Rezension zu Blake McLain Band 1: Flucht von Jaden Quinn

Blake McLain Band 1 Flucht von Jaden Quinn

© Papierverzierer Verlag

Ich will dich nicht unter Druck setzen, aber manchmal muss man es riskieren, jemanden zu vertrauen. Du kannst nicht immer alles mit dir selbst ausmachen. Mitunter braucht man ein wenig Hilfe. – Zitat aus dem Buch, Kapitel 9, Pos. 2008

Fakten zum Buch:
Titel: Blake McLain – Flucht
Autor/in: Jaden Quinn
Verlag: Papierverzierer Verlag
Erscheinungsdatum: 17. Mai 2018
Seitenanzahl: 320 Seiten
ISBN: 978-3959623537

Inhaltsangabe laut Verlag:
Owen Martin ist einer der erfolgreichsten Pharmaziehersteller der USA. Dass sein Erfolg auf illegalen Versuchen an Minderjährigen beruht, wissen nur wenige. Blake McLain jedoch kennt jedes Geheimnis des skrupellosen Geschäftsmannes, denn er und sein kleiner Bruder waren sieben Jahre lang in einem seiner Labore gefangen.
Als es Blake durch einen glücklichen Zufall gelingt, sich und Sam zu befreien, beginnt eine unerbittliche Verfolgungsjagd quer durch die Staaten. Kein Platz bietet Zuflucht, keine Telefonverbindung ist geschützt und kein Mensch ist in ihrer Nähe sicher.
Was als Hoffnungsschimmer auf ein sorgenfreies Leben begann, wird bald zu einer Gefahr für das einzige, worauf Blake und Sam sich immer verlassen konnten. Ihre bedingungslose Loyalität zueinander. Die Angst vor dem vollständigen Verlust dieser Bindung wird zum Begleiter einer abenteuerlichen FLUCHT.
(Quelle: amazon.de)

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover wirkt auf mich düster und dunkel. Es gibt die bedrückte Stimmung der Geschichte wieder. Trotzdem wurde es durch die Farbgestaltung zum Blickfang, da es durch das kräftige Blau hervorsticht.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Blake und Sam McLain schaffen es nach jahrelanger Gefangenschaft im Labor vom Pharmazieherstellen Dr. Owen Martin zu entkommen. Auf der Flucht können sie niemandem die schreckliche Wahrheit offenbaren, da sie immer damit rechnen müssen gefasst zu werden. Schon bald wird die Flucht zur Qual, denn kaum glauben die Brüder in Sicherheit zu sein, ist ihnen Dr. Martin mit seinen Männern wieder auf der Spur. Die Jagd nach ihnen führt sie quer durch die USA. Menschen, die sie an sich heran lassen, müssen mit schrecklichen Konsequenzen rechnen. So müssen die Beiden in ständiger Angst leben und immer auf der Hut sein. Die Flucht verlangt ihnen alles ab und fordert auch ihre bedingungslose Loyalität zu einander.

Meine Meinung zum Inhalt:

Bei dieser Rezension fiel es mir so schwer wie noch nie, nicht zu spoilern. Es ist nicht einfach, auf die wichtigen Punkte einzugehen, ohne etwas zu verraten.

Das Autorinnenduo, welches unter dem Pseudonym Jayden Quinn schreibt, hat einen wortgewandten und einnehmenden Schreibstil. Ich wurde so tief in die Geschichte hineingezogen, dass es sich anfühlte als würde auch mir Dr. Martin im Nacken sitzen. Die Geschichte war mitreißend und emotional, ich bangte um die Jungs, litt mit ihnen und fand keine Ruhe. Dadurch entstand in mir immer ein Gefühl der Aufregung. Wenn ich nicht lesen konnte, verfolgte mich die Geschichte in meinen Gedanken. Ich überlegte ständig, wie die Geschehnisse wohl verlaufen werden und ob den Jungs eine endgültige Flucht gelingen würde. Das Buch wird hauptsächlich aus der Sicht von Blake, Sam, Dr. Martin und Jack geschrieben, manchmal gab es auch einige Kapitel aus der Sicht von weiteren Protagonisten.

