Rezension zu Rache um jeden Preis von Nika S. Daveron

Nika S. Daveron

© Papierverzierer Verlag

Leo betete nie, er war kein religiöser Mensch, aber an diesem Morgen betete er im Stillen, dass Gott, oder wer auch immer, ihn wenigstens dieses Mal verschonte. – Zitat aus dem Buch

Fakten zum Buch:
Titel: Rache um jeden Preis
Autor/in: Nika S. Daveron
Verlag: Papierverzierer Verlag
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2018
Seitenanzahl: 220 Seiten
Erhältliche Formate: Ebook, (Taschenbuch folgt)

Inhaltsangabe des Verlages:
Als seine Tochter brutal ermordet wurde, brach für Leo eine Welt zusammen. Der ehemalige Cop lebt zurückgezogen und verwahrlost, er steht kurz vor der Scheidung und ihm droht der Sorgerechtsentzug für seine beiden verbliebenen Kinder. Doch er weiß etwas, das auf die Mörder seiner Tochter hinweist. Und für diesen Hinweis ist er bereit alles auf eine Karte zu setzen. Er nimmt die Spur auf, und für ihn beginnt ein Rachefeldzug … um jeden Preis.

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover gefiel mir auf Anhieb. Es ist nicht zu düster gestaltet, weist aber durch die Pistole auf die Thematik hin. Die Gestaltung ist auf jeden Fall stimmig.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes (ACHTUNG, leichte Spoiler):

Leo, ein ehemaliger Cop, hat alles verloren: Seine Tochter wurde ermordet, seine Frau hat ihn verlassen und nahm die verbliebenen Kinder mit. Nun wird er nur noch von seinem Hass getrieben und begibt sich zusammen mit einem berüchtigten Auftragskiller auf einen gewaltvollen Rachefeldzug. Er ahnt nicht, in welches Wespennest er dabei sticht und löst damit eine Lawine an Ereignissen aus. Er bringt dabei nicht nur sich selbst in Gefahr. Vertrauen kann er auch niemandem mehr.

Meine Meinung zum Inhalt (ACHTUNG, leichte Spoiler):

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich neugierig, wie die Autorin ihre Idee umgesetzt hat. Einerseits hat mir das Buch sehr gut gefallen, andererseits fehlte etwas, aber dazu schreibe ich noch mehr. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und ansprechend. Allerdings ist er mir zu rasant, die Autorin rast beinahe durch die Geschichte. Dadurch kommen die Beschreibungen so mancher Szene zu kurz. Manchmal tat ich mir schwer, Umgebungen oder Handlungen nachzuvollziehen, weil mir die Bilder im Kopf dazu fehlten.

Die Idee selbst ist klassisch: Ein Mann verliert einen geliebten Menschen und sinnt auf blutige Rache. Neu ist, dass dieser dabei von einem Auftragskiller begleitet wird. Ich muss zugeben, dass ich diesen als unglaubwürdig empfand. An den Tatorten hinterlassen die Beiden ständig viel zu viele Spuren. Dann hat der Auftragskiller überall Autos (wirklich zu jeder Zeit und an jedem Ort), geht aber beim Informationen beschaffen sehr unvorsichtig und offen vor. Gut fand ich allerdings, wie die Autorin seine wahnsinnige Art beschrieben hat. Sie passte zu einem Auftragskiller und wirkte glaubhaft, besonders als dieser emotionslos tötete.

Leo ist ein völlig gegensätzlicher Charakter: Er ist voller Rachegefühle, jagt gnadenlos und dreht dann auch mal durch. Dann ist er wieder voller Emotionen und traumatisiert von den Informationen und den Morden. Schlussendlich erinnert er sich an seine Familie und sein Beschützerinstinkt kommt auf. Meiner Meinung nach viel zu spät, weil es für mich eine logische Konsequenz ist, dass die Familie in Gefahr gerät, wenn man so handelt. Zwischenzeitlich wusste ich wirklich nicht, was ich von ihm halten sollte.

Die Gewaltdarstellungen waren teilweise sehr intensiv und gut beschrieben, teilweise aber auch zu wenig, sodass wie oben gesagt, kein Bild in meinem Kopf entstehen konnte.

Manchmal war die Spannung extrem hoch, manchmal dümpelte sie vor sich hin. Ab und an hatte ich das Gefühl einen Bericht zu lesen. Das Ende kam für mich zu abrupt auf. Die Wendung war unerwartet und überraschte mich. Die Idee fand ich super, aber sie wurde zu schnell abgehandelt. Das letzte Kapitel beinhaltet für mich eine Bestätigung. Ich vermutete nämlich schon, dass es nicht so einfach ist.

Mein Fazit:

Dem Thriller liegt eine gute Idee zu Grunde, leider konnte er mich nicht vollends überzeugen. Es gab einiges an Spannung, die aber immer wieder stark abflaute. Der Auftragskiller war mir an vielen Stellen zu unglaubwürdig. Der Schreibstil ist flüssig und ansprechend, aber leider rast mir die Autorin zu schnell durch die Geschichte. Mir fehlten oft die Beschreibungen, damit ein Bild in meinem Kopf entstehen konnte.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!