Rezension zu Avani – Eine neue Welt von Nikolaus Fahrner

Avani - Eine neue Welt von Nikolaus Fahrner

© Self-Publishing

Wie sollte sie ihn einordnen. Freund oder Feind? – Zitat aus dem Buch, Kapitel 5, Pos. 509

Fakten zum Buch:
Titel: Avani: Eine neue Welt
Autor/in: Nikolaus Fahrner
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsdatum: 8. April 2018
Seitenanzahl: 145 Seiten
ISBN: 978-3746741956

Inhaltsangabe laut Verlag:
Ein Schiff mit Siedlern erreicht die paradiesische Insel Avani. Das Land erweist sich als weitläufig und voller Reichtum und Schönheit. Doch bald merken die Siedler, dass sie nicht alleine sind. Schon herrscht in der Siedlung reges Treiben, viele sind voller Pioniergeist und Abenteuerlust. Binnen kurzem treten auch die unschönen Seiten zutage, Unterdrückung und Sklaverei. Inmitten dieser Turbulenzen entwickelt sich eine innige Freundschaft zwischen dem jungen Eingeborenen-Mädchen Atsila und dem desillusionierten, alternden Abenteurer Joan Ridle. (Quelle: amazon.de)

Meine Meinung zum Cover:

Ich finde das Cover ganz schön, hätte aber niemals eine Geschichte dieser Art dahinter vermutet. Für mich passt es nicht ganz zum Thema.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Ein Schiff mit Siedern erreicht die Insel Avani. So wollen hier sesshaft werden, da sich das Land dafür bestens eignet. Einige Männer trennen sich von den Siedlern und beginnen ihren eigenen Plan zu verfolgen: Reichtum mit Hilfe der Sklaverei. Die junge Eingeborene Atsila gerät in die Fänge jener Männer und erfährt wie grausam diese sind. Doch dann ändert die Begegnung mit Joan Ridle alles. Atsila beginnt wieder zu hoffen und sieht sogar die Rettung ihres Volkes.

Meine Meinung zum Inhalt:

Als ich die Geschichte zu lesen begann, musste ich mich erstmal orientieren. Erst nach einigen Sätzen wurde mir klar, mit welcher Art von Personen ich in die Geschichte einsteige. Der Schreibstil des Autors war locker, leicht und flüssig zu lesen. Hin und wieder gab es kleinere Schnitzer, die meinen Lesefluss zum Glück nicht schlimmer unterbrachen. Im Gegenteil, das Buch liest sich sehr schnell und ist eine gute Lektüre für zwischendurch.

Im Buch greift der Autor ernste Themen auf: Sklaverei und Freundschaft. Er beschreibt, wie grausam manche Menschen bei ihrem Bestreben nach Reichtum vorgehen und was sie dafür bereit sind zu tun. Der Egoismus, die Grausamkeit, die Gnadenlosigkeit und die Machtgier sind einige Teile davon. Allerdings zeigt der Autor auch auf, was man mit Nächstenliebe und Zusammenhalt erreichen kann. Im Buch haben diese Aufgabe Atsila und Joan Ridle. Allerdings muss ich sagen, dass sich mir dieses intensive Vertrauen fast zu schnell aufbaut.

Die Idee des Autors ist nicht wirklich neu. Es ist eine klassische Geschichte um die Besiedelung einer neuen Welt, Sklaverei, Hinterhalt, Unterdrückung und Zusammenhalt. Trotzdem hat er eine schöne und runde Geschichte geschrieben, die einige Wahrheiten enthält, die man gut auf das wahre Leben umlegen kann.

Komisch kam mir allerdings vor, wie schnell eine florierende Siedlung aufgebaut war. Ich denke, dass das eigentlich viel länger dauert. Aber da es sich hier um eine erfundene Geschichte handelt, störte es mich nicht. Im Buch deuten deutet Atsila immer wieder an, dass sich die Tiere merkwürdig verhalten und dass man einen bestimmten Teil des Landes nicht betreten darf. Hier fand ich es schade, dass dies in der Geschichte nicht mehr aufgegriffen wurde. Überhaupt fehlt mir ein wenig der Bezug zum einheimischen Volk, ich hätte gerne mehr erfahren.

Die beiden Hauptprotagonisten wurden vom Autor gut ausgearbeitet. Sie handeln aktiv und glaubhaft. Alle anderen Figuren, selbst wichtige bleiben leider stark im Hintergrund. Auch hier hätte ich gerne mehr Hintergrundinformationen gehabt. Die Geschichte entwickelt sich im Verlauf gut weiter. Sie war ein wenig vorhersehbar, aber trotzdem gut geschrieben. Die entscheidenden Momente gegen Ende des Buches waren intrigenreich und spannend. Dennoch empfand ich das Ende doch ein bisschen zu „Friede-Freude-Eierkuchen“. Außerdem wurde es mir zu schnell abgehandelt.

Mein Fazit:

Der Autor hat mit seinem flüssigen und lockeren Schreibstil eine gute Geschichte beschrieben, die sich schnell lesen lässt. Es gibt immer wieder ein paar kleinere Schnitzer, die meinen Lesefluss zum Glück nicht beeinflussten. Die Geschichte selbst handelt von den Themen Sklaverei und Freundschaft. Die Geschichte war ein wenig vorherbar. Dennoch entwickelte sie sich gut und beinhaltet einige Wahrheiten. Das Ende wurde mir allerdings zu schnell abgehandelt und Fragen bleiben offen, was ich ebenso schade fand. Dennoch hat mir das Buch gefallen.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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