Rezension zu Exoplanet Band 1: Mission Kepler-438B von Armin Weber

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© Armin Weber

Eins verstehe ich nicht: Kepler-438b ist 470 Lichtjahre von Titan entfernt. Wie soll, wie kann bei dieser gewaltigen Strecke die Teleportation in Echtzeit gelingen? – Zitat aus dem Buch

Fakten zum Buch:
Titel: Exoplanet – Mission Kepler-438B
Autor/in: Armin Weber
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsjahr: 2016
Seitenanzahl: 313 Seiten
ISBN: 978-1530964826
Erhältliche Formate: Taschenbuch, Ebook

Inhaltsangabe laut Amazon:
Saturnmond Titan, Forschungsstation Apache One, 2105:
Der Informatiker John Satcher und seine vierköpfige Crew sind auf dem Saturnmond Titan die einzigen lebendigen Wesen. Doch frei sind sie nicht: Starke und bösartig intelligente Roboter überwachen jeden ihrer Schritte – gesteuert von einer allübergreifenden künstlichen Intelligenz, die sich »Nummer 2« nennt und als Computerdiktatur auch über die Menschen herrscht. Mangelnde Freiheit und nie endende Unterdrückung treiben das menschliche Team dazu, sich gegen Nummer 2 aufzulehnen. Doch die Roboter haben die Menschen als Krone der Schöpfung abgelöst und so ist jeder Umbruchversuch zum Scheitern verurteilt. Das Blatt scheint sich erst zu wenden, als beim Teleportationsversuch eines Menschen nach Kepler-438b ungeahnte Nebenwirkungen auftreten: Aus einer Experimentalkammer tritt eine rätselhafte Kreatur in die Forschungsstation, die weder Mensch noch Maschine und beiden überlegen ist. Fragt sich nur: Auf welcher Seite steht sie? (Quelle: amazon.de)

Meine Meinung zum Cover (Diese Meinung bezieht sich auf das vorherige, orange farbene Cover, nicht auf das Neue.):

Das Cover wirkt auf mich eher unscheinbar. Ich hatte dahinter keine Science-Fiction Geschichte erwartet. Schon gar nicht mit diesem Inhalt. Zum Glück hat mich der Autor auf das Buch aufmerksam gemacht, sonst wäre mir das Buch entgangen.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Die Erde wird von einer Computer-KI gesteuert. Das Leben der Menschheit ist von Kontrolle beherrscht, niemand darf eigenständig handeln. Fernab der Heimat, auf einem Saturnmond namens Titan befindet sich eine Forschungsstation der herrschenden KI „Nummer 2“. Dort lebt eine 5-köpfige Crew unter der Herrschaft der KI. Emotionslos und kalt erteilt sie ihnen Befehle und zeigt ihnen, dass sie für die KI eigentlich bedeutungslos sind. Doch dann soll der erste Mensch auf einen fernen Planeten teleportiert werden. Die Angst ist groß, wissen die Menschen doch nicht wie das gelingen soll. Bei der Teleportation geht etwas gewaltig schief. Es wird etwas erschaffen, dass das Leben der Crew und der Roboter komplett auf den Kopf stellen wird.

Meine Meinung zum Inhalt:

Einerseits fand ich das Buch wahnsinnig spannend und gut geschrieben, andererseits störte es mich, dass mir viele Informationen fehlen und die Handlung nicht ganz schlüssig war. Im Folgenden werde ich näher darauf eingehen.

Das schreiberische Können des Autors ist sehr gut, er kann Spannung erzeugen und weiß, wie er den Leser mitreißt. Die Charaktere haben alle einen intensiv ausgearbeiteten Charakter bekommen und sind greifbar. Allerdings fand ich den derben Humor an vielen Stellen unpassend, die Kraftausdrücke waren teilweise auch sehr extrem. Manchmal gab etwas komische Satzstellungen, die meinen Lesefluss zum Glück nicht beeinflussten.

Zu Anfang war ich verwirrt und brauchte eine Weile, bis ich mich zurechtfand. Mir fehlten die Informationen zur „Welt“. Ohne den Klappentext hätte ich wohl nicht verstanden, wo und wann ich mich befinde. (Oft beginne ich Bücher ohne den KT vollständig zu lesen, damit ich mich komplett von der Geschichte überraschen lassen kann.) Die Informationen zur Computer-Diktatur kommen erst nach und nach. Genauso jene über die Lebenssituationen. Über den titelgebenden Exoplanet Kepler 438b erfuhr ich über das ganze Buch so gut wie gar nichts.

Nachdem ich mich orientiert hatte, konnte ich dem Verlauf der Geschichte leicht folgen. Ich fand die Grundidee sehr gut und war dann doch über die Wendung überrascht. Das Experiment der Teleportation endete ziemlich unerwartet. Es ist schwer die Rezension ohne Spoiler zu schreiben, da das Endergebnis der Teleportation ca. 75 Prozent des Buches massiv beeinflusst. Die Handlung ist im Mittelteil durch die „Folgeexperimente“ geprägt und eher mäßig spannend, aber trotzdem interessant. Sie zeigte mir, wie grausam die KI ihre Interessen vorantreibt. Eben so, wie eine Maschine „denkt“: emotionslos und zielgerichtet.

Ein bisschen Kopfzerbrechen bereitete mir der Umgang mit der Quantenverschränkung, sowie die Verwendung der KI. Mittlerweile habe ich einige Science-Fiction Bücher gelesen. Ich kenne mich weder in der Informatik, noch in der Physik wirklich gut aus. Aber ich hatte das Gefühl, dass der Autor die Dinge extrem an seinen Storyverlauf angepasst hat. Soweit ich weiß, funktioniert die Quantenverschränkung anders. Bei den physikalischen Dingen hat es mich beim Lesen nicht wirklich gestört, da mir die Geschichte trotzdem schlüssig vorkam. Ich finde es bis zu einem gewissen Grad in Ordnung, wenn Autoren Fakten für ihre Geschichte ändern. Deswegen liest man ja erfundene Geschichten. Nur die Sachen mit der KI und den Computern störte mich immer wieder.

Trotz dieser vielen kleinen Punkte fand ich die Geschichte spannend und mitreißend. Ich las 60% des Buches an einem Tag. Somit konnte mich die Geschichte fesseln. Das Ende des Buches war ebenso komplett anders als erwartet. Die Wendung fand ich gut und die erklärten Gründe schlüssig.

Mein Fazit:

Die Geschichte war im Großen und Ganzen sehr spannend und mitreißend. Ich konnte mitfiebern und verfolgte den Storyverlauf mit großem Interesse. Die Geschichte ist für mich eine Mischung aus Science-Fiction und Thriller. Zu Beginn brauchte ich eine Weile bis ich zurechtkam, genauso erging es mir mit dem derben Humor. Es gab mehrere Dinge, die mich ein wenig störten, aber zum Glück keine großen Auswirkungen auf meinen Lesefluss hatten. Alles in allem hat mir das Buch gefallen.

Ich habe eine ganze Weile überlegt, wie viel Sterne ich dem Buch geben möchte. Es fiel mir nicht leicht, da ich zwischen 3 und 4 Sternen schwankte. Aufgrund der überwiegend positiven Dinge habe ich mich dazu entschieden 4 von 5 möglichen Sternen zu vergeben.
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Hier
Band 2: Lichtsturm

Ein Gedanke zu “Rezension zu Exoplanet Band 1: Mission Kepler-438B von Armin Weber

  1. Pingback: Rezension zu Exoplanet Band 2: Lichtsturm von Armin Weber | The Librarian and her Books

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