Rezension zu Im Lande Araga Band 1: Das Geheimnis der Elfen von Niklas J. Wingender

Im Lande Araga Band 1 Das Geheimnis der Elfen von Niklas J. Wingender

© Eisermann Verlag

Ein Buch in den richtigen Händen ist gefährlicher als ein Krieger mit Schwert.- Zitat aus dem Buch, Kapitel 11 „Die Vergangenheit holt auf“, Pos. 1265 (Kindle)

Fakten zum Buch:
Titel: Im Lande Araga – Das Geheimnis der Elfen
Autor: Niklas J. Wingender
Verlag: Eisermann Verlag
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2017
Seitenanzahl: 500 Seiten
ISBN: 978-3961730360

Inhaltsangabe laut Verlag:
Der Frieden in der Welt Araga bröckelt, doch was hielt ihn aufrecht? Ausgesandt vom höchsten Rat der Elfen, machen sich die Freunde Spex und Libitor auf den Weg zu den Zwergen. Überbringen sollen sie einen geheimnisvollen Reim, der vor einer Bedrohung aus dem Norden warnt. Doch nicht nur aus dem Eldor Gebirge könnte Unheil über Araga hereinbrechen. Tief in den Bergen treffen die beiden Elfen auf ein seherisches Wesen, doch können sie seinen Worten Glauben schenken? Sind sie wirklich Wächter ihres Volkes und werden sie dieses dennoch teilen? Schnell erkennen Spex und Libitor, dass sie sich auf dieser Reise nicht bloß den Gefahren ihres Landes stellen müssen. Man will sie mit aller Macht aufhalten und zieht sie immer weiter hinab in den Strudel aus Lügen, Intrigen und Verrat. Bald ist Spex nicht mehr sicher, wem er noch vertrauen kann. Denn er erkennt, dass auch sein eigenes Volk ein großes Geheimnis birgt.
(Quelle: amazon.de)

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover des Buches umgibt für mich eine ansprechende Atmosphäre. Durch die kräftigen Farben zog es meinen Blick an. Die Motivwahl und die Muster brachten mich dazu, mir das Buch näher anzuschauen.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Die beiden Elfen Libitor und Spex sind beste Freunde. Gemeinsam mit ihrem Volk leben sie in Frieden in der Natur. Doch dann zwingen schreckliche Ereignisse den „Rat der Weisen Sechs“ zum Handeln und Spex soll mit Libitor auf eine gefährliche Reise gehen. Sie müssen ein versiegeltes Pergament zu den Zwergen bringen, um die Völker zu einen und dadurch vor einer schrecklichen Bedrohung im Norden zu schützen. Die Reise ist hart und unbekannte Feinde wollen den Erfolg verhindern. Misstrauen, Angst und Lügen sind neben bedrohlichen Wesen Begleiter der Beiden. Dunkle Ereignisse lösen einen schrecklichen Streit aus, der alles gefährdet, was den Beiden wichtig ist. Durch die Taten eines unbekannten Gegners werden Steine ins Rollen gebracht, die das Leben aller Wesen von Araga gefährden. Gleichzeitig wird Spex von den Dämonen seiner Vergangenheit verfolgt.

Meine Meinung zum Inhalt:

Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem der junge Elf Spex dem „Rat der Weisen Sechs“ von seiner Reise berichten möchte. Dem Prolog wohnt eine geheimnisvolle, aber auch Besorgnis erregende Stimmung bei, die mich auf die Geschichte sehr neugierig machte. Im ersten Kapitel geht es mit den Ereignissen drei Zyklen zuvor los. Die anfänglichen Ereignisse führten mich in die Welt von Spex und seinem Freund Libitor ein. Schnell schlug die Stimmung um und es wurde traurig. Doch zum Trauern blieb mit gar keine Zeit, da die Beiden auf ihre Reise gehen mussten. Es hat mich dabei gewundert, dass die Elfen nicht mehr über den Grund ihrer Reise erfahren wollten. Ihr Vertrauen in den Rat reichte so tief, dass sie nicht wirklich nachfragten.

