Rezension zu Die Einherjer Band 5: Ragnarök von Pascal Wokan

Die Einherjer Band 5: Ragnarök von Pascal Wokan

© Pascal Wokan

Diese Buchreihe nahm mich auf eine fulminante Reise an der Seite von Asgrim Krummfinger mit. So war es auch bei diesem finalen Band der Reihe. Es handelt sich hier um richtige, düstere Dark Fantasy mit blutigen Schlachten. Doch riss sie mich mit und ließ mich von der ersten bis zur letzten Seite mitfiebern. Genaueres erfahrt ihr wie immer im folgenden Text.

Fakten zum Buch:
Titel: Die Einherjer – Ragnarök
Autor: Pascal Wokan
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsdatum: 8. März 2010
Seitenanzahl: ca. 350 Seiten

Inhaltsangabe laut Verlag:
Ragnarök beginnt. Die Heerscharen der Riesen fallen in Skaldheim ein und drohen alles Leben zu vernichten. Nachdem Bifröst vom Weltenbrand vernichtet wurde und die Götter den Menschen nicht mehr zu Hilfe eilen können, muss Asgrim seine letzten Verbündeten um sich scharen. Ganz Skaldheim steht Seite an Seite, trotzdem sind alle Bemühungen vergebens, nachdem sich mehr und mehr Weissagungen erfüllen. In Asgrims Vergangenheit gibt es vielleicht ein Geheimnis, das diesen Krieg für immer entscheidet. Doch dafür muss er sein Schicksal annehmen und erkennen, wer er ist …

(Quelle: Pascal Wokan, Datum: 08. März 2019)

Meine Meinung zum Cover:

Eisig, mystisch und magisch anziehend – so empfand ich die Atmosphäre des Covers. Die schneebedeckten Berge entsprechen sehr gut meinen Vorstellungen der eisigen Nordlande. Der Glanz von Asgrims Hammer zog meinen Blick auf sich. Die Waffen und die Silhouetten der Kämpfer passen wunderbar zur Stimmung im Buch. Die Gestaltung ist mal wieder richtig gut gelungen.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Obwohl Asgrim in Muspellsheim erfolgreich war, kann er nicht verhindern, dass Ragnarök beginnt. Doch Asgrim ist nicht bereit aufzugeben. Obwohl eine Armee der Riesen auf dem Weg nach Skaldheim ist, sucht er fieberhaft nach einer Lösung und Hilfe. Allerdings ist das leichter gesagt als getan. Die Götter haben sich vollständig von den Menschen losgesagt, Bifröst ist zerstört. Der Schlüssel zur Rettung von Skaldheim scheint in den verschütteten Erinnerungen von Asgrim zu liegen. Für Asgrim ist es nicht einfach, in diese einzutauchen. Denn um genau das zu tun, muss er seine wahre Persönlichkeit akzeptieren. Zum Glück ist er nicht allein, seine Freunde und ein Heer aus Nordmännern und vielen anderen Kriegern steht ihm zur Seite. Aber auch das schützt Asgrim nicht vor Schmerz und Verlust.

Meine Meinung zum Inhalt:

Auch der finale Band der Saga setzt direkt an den Geschehnissen vom vorherigen Band an. Ich erlebte Asgrims Flucht aus Muspellsheim in ein neues Land voller Gefahren. Die Atmosphäre der Geschichte ist weiterhin düster und trotzdem ergriff mich eine fesselnde Stimmung. Beinahe sofort war ich wieder mitten im Geschehen. Der Schreibstil von Pascal Wokan übermannte mich immer sofort und zog mich tief in seine Welt hinein. Mein Lesefluss war immer vorhanden, da der Stil sehr wortgewandt, modern und jugendlich war. Die Erzählweise ist finster und doch wohnt der Geschichte eine starke Tiefe inne.

