Rezension zu Der dunkle Vorhang von Joshua Tree

© Joshua Tree

„Der dunkle Vorhang“ ist ein Hard Science-Fiction Thriller der aufzeigt, wie sehr wir von der Technik abhängig sind. Mehr erzähle ich euch im unten folgenden Text.

Fakten zum Buch:
Titel: Der dunkle Vorhang
Autor: Joshua Tree
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsdatum: 6. März 2019
Seitenanzahl: 361 Seiten (Print)

Inhaltsangabe laut Amazon:

Aufgrund eines unbekannten Phänomens weichen über Europa sämtliche Satelliten von ihren normalen Bahnen ab. Die Folgen sind katastrophal: Börsen müssen schließen, Navigationsgeräte funktionieren nicht mehr und Flugverkehr und Internet brechen zusammen. Während Wissenschaftler auf der ganzen Welt rätseln, was mit den Satelliten geschieht, hegt die Astronomin Julija Lazar vom Kernforschungszentrum CERN einen dunklen Verdacht – doch niemand glaubt ihr. Gleichzeitig spürt der Milliardär und erste Weltraumtourist auf dem Mond, Kashikoi Yutaka, die Auswirkungen des mysteriösen Phänomens am eigenen Leib. Weit entfernt von der Erde wird er zur letzten Hoffnung der Menschheit, obwohl ihm selbst die Zeit davonläuft.

(Quelle: amazon.de, Datum: 10. März 2019)

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover ist ein richtiger Blickfang und passt gut zum Genre. Der zersplitternde Planet steht für mich für eine bestimmte Szene in der Geschichte. Durch die Farbwahl sticht er hervor. Es hat mich sofort angesprochen und meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Für Julija Lazar sollte ein ganz normaler Arbeitstag am CERN beginnen. Gemeinsam mit ihrer Tochter, die ein Praktikum an ihrer Arbeitsstelle machen wird, brechen sie zum CERN auf. Dort angekommen erfährt Julija von verheerenden Vorkommnissen, die sämtliche Satelliten über Europa zerstören. Schnell bringt Chaos aus, das öffentliche Leben kommt zum Erliegen und die Menschen leben in Anarchie. Die Suche nach dem Ursprung offenbart Julija etwas Schreckliches, das ihr aber niemand glaubt. Um Europa und die ganze Erde zu retten, setzt Julija einen waghalsigen Plan in Gang, der sie und alle Menschen an ihrer Seite an ihre Grenzen bringen wird. Ob er gelingt, steht allerdings nicht fest. Zeitgleich ist der erste Weltraumtourist Kashikoi Yutaka auf dem Weg in sein größtes Abenteuer. Doch sein Traum wird zerschlagen, als die Auswirkungen das Raumschiff erreichen. Niemand an Bord ahnt, dass sie schon bald etwas tun müssen, dass das Leben der gesamten Crew gefährden wird.

Meine Meinung zum Inhalt:

Joshua Trees neues Buch las sich gewohnt schnell und ist sehr flüssig geschrieben. Dieses Mal handelt es sich um Hard Science-Fiction. Ich konnte den wissenschaftlichen und technischen Anteilen der Geschichte gut folgen. Während dem Lesen wurde mir bewusst, wie sehr wir Menschen von der Technik abhängig sind. Dieses Gefühl war ziemlich erschreckend, da ich mir dem vorher nicht so bewusst war. Detailgetreu bildete Joshua Tree nach, wie die Folgen von Satellitenausfällen unser Leben beeinflussen. Das Chaos und die Anarchie, sowie die schrecklichen Katastrophen könnten tatsächlich auch so im echten Leben geschehen.

Der Spannungsbogen stieg konstant an, wenn gleich die Geschichte diesmal ganz anders ist. Der Thriller-Gehalt war jetzt nicht so extrem hoch. Dennoch gab es einige Elemente davon. Mit jedem Kapitel merkte ich, dass der Autor seine Geschichte wirklich intensiv ausgebaut hat und viel Recherche in diesem Buch steckt. Präzise und genau hat er die Fakten aufgeführt und daraus eine starke Geschichte gewoben.

Diesmal wird die Geschichte schneller vorangetrieben. Ich merkte, dass der Fokus nicht auf den Protagonisten, sondern auf der Geschichte selbst lag. Doch das war genau richtig dosiert. Es kam niemals Langeweile auf, da sich das Geschehen immer weiterentwickelte. Es konnten mich beide Handlungsstränge begeistern, obwohl sie gegensätzlich sind.

Von den Protagonisten war mir Kashikoi am sympathischsten, gemocht habe ich aber auch Michelle und Peter, die beiden Astronauten. Bei Julija dauerte es lange Zeit, bis ich halbwegs mit ihr klar kam. Dies klappte allerdings nicht bei Linus, den konnte ich bis zum Ende kaum leiden.

Das Ende war anders als erwartet. Ich hatte nicht mit einem derartigen Ausgang gerechnet, fand ihn aber trotzdem gelungen. Es lag eine ungeahnte Intensität in den Geschehnissen, die mich extrem mitfiebern ließ. Im Finale gab es einen kurzen Schockmoment und eine Szene, die mich sehr ergriff. Der Epilog hat mich kurz irritiert, am Ende war er allerdings schlüssig.

Mein Fazit:

Der neue Hard Science-Fiction Thriller von Joshua Tree enthält eine starke und gelungene Geschichte. Dem Genre entsprechend sind der Technik- und der Wissenschaftsgehalt hoch. Verstanden habe ich soweit alles und konnte dementsprechend mitfiebern. Die Geschichte enthielt für mich eine klare Botschaft: Joshua Tree wies mich damit darauf hin, wie sehr die Menschheit von der Technik abhängig ist. Die Geschichte ist anders und doch gab es einen starken und konstanten Spannungsbogen. Der Fokus liegt auf dem Geschehen und sorgt damit für einen rasanten Storyverlauf. Dennoch war er flüssig und mit einer wissenschaftlichen Präzision geschrieben. Es wurde stark auf Details geachtet, was mir sehr gut gefiel. Schade ist nur, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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