Rezension zu Karl Mays Magischer Orient Band 5: Sklavin und Königin

Karls Mays Magischer Orient Band 3

© Viktoria M. Keller

Die Stimme der Königin verhallte wie ein ersterbendes Echo in meinen Ohren. Es war also nur eine Vision gewesen, die sie mir injiziert hatte, um mir zu zeigen, zu was sie fähig wäre, wenn ich nicht kooperierte. – Zitat aus dem Buch (S. 416, Episode 4)

Fakten zum Buch:
Titel: Sklavin und Königin
Autoren: Alexander Röder / Thomas Le Blanc / Tanja Kinkel / Karl-Ulrich Burgdorf / Friedhelm Schneidewind / Jacqueline Montemurri
Verlag: Karl-May-Verlag
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenanzahl: 480 Seiten
ISBN: 978-3-7802-2505-4

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© Karl May Verlag

Inhaltsangabe des Verlages:
Nach den Kämpfen gegen den Schut und Al-Kadir trifft Kara Ben Nemsi auf die Niederländerin Marijke van Beverningh und befreit sie aus ihrer Gefangenschaft als Sklavin. Gemeinsam mit Marijke, Sir David Lindsay, Hadschi Halef Omar und Magier Haschim verfolgt er daraufhin die Sklavenhändler bis nach Katar. Dort gelingt es den Freunden zwar, sich in die Bande einzuschmuggeln, doch bald müssen sie fliehen: mitten durch die Wüste, wo sie gegen einen Dämon kämpfen, und weiter durch Zeit und Raum ins mystische Königreich von Saba. Hier wird vor allem Marijke von der intriganten Königin und ihren magischen Fähigkeiten auf die Probe gestellt.

Meine Meinung zum Cover:

Ich war mir zuerst nicht sicher, ob mir das Cover gefällt. Doch nachdem ich das Buch gelesen hatte, änderte sich meine Meinung. Nun finde ich es passend und sehe darauf Elemente aus den Geschichten. Zeichnerisch ist es einfach genial, die Liebe zum Detail ist sichtbar.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes (ACHTUNG, leichte Spoiler):

Kara Bin Nemsi befreit gemeinsam mit seinen Freunden eine Frau aus der Sklaverei. Jene Frau entscheidet sich dazu, sich an ihren Peinigern zu rächen und den Sklavenhandel zu unterbinden. Kara folgt ihrem Hilferuf und zusammen mit Marijke, Sir David Lindsay, Hadschi Halef Omar und dem Magier Haschim macht er sich auf den Weg. Ihr Vorhaben ist extrem gefährlich, scheint aber zu gelingen. Doch dann müssen sie fliehen. Die einzige Möglichkeit zu entkommen ist die Reise durch die Wüste. Jene Wüste aus der niemand lebend zurückkehrte. Dem Ende nahe bekommen sie unerwartete Hilfe und landen in einer besonderen Universität. Dort gilt es einen gefährlichen Dämon zu besiegen. Schlussendlich reisen sie zur Königin von Saba und müssen den magischen Kräften der Königin widerstehen. Sie müssen ihr falsches Spiel durchschauen.

Meine Meinung zum Inhalt:

Das Buch wurde in Episoden unterteilt, jede Episode wurde von einem anderen Autor geschrieben. Die Episoden setzen immer direkt an den vorherigen Ereignissen fort. Ich werde die Abschnitte deshalb einzeln bewerten. Das Buch ist aus der Sicht von Kara (Old Shatterhand) geschrieben, er wendete sich immer wieder an den Leser, so kann man das Buch auch als Reise- bzw. Erlebnisbericht sehen kann.

Prolog: Eine Befreiung von Thomas Le Blanc
Im Prolog geht es, wie der Titel der Geschichte sagt, um eine Befreiung. Jene Befreiung ist der zentrale Punkt, der die nachfolgenden Ereignisse in Gang setzt. Sie wird im Prolog recht schnell abgehandelt, ist aber trotzdem spannend. Der Schreibstil von Thomas Le Blanc ist flüssig und ansprechend.

Episode 1: An der Piratenküste von Alexander Röder
Die erste Episode begann leider etwas träge. Es dauerte eine Weile bis ich mich in die Geschichte hineinversetzen konnte. Es gelang mir erst, als die Planungen für die Befreiung begannen. Ab diesem Zeitpunkt verfolgte ich den Verlauf der Geschichte mit Neugierde. Der Schreibstil von Alexander Röder war für mich etwas zu detailliert. Ich verlor mich in den Gedanken von Kara und fand, dass der rote Faden dadurch darunter litt. Ansonsten hat mir der Verlauf gefallen.