Diesmal kann ich nicht sagen, welcher Handlungsstrang mich mehr fesselte. Mal waren es die Erinnerungen von vor 7 Jahren, mal waren es die Geschehnisse in der Gegenwart. Besonders in Asgrims Erinnerungen steckten Szenen, die mir eine richtige Gänsehaut bescherten. Asgrim fand dort einen Freund, der auch bei mir einen intensiven und bleibenden Eindruck hinterließ.

Der Handlungsstrang in der Gegenwart war düster, blutig, schaurig und gefährlich. Es gab eindrucksvolle Schlachtszenen, die definitiv nichts für schwache Nerven sind. Sie waren so lebendig, dass ich sie beinahe live vor meinem inneren Auge sah. Es ist eben richtige Dark Fantasy! Hoffnung gaben mir die kleinen, kurzen und rührenden Szenen zwischen den Freunden. Die Weisheiten waren schöne Botschaften voller Wahrheit.

Die beiden Handlungsstränge griffen immer wieder ineinander und doch liefen sie parallel. Asgrim verwendete seine wiederkehrenden Erinnerungen für wichtige Entscheidungen, welche ihm Kraft gaben! Der Band ist in drei Teile unterteilt, die für mich die verschiedenen Phasen einläuteten. Asgrim sticht durch seine Vielschichtigkeit, seine Vergangenheit und seine zentrale Rolle heraus. Doch gab es viele andere Persönlichkeiten, die bei mir einen bleibenden Eindruck hinterließen.

Schließlich rückte das Ende immer näher. Es gab Momente, in denen ich es vor Anspannung und mitfiebern kaum mehr aushielt. Ich konnte, nein, wollte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Mit Sicherheit hätte ich es auch nicht gekonnt, da ich so tief in der Geschichte festsaß. Schließlich kam der erste Schockmoment, der mir kurz den Atem nahm. Später als, als ich glaube, dass das Ende nah ist, gab es unerwartet einen gewaltigen Hoffnungsschimmer. Meine Nerven waren zum Zerreißen gespannt, was ich eigentlich nur von Thrillern kenne. Die Wendungen rissen mich mit, ließen mich nicht mehr los und es fühlte sich an, als stünde ich an der Seite der Protagonisten. Irgendwann traten mir sogar die Tränen in den Augen… Das Ende war anders als erwartet und beeindruckte mich auf eine besondere Weise. Doch war es für mich absolut stimmig und richtig gut gelungen.

Richtig coole Extras waren die Beschreibungen der Götter an jedem Kapitelbeginn, die farbige Karte von Skaldheim und der Anhang mit Personenregister, Götterregister und anderes.

Mein Fazit:

Ich schaue nun mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge auf das Ende dieses bildgewaltigen Epos zurück. Einerseits kann ich kaum glauben, dass es nun zu Ende ist. Anderseits war dies ein würdiger und atemberaubender Abschluss. Ich wurde durch die vielen Lebensweisheiten und Botschaften tief berührt. Zugleich erlebte ich bewegende, wenn auch blutige, aber sehr lebendige Schlachten. Es ist eben Dark Fantasy vom Feinsten. Beide Handlungsstränge fesselten mich, sorgten für Gänsehaut und zogen mich tief in die Welt hinein. Am Ende hatte ich das Gefühl an der Seite von Asgrim auf dem Schlachtfeld zu stehen. Noch immer sehe ich das Ende vor Augen, wenn ich sie schließe. Es war anders, doch würdig und gewaltig. Pascal Wokan nahm mich auf eine atemberaubende Reise mit, die sich in vielerlei Hinsicht weiterentwickelte. Mit diesem Buch habe ich mein erstes Jahreshighlight von 2019 gefunden!

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Feuer und Meer
Band 2: Pfad der Götter
Band 3: Helgrind
Band 4: Weltenbrand
Band 5: Hier

Ein Gedanke zu “Rezension zu Die Einherjer Band 5: Ragnarök von Pascal Wokan

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