Die Details über die Vergangenheit der beiden Brüder im Labor haben mich zu tiefst schockiert. Ich fand es grausam, wie man mit ihnen umgegangen ist. Leider gibt es solche Dinge auch in der realen Welt. Es ist schlimm, dass es noch solche Menschen gibt, die auch noch unbemerkt ihr Werk vor der Welt durchführen. Die Autorinnen haben diesen Aspekt in der Geschichte stark ausgebaut und zeigten mir als Leser, was Machthunger, Kontrolle und Grausamkeit anrichten. Es war erschreckend, wie real sich diese Dinge anfühlten. Zwischendurch wagte ich es kaum durchzuatmen, kaum glaubte ich die Jungs in Sicherheit, passierte das nächste Ereignis. So konnte ich mir nie sicher sein, dass wir es an einen sicheren Ort geschafft haben. Vor allem da die Flucht von Mal zu Mal schlimmer wurde. Die Geschehnisse werden dunkler und böser, einmal waren sie so schlimm, dass es Sam sein Leben lang gezeichnet hat.

Die Flucht führt Blake und Sam quer durch verschiedenste Orte der USA, über einen Zeitraum von 13 Jahren. Trotz der langen Zeitspanne wurde es niemals langweilig, vielmehr stiegt die Spannung immer mehr und mehr an. Ich fieberte ununterbrochen mit und musste wissen was passiert! Schlussendlich habe ich das Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen, weil es mich derartig bewegte.

Das Buch endet leider mit einem richtig miesen Cliffhanger, der mich angespannt auf den nächsten Teil waren lässt. Ich muss einfach wissen, wie die Flucht ausgeht!

Die Protagonisten:
Die beiden Brüder machen in dieser Geschichte eine aufwühlende Wandlung durch. Ständig machte ich mir Sorgen, sah die schlechten Eigenschaften an ihnen und konnte doch nicht helfen. Mehr als einmal habe ich gedanklich geflucht. Es gefiel mir mit der Zeit immer weniger, zu wem die Beiden wurden. Am Ende muss ich gestehen, dass auch mich Blakes Kontrollsucht am Ende genervt hat. Zumal er einfach seinen Fehler und die Ungerechtigkeiten nicht sehen wollte. Natürlich hat die Angst um seinen Bruder in gezeichnet und verändert, trotzdem empfand ich seine Reaktionen überzogen. Doch auch Sam hat einige Eigenschaften entwickelt, die ich nicht als gut empfand. Seine Entwicklung tat mir besonders weh, weil er zum Gegenteil seiner selbst wurde. Für mich war es schlimm zu lesen, was das Leben auf der Flucht, die Vergangenheit und die aktuellen Ereignisse aus ihnen gemacht haben. Auf ihrem Weg lernte die Brüder einige Menschen kennen, die ihnen halfen oder auch das Gegenteil auslösten. Aus Spoilergründen werde ich nicht näher auf diese Personen eingehen. Allerdings möchte ich eine Person erwähnen, die auch mir Hoffnung gab, dass die Geschichte gut enden könnte. Einen für mich unerwarteten Freund, gab es auch noch.

Dr. Martin ist für mich ein abscheulicher Mann. Seine Methoden sind grausam und abgrundtief böse. Mehr als einmal hätte ich ihn am liebsten selbst umgebracht. Jack wurde von ihm zu einer Maschine geformt, die selbst weder gut noch böse unterscheiden kann. Wegen massiver Spoilergefahr kann ich nicht mehr dazu sagen.

Mein Fazit:

Das Autorinnenduo Jayden Quinn hat mit diesem Buch einen nervenaufreibenden Thriller geschrieben, der mich nicht mehr losgelassen hat und nichts für schwache Nerven ist. Ich fieberte ständig mit und hatte das Gefühl mit auf der Flucht zu sein, da die Autorinnen die Geschichte so real dargestellt haben. Die Emotionen schwappten auf mich über, berührten mich tief, sodass ich mit ihnen mitfieberte oder auch litt. Je weiter ich las, umso mehr stieg die Spannung an. Das Buch beschäftigte mich in Gedanken, wenn ich nicht lesen konnte. Dadurch hatte ich es innerhalb von 2 Tagen gelesen. Die Autorinnen haben ein sehr heikles Thema mit viel Fingerspitzengefühl zu einer bedrückenden, aber auch zum Nachdenken anregenden, Geschichte vereint. Ich hatte nicht erwartet, dass mich die Geschichte derartig mitnimmt. Nun warte ich auf Band 2, da ich wissen, will wie die Geschichte ausgeht. Vor allem, weil sich die Brüder in eine für mich schlimme Richtung entwickelt haben und der Cliffhanger am Ende wirklich fies war.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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