Rezension zu Die goldenen Wölfe (Band 1) von Roshani Chokshi

© Cover: Atrium Verlag, Foto: Viktoria M. Keller

Das Buch begann vielversprechend, der Mittelteil schwächelte massiv, das Ende war wiederum besser. Enttäuscht bin ich trotzdem und werde euch unten im Text erzählen warum.

Fakten zum Buch:
Titel: Die goldenen Wölfe
Autorin: Roshani Chokshi
Verlag: Arctis (Ein Imprint vom Atrium Verlag)
Erscheinungsdatum:
Seitenanzahl: 444 Seiten
ISBN: 978-3038800262

Inhaltsangabe von der Buchrückseite:
Keiner glaubt an sie. Doch schon bald wird sie niemand mehr vergessen.
Paris zur Zeit der Weltausstellung 1889: Der wohlhabende Hotelier und Kunstexperte Sèverin Montagnet-Alarie begibt sich mit einem Team aus Spezialisten auf die Suche nach einem besonders wertvollen Artefakt, dem Horus-Auge. Doch ihre Mission in das dunkle Herz der französischen Metropole ist voller Magie und Gefahren. Und was sie dort finden werde, dürfte die Welt verändern.

(Quelle: Printexemplar: 04. September 2019)

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover hat mich schon auf den ersten Blick verzaubert. Es war auch der Grund, warum ich auf den Inhalt aufmerksam wurde. Die „geschmiedeten“ Metallranken harmonieren wunderbar mit den Blättern. Ich liebe es einfach!

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Der Hotelier Séverin lebt zusammen mit seinen Freunden Laila, Zofia, Tristan und Enrique in seinem Hotel. Sie suchen nach einem ganz besonderen Objekt, welches Séverin zu seinem rechtmäßigen Erbe verhelfen soll. Dabei stoßen sie aber auf einen Gegner, der scheinbar ähnliche Pläne verfolgt. Bald stehen sie vor einer Wahl, die alles verändern wird.

Meine Meinung zum Inhalt:

Zu Beginn war ich euphorisch und freute mich auf die Geschichte, weil ich viel Gutes gehört hatte. Allerdings kam dann schnell Ernüchterung. Die Autorin hat einen lockeren und flüssigen Schreibstil. Allerdings beginnt sie ihre Geschichte mitten im Geschehen und ich brauchte eine Weile, bis ich mich richtig orientieren konnte.

Es gibt viel zu wenig Beschreibungen, sogar nach dem Beenden des Buches verstehe ich noch immer nicht, wie dieses „Schmieden“ funktioniert und was es alles kann. Die Autorin geizt hier einfach mit Informationen. Einerseits fand ich die Idee genial, aber ich konnte es mir nur vage vorstellen. Irgendwann tat ich es als Magie ab. Auch Gegenstände, die offensichtlich an Steampunk angelehnt sind und andere Begriffe, wurden nicht erklärt. Manchmal wusste ich nicht, ob das nun erfundene Dinge der Autorin sind oder ob es die schon in anderen Geschichten gab. Ich wollte allerdings auch nicht ständig googeln. Das nimmt definitiv den Lesespaß. Titel und Klappentext waren für mich irreführend.

Ich mochte die Grundidee der Geschichte, weil sie mich faszinierte und einen Zauber auf mich ausübte. Mystik, Babelfragmente, Babelringe, besondere Fähigkeiten, Magie, Steampunk-Elemente, die Orden – alles tolle Dinge, die ich liebe Die ersten 160 Seiten waren auch sehr gut, obwohl die Beschreibungen fehlten. Ab Seite 167 bekam ich zunehmend Probleme, das Geschehen wurde eher langatmig und ich begann mich zu langweilen. Tatsächlich las ich auch quer, um endlich voran zu kommen. Ab Seite 254 hatte ich diese Phase zum Glück hinter mir. Endlich nahm die Geschichte wieder an Fahrt auf. Spätestens ab Seite 285 war ich wieder begeisterter. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich dann auch endlich mitfiebern. Es kam auch zu einem richtig guten Showdown, der voller Spannung war. Meiner Meinung nach hätte man sich allerdings die letzten circa 25 Seiten sparen können. Irgendwie habe ich dadurch die Lust verloren, Band 2 zu lesen. Ich weiß wirklich nicht, ob ich ihn nach Erscheinen lesen werde.

Ich liebe Legenden, Mystisches und die gewählten Stilelemente. Leider war die Verwendung in dieser Geschichte nicht meins und ich bin enttäuscht. Vielleicht bin ich auch mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen. Vieles war mir einfach zu Wirr…

Am meisten mochte ich die Gruppe, vor allem Séverin und Tristan. Durch die 5 Freunde wurde die Geschichte besser. Ihre Charaktere sind gut ausgearbeitet. Im Laufe der Geschichte wurde mir allerdings klar, dass etwas nicht stimmt. Allein das könnte der Grund sein, warum ich Band 2 lesen werde. Ich will wissen, ob meine Vermutung stimmt.

Mein Fazit:

Leider hat mich dieses Buch sehr enttäuscht. Die Grundidee und die gewählten Stilelemente haben mir richtig gut gefallen. Die Umsetzung war im Mittelteil langatmig und zog sich. Größere Probleme bereiteten mir allerdings fehlende Beschreibungen. So hatte ich von vielem nur vage Vorstellungen, was meinen Lesespaß massiv minderte. Es war beinahe, als würde ich einen zweiten Band lesen und nicht einen Ersten …

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

© Cover: Atrium Verlag, Foto: Viktoria M. Keller

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