschaffen. Egal, ob grausame Serienmörder oder gefährliche Strukturen innerhalb des BKA: Die beiden lösen jeden Fall, sodass dem Hörer vor Spannung der Atem wegbleibt. In dieser Box finden sich die ersten vier Fälle des ungewöhnlichen Teams. Schlaflose Nächte garantiert!

(Quelle: amazon.de, Datum: 19. November 2019)

Meine Meinung zum Cover:

Die Cover der 4 Fälle wurden in einem coolen Thriller-Stil gestaltet. Die Atmosphäre ist bei allen düster und passt zur Geschichte. Die Motive wurden stimmig ausgewählt und farblich gut in Szene gesetzt.

Meine Meinung zu den Bänden:

© Cover: der Hörverlag, Foto: Viktoria M. Keller

Band 1: Todesfrist (Laufzeit: 12h 41min)
Schon der Beginn des ersten Bandes der Todesbox hat es absolut in sich. So war das erste Kapitel von einer Schock- und Angstatmosphäre durchdrungen. Da das Kapitel aus der Sicht des Opfers geschrieben ist, war es sehr heftig. Die Brutalität der Morde ist ebenso nicht gerade leicht zu verdauen. Begeistert hat mich im weiteren Verlauf der direkte und unverblümte Schreibstil des Autors. Die Zusammenhänge der verschiedenen Handlungsstränge waren mir zu Anfang noch schleierhaft. Doch mehr und mehr kristallisierte sich heraus, worauf das Ganze hinlaufen wird. Ich empfand die Motive als extrem brutal und musste mehr als einmal schlucken.

Die Aufklärung und die Spurensuche waren überaus spannend dargestellt. Sabine Nemez war mir schnell sympathisch. Bei Maarten Sneijder, pardon Maarten S. Sneijder brauchte ich deutlich länger bis ich mit ihm „warm“ wurde. Irgendwann konnte ich über sein Verhalten nur noch schmunzeln. Auf das Motiv des Täters und sein „Vorlage“ für die Morde, wäre ich so schnell nicht allein gekommen. Andreas Gruber hat die Verstrickungen der Geschichte wirklich meisterhaft verwoben und am Ende alles aufgelöst. Gerade die letzten Kapitel waren doppelt spannend, weil die Dinge sehr rasant geschahen und es nochmal in sich hatten. Das Hörbuch endete anders als erwartet.

© Cover: der Hörverlag, Foto: Viktoria M. Keller

Band 2: Todesurteil (Laufzeit: 15h 16min)
Der zweite Band hat mich enttäuscht. Es gibt zwei Handlungsstränge, die nicht im Geringsten etwas miteinander zu tun haben. Zumindest erschien es mir so. Spannung gab es lediglich beim Handlungsstrang der Staatsanwältin, obwohl er zeitweise wirklich unglaubwürdig war. Sie wurde kriminell, um an Beweise herauszukommen und wurde dann auch niemals erwischt. Der Handlungsstrang um Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder war unerwarteter Weise extrem langatmig. War er anfangs noch interessant, wurde er immer fader. Auch Sabine wird kriminell – sie bricht irgendwo ein, klaut etc. und wird dann auch nie erwischt.

Auf mich wirkte das Ganze unglaublich konstruiert. Wie realistisch ist es, dass zwei Menschen, die eigentlich auf der Seite des Gesetzes stehen, das alles machen? Irgendwann war ich auch nur genervt, weil die Story nicht voran kam. Die dargestellten Zusammenhänge der Kriminalfälle waren für mich genauso nicht schlüssig. Ich musste mich quälen weiterzuhören. Schlussendlich hielt ich es nicht mehr aus und brach das Hörbuch ungefähr 5 Stunden vor Schluss ab.

© Cover: der Hörverlag, Foto: Viktoria M. Keller

Band 3: Todesmärchen (Laufzeit: 10h 42min)
Der dritte Band hat mir wesentlich besser gefallen als der Zweite. Hier gab es viel mehr Spannung und einen gut verwobenen Fall. Allerdings sind die Morde extrem bestialisch. Ich frage mich, woher der Autor diese grausamen Ideen hat. Wie Sabine Nemez am Anfang die Zusammenhänge festgestellt hat, war mir nicht ganz klar, trotzdem fand ich den Verlauf sehr gut. Die Hörminuten vergingen schnell, sodass sich das Hörbuch viel kürzer „anfühlte“.

Maarten S. Sneijder war in diesem Band doppelt gefordert. Seine Vergangenheit wird hier endlich offenbart und zeigt zum Teil, wie er zu dem Mann wurde, der er heute ist. Die Ermittlungen waren gut dargestellt und der Verlauf wirkte im Großen und Ganzen realistisch. Gegen Ende wurde die Spannung immer höher. Schlussendlich endete das Buch in einem gefährlichen Showdown. Den Epilog hätte man allerdings streichen können. Ich finde es nicht gut, was Maarten hier tut.

© Cover: der Hörverlag, Foto: Viktoria M. Keller

Band 4: Todesreigen (Laufzeit: 10h 58min)
So sehr es mich schmerzte, aber auch bei diesem Band musste ich das Hören abbrechen. Die Geschichte dümpelte nur so vor sich hin. Die Ermittlungen von Sabine und Tina empfand ich als monoton und nicht wirklich spannend. Mir fehlte eindeutig Sneijder, der immer für Biss sorgte, trotz seiner schwierigen Art. Eigentlich ist es schade, denn die Grundidee ist wirklich gut, der Stil des Autors sehr lebendig. Aber der Aufbau und der Verlauf sind mir zu nichtssagend. Die Ermittler bekommen keine Informationen, ich als Hörerin auch nicht. Ich bin erneut enttäuscht, da Band 3 eigentlich richtig gut war und ich etwas anderes erwartet hatte.

Meine Meinung zum Sprecher:

Achim Buch gehört für mich zu den besten Hörbuchsprechern. Durch ihn wurden die Geschichten lebendig. Am meisten mag ich den niederländischen Akzent, welchen er Maarten S. Sneijder gibt. Sein Vorlesen ist flüssig und ruhig. Gekonnt baut er an den richtigen Stellen die Emotionen ein. Aufgrund seines Vorlesens konnte ich so manche langatmige Stelle schnell und leicht hinter mich bringen.

Mein Fazit:

Diese Box besteht aus 4 Hörbücher. Das Erste (Todesfrist) und das Dritte (Todesmärchen) konnten mich in ganzer Linie begeistern, weil sie sehr spannend waren. Die Fälle waren wunderbar mit den Ermittlungen verwoben, sodass ich nicht merkte, wie schnell das Hören voranging. Gegenteilig verhielt es sich mit dem Zweiten (Todesurteil) und dem Vierten (Todesreigen). Beide Bücher kamen mir konstruiert und langatmig vor. Es baute sich nur mäßig bis gar keine Spannung auf. Die Ideen dahinter waren gut, aber leider konnte mich die Umsetzung nicht erreichen. Achim Buch ist ein richtig guter Sprecher, der vor allem für die Spannung und die Emotionen verantwortlich war. Sein Vorlesen hat mir richtig gut gefallen.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

© Cover: der Hörverlag, Foto: Viktoria M. Keller

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