Die Reise ist für mich sehr abenteuerlich. Die Elfen erlebten allerlei Dinge, die für viel Spannung sorgten. Ich merkte allerdings schnell, dass die Elfen auf Fremde zu vertrauensvoll reagierten. Interessant waren die Ganken der Freunde zu den Geschehnissen. Auffällig war für mich ihre gewählte Ausdrucksweise, selbst untereinander sprachen sie sehr philosophisch miteinander.  Je weiter ich las, umso mehr Spannung baute sich auf. Ich wollte endlich erfahren, wie die Ereignisse zusammenhängen. Selbst als die Ereignisse im letzten Drittel erneut eine Kehrtwende machen, konnte ich es kaum erwarten mehr Wahrheiten zu erfahren. Gegen Ende waren meine Nerven zum Zerreißen gespannt, da mich die Geschehnisse um Spex und Libitor vollkommen in ihrem Bann gezogen hatten. Der Epilog hat mich allerdings verwirrt, im Moment verstehe ich noch nicht, welche Rolle die Dinge darin spielen werden. Die Neugier auf Band 2 stieg dadurch an.

Der Autor hat einen sehr bildhaften und eindrucksvollen Schreibstil mit hohem Niveau. Er brachte mir seine Welt durch die ausführlichen Beschreibungen gekonnt näher und sorgte gleichzeitig für ein farbenprächtiges Kopfkino in meinen Gedanken. Außerdem kann der Autor hervorragend Gedichte und Lieder schreiben, die wunderbar in die Geschichte passen und manchmal eine Gänsehaut bei mir auslösten.

Die Welt des Autors ist durchdacht und strukturiert aufgebaut. Ich merkte mit jedem Abschnitt, dass er sich unglaublich viele Gedanken gemacht hat. Er dachte sich sogar seine eigene Zeitrechnung aus, genauso hat jedes Volk eine weit zurückreichende Lebensgeschichte bekommen. Sämtliche Fakten waren interessant in die Geschichte integriert, obwohl manche Gespräche dadurch etwas lange wurden. Alle Lebewesen bekamen ihren eigenen Hintergrund, die Namen der Zwerge fand ich besonders gut. In der Geschichte kommen Elfen, Menschen und Zwerge vor. Doch hat sich der Autor auch neue eigene Wesen ausgedacht.

Das Buch enthält eine Karte von Araga, eine ausgewöhnliche Zeichnung, welche das Wesen „Leprak“ zeigt und ein ausführliches Glossar, in dem ich wichtige Elemente wie z.B. die Zeitrechnung, Wesen, Orte u.a. nachlesen konnte. Richtig gut fand ich die Kapitelüberschriften, welche manchmal eine kleine Anspielung auf kommende Ereignisse waren. Normalerweise lese ich diese selten, doch bei diesem Buch war ich immer neugierig, auf was sie nun anspielen werden.

Mein Fazit:

Niklas J. Wingender hat mich mit diesem Buch in eine neue Fantasy-Welt mit eigener Zeitrechnung und intensiv ausgearbeiteten Hintergrundinformationen entführt. Durch seinen bildhaften und eindrucksvollen Schreibstil konnte ich tief eintauchen und erlebte eine abenteuerliche Reisevoller Gefahren. Die Geschichte hat eine angenehme Tiefe, die mich tief eintauchen ließ. Es fiel stark auf, dass der Autor viel Herzblut in sein Werk gesteckt hat. Mich faszinierten die Welt und die Geschehnisse, ich wollte immer mehr erfahren und wissen, warum all die Dinge geschehen. Ich spürte eine breite Palette an Gefühlen, des Öfteren hatte ich bei den Gedichten und Lieder Gänsehaut. Der Autor hat ein Talent, solche zu schreiben und eine magische Atmosphäre dadurch schaffen.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
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Im Rahmen des Adventskalenders des Eisermann Verlages habe ich das Buch ausführlich und spoilerfrei vorgestellt:

Hier geht es zum Beitrag: Buchvorstellung Im Lande Araga – Das Geheimnis der Elfen

Ein Gedanke zu “Rezension zu Im Lande Araga Band 1: Das Geheimnis der Elfen von Niklas J. Wingender

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