Rezension zu Die Jesus-Welle von Richard Marbel

20180206_1914171957967485.jpgEr reckte den Nacken und blickte auf sich hinab. Sein Körper schien sich aufzulösen! Ein gleißendes Licht drängelte sich in seine visuellen Sinne. Worauf hatte er sich da bloß eingelassen? – Zitat aus dem Buch (S. 150)

Fakten zum Buch:
Titel: Die Jesus-Welle
Autor/in: Richard Marbel
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsjahr: 2017
Seitenanzahl: 364 Seiten
ISBN: 978-1979455572
Erhältliche Formate:  Taschenbuch, Ebook

Inhaltsangabe laut Amazon:
Nach dem Tod seiner großen Liebe hat sich Michael für ein Leben als Priester entschieden. Jahre später erhält er von seinem ehemaligen Mentor eine Einladung für ein unglaubliches Experiment. Ein Computer ermöglicht die Verbindung zwischen Mensch und Quantenwellen. Dabei öffnet sich der Zugang zu einer Parallelwelt beziehungsweise zum Leben nach dem Tod. Zusammen mit dem Neurologen Stuart und der hochbegabten Lucy unternimmt Michael die Reise in die Quantenwelt. Dort wird das Team auf eine schwere Belastungsprobe gestellt. Denn was niemand ahnt: Im Jenseits wartet eine dunkle Bedrohung

Meine Meinung zum Cover:

Ohne den Hinweis des Autors auf sein Buch, wäre ich wohl nicht darauf aufmerksam geworden. Das Cover ist mir zu „mathematisch“ gestaltet. Ich hätte nicht mit so einem Inhalt gerechnet.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Jesus-Welle.jpgVier komplett verschiedene Menschen werden zu einem hoch geheimen Forschungsprojekt eingeladen. Vier Menschen, die sich noch nie gesehen haben und doch verbindet sie einiges. Gemeinsam sollen sie mit Hilfe einer neuen Technik in die Quantenwelt eintauchen und die sogenannte Jesus-Wellte finden. In genau jene Welt, die das Leben nach dem Tod in sich birgt. Vor Ort werden sie mit Ereignissen aus ihrer Vergangenheit konfrontiert, müssen diese Überwinden und sich einer dunklen Bedrohung stellen. Am Ende müssen sie herausfinden, was wirklich dahintersteckt und machen eine erstaunliche Entdeckung, die alles verändern wird.

Meine Meinung zum Inhalt:

Das Buch begann mit einem sehr emotionalen Prolog. Darin lernte ich die Vergangenheit einer der Hauptfiguren kennen. Danach startet die eigentliche Geschichte in der Gegenwart. In den ersten Kapiteln lernte ich die Michael, Lucy und Stuart kennen. Ich muss zugeben, dass ich zu Anfang ziemlich irritiert war, weil nicht damit gerechnet hatte, im Alltag jener Personen zu landen. Richtig interessant wurde es dann, als alle zusammentreffen und die Geheimnisse um das Projekt gelüftet werden.

Die Quantenwelt faszinierte mich sofort. Obwohl die Technik sehr kompliziert ist (ich konnte leider nicht alles verstehen), wollte ich mehr erfahren. Als sie dann endlich in die Quantenwelt eintauchen, beobachtete ich mit viel Neugierde den Verlauf der Geschichte. Ich war begeistert, wie der Autor dieses Thema ausgebaut hat. Die Welt war beeindruckend und wurde vom Autor gut beschrieben. Durch das Empfinden der Protagonisten konnte ich mich leicht hineinversetzen und mir alles vorstellen.

In der Quantenwelt geht es dann relativ schnell zur Sache. Sie versuchen ihre Mission durch zu führen. Allein die war schon irgendwie verrückt und doch faszinierend. Dann taucht das „Böse“ auf und der so schöne „Ausflug“ wurde gefährlich. Ab diesem Zeitpunkt konnte und wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich las die letzten 200 Seiten in einem Rutsch durch. Der Autor hat es geschafft, dass ich mitfieberte und manchmal erstaunt innehielt. Die Art, wie der Autor mit dem Thema „Leben nach dem Tod“ um geht, ist sehr feinfühlig. Manchmal waren die Gefühle extrem stark, manchmal bekam ich Gänsehaut. Die Geschichte wurde mit jedem Kapitel spannender. Der Autor geht auf das Seelenleben seiner Protagonisten ein und achtet im kompletten Verlauf der Geschichte darauf. Hin und wieder gab es kurze Erinnerungsabschnitte, die wichtig für die Geschichte und das Verständnis waren.

Das Ende war mitreißend und offenbarte eine Wendung mit großer Tragweite. Mir kam der Gedanke über die wahren Motive des „Projektleiters“ viel zu spät und war dementsprechend überrascht. Es wird nochmal gefährlich und emotional. Am Ende war ich froh, dass doch ein paar Happy Endings gab. Der Epilog sorgte bei mir für einen Gänsehautschauer auf der Haut.

Nachdem Beenden des Buches habe ich überlegt, in welches Genre das Buch passt. Die Einteilung ist schwierig: Durch die Technik ist ein wenig Science-Fiction vorhanden, die Quantenwelt selbst könnte Fantasy sein. Durch den Gegner entstehen ein paar Thriller-Elemente. Allerdings beinhaltet das Buch auch einige philosophische Elemente. Es passt einfach nicht in ein einziges Genre.

Mein Fazit:

Der Autor hat mich mit seiner Geschichte in eine andere Welt mitgenommen und ließ mich dadurch über das Leben nach dem Tod, aber auch über das Leben selbst nachdenken. Die Geschichte war emotional, spannend und mitreißend. Die Quantenwelt im Buch ist ein faszinierender Ort mit viel Potenzial. Die Geschichte selbst wurde vom Autor intensiv und strukturiert ausgearbeitet. Sein Schreibstil ist ansprechend und kommt niemals in Stocken. Für dieses Buch kann ich definitiv eine Leseempfehlung aussprechen!

Da mich das Buch anfangs irritierte und ich mich erst orientieren musste, wollte ich ursprünglich 4,5 Sterne vergeben. Aber da sich das Buch im Verlauf der Geschichte so stark entwickelte, vergebe ich 5 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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