Episode 2: Die Wüste des Todes von Karl-Ulrich Burgdorf
Die zweite Episode fand ich wesentlich spannender. Die Geschichte nahm endlich an „Fahrt“ auf. Sobald Ali ist Spiel kam, war ich sofort fasziniert. Sein Stab verwirrte mich und machte mich gleichzeitig neugierig. Die Ereignisse danach waren voller Spannung und sorgten dafür, dass ich den Abschnitt sehr schnell las. Je mehr Magie verwendet wurde, umso mehr Freude kam in mir auf. Die Magie veränderte alles, obwohl sie so andersartig war. Als die Schlangen in der Geschichte auftauchten wollte ich das Lesen gar nicht mehr unterbrechen. Der Schreibstil von Karl-Ulrich Burgdorf ist fesselnd und lebendig. Dadurch konnte ich mich tief in die Geschichte hineinfühlen und war genauso wie Kara von den Ereignissen um die Schlangen fasziniert. Allerdings frage ich mich wirklich wie ihr neues Reisemittel an diesen Ort kam. Mit Neugierde begann ich die dritte Episode.

Episode 3: Die Gelehrten von Hadramaut von Friedhelm Schneidewind
Die dritte Episode ließ mich mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits gefiel sie mir, anderseits kam mir die Geschichte zu träge voran. Die Hinweissuche zog sich einfach zu sehr in die Länge. Die Wendung und die Richtung, in der sich die Geschichte entwickelte, überraschte mich hingegen. Man könnte sagen, die Geschichte macht eine 180 Grad Wende. Ich hatte zu Beginn des Lesens nicht mit einem Dämon und solcher Magie gerechnet. Der Kampf und das Ritual waren für mich die besten Abschnitte. Der Schreibstil von Friedhelm Schneidewind ist abgesehen von den langen Beschreibungen ansprechend. Ich hoffe nun, dass die nächste Episode wieder spannender wird.

Episode 4: Die Königin von Saba von Jacqueline Montemurri
Episode 4 entführte mich wortwörtlich in ein Reich der Magie. Die Geschichte ist durchgehend spannend und sehr interessant. Die Magie der Königin von Saba war faszinierend und erschreckend zugleich. Karas Erlebnisse in Bezug darauf wurden eindrucksvoll beschrieben. Ich konnte mich mit Leichtigkeit in ihn hineinversetzen. Ich war am Ende froh, dass es Dank Marijke gut ausging, obwohl ich mit der Art und Weise nicht gerechnet hatte. Mir gefiel der Hintergrund der Geschichte und die Idee aus der die Ereignisse entsprangen. Der Schreibstil von Jaqueline Montemurri ist locker und niemals stockend. Er ist angenehm und flüssig zu lesen.

Epilog: Ein gesiegelter Brief von Tanja Kinkel
Der Epilog war wohl der emotionalste Abschnitt. Der Brief stammt von Marijke und ist voller Wahrheiten, die man gut auf das wahre Leben übertragen könnte. Ich war von ihr selbst und ihren Verhalten beeindruckt. Ihr neuer Weg zeigte, dass sie trotz der Ereignisse eine starke Frau blieb. Tanja Kinkels Schreibstil fesselte mich. Sie beschreibt die Dinge direkt und schweift nicht ab. Für mich ist dieser Epilog ein perfekter Abschluss.

Mein Fazit:

In diesem Buch haben 6 Autoren eine facettenreiche Geschichte geschrieben. Die verschiedenen Episoden konnten mich zum Teil begeistern, zum Teil fand ich manche Abschnitte etwa träge. Die Schreibstile der Autoren sind unterschiedlich, zumeist sind sie ansprechend, fesselnd und sehr flüssig. Der Verlauf der Geschichte war anders als erwartet. Die Magie faszinierte mich mit jedem Abschnitt mehr. Die Ideen sind wirklich gut und die Episoden setzen immer nahtlos aneinander fort. Ich konnte mitfiebern und mich an der Geschichte erfreuen. Alles in allem ist es ein gut gelungenes Buch, obwohl ich ein paar kleine Probleme hatte. 

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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