Rezension zu Ganymed erwacht von Joshua Tree

Ganymed erwachtDu bist so dämlich, schalt sie sich selbst. Plauderst mit deinen Entführern, als wären sie deine Seelenklempner. – Zitat aus dem Buch

Fakten zum Buch:
Titel: Ganymed erwacht
Autor/in: Joshua Tree
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2018
Seitenanzahl: 325 Seiten
Erhältliche Formate: Ebook

Inhaltsangabe laut Amazon:
Im Jahr 2042 entdecken Astronomen einen lange postulierten neunten Planeten in unserem Sonnensystem. Ein beispielloses Weltraumrennen zwischen zwei mächtigen Megakonzernen beginnt, die als erste ihre Sonden zu dem Himmelskörper in der Dunkelheit jenseits Neptuns bringen wollen. Als die Robotersonden nach vielen Jahren mit Bodenproben aus dem äußeren System zurückkehren, stürzt eine davon auf Ganymed ab und zerstört dabei eine Forschungsstation. Nachdem der Kontakt zu dem Jupitermond abbricht, erreicht eine zweite Probe die Erde, auf der schon bald Konflikte um die Herrschaft eines Materials ausbrechen, das sämtliche Forscher vor Rätsel stellt.

Inmitten des ausbrechenden Chaos begibt sich die Astronautin Rachel Ferreira an Bord eines Raumschiffes mit führenden Wissenschaftlern, um das mysteriöse Schweigen Ganymeds zu untersuchen. Auf der Erde wird derweil ein Söldnerteam in den Konflikt um die Kontrolle einer möglicherweise außerirdischen Technologie gezogen und deckt nach und nach eine Verschwörung auf, die an den Fundamenten der Zukunft rütteln könnte.

Meine Meinung zum Cover:

Für mich ist dieses Cover ein typisches, aber auffallendes Science-Fiction Cover. Die Motive passen zum Thema und dem Inhalt.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes (ACHTUNG, leichte Spoiler):

Ganymed 1.jpgDie Astronautin Rachel Ferreira kehrt unter lebensgefährlichen Bedingungen von ihrer Station auf Ganymed zurück zur Erde. An Bord befinden sich Proben des 2042 entdeckten, mysteriösen Planeten. Jene Proben lösen einen schrecklichen Kampf aus und sorgen für viel Unheil. Schnell wird sie zum Spielball der 4 Mega-Konzerne, die um die Vorherrschaft auf der Erde kämpfen. Schlussendlich soll sie zusammen mit einem Forschungsteam auf einem Raumschiff dorthin zurückkehren. Währenddessen führt ein Söldnerteam auf der Erde Aufträge für die Megakonzerne aus. Ein Auftrag löst eine Kette von Ereignissen aus, die sie in lebensbedrohliche Situationen bringt.

Meine Meinung zum Inhalt:

Das Buch ist anders, als die Science-Fiction, die ich bisher gelesen habe. Aber positiv anders! Der Schreibstil des Autors ist hebt sich diesmal von Behemoth ab. Er ist weiterhin strukturiert und anspruchsvoll. Doch diesmal war er ein wenig technikhaltiger, manchmal musste ich mich sehr konzentrieren, um alles zu verstehen. Die Technik ist ein Stück weiterentwickelter als jetzt. Trotzdem konnte ich sie verstehen und nachvollziehen, obwohl die Beschreibungen eine Zeit lang sehr ausführlich waren (Besonders aus der Sicht von Rachel). Am meisten haben mich wohl die Augmentationen fasziniert, sie sind befremdlich und doch haben sie etwas an sich.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Rachel Ferreira und Theodore (einem Söldner) erzählt. Dadurch gab es auch immer einen Ausgleich für die Technik bei Rachel. Es gibt zwei parallellaufende Handlungsstränge, die nach einiger Zeit kurz aufeinander treffen, sich aber schnell wieder trennen.

Die Kapitel mit dem Söldnerteam waren sehr actionreich. Durch sie war in der Geschichte viel Nervenkitzel vorhanden. Sie waren für mich auch der Ausgleich für die technikhaltigen Abschnitte aus der Sicht von Rachel Ferreira. Es gab bei Söldnerteam aber auch kurze emotionale Szenen, bei denen die Loyalität des Teams stark hervor trat. Schon zu Beginn ist klar, dass Rachel eine Kampfernatur ist. Sie überlebt das Schlimmste, was einem in Weltall passieren kann und muss dann auch noch an diesen Ort zurückkehren. Die damit einhergehenden Probleme wurden von Joshua Tree gut in die Geschichte integriert. Die Szenen waren sehr emotional und ich konnte mich in Rachel hineinversetzen.

Es gab keine Raumschlachten, aber das störte mich überhaupt nicht. Die Geschichte trumpft dafür mit imposanter Technik, einer durchdachten und intensiv ausgearbeiteten Geschichte, sowie guten Science-Fiction-Elementen auf. Für mich ist eine Mischung aus Science-Fiction und Thriller.

Rachels Handlungsstrang ist im Mittelteil etwas ruhiger und technikhaltiger, aber nicht weniger interessant. Gleichzeitig ist es bei Theodore immer spannend und es gibt nur einen kurzen Moment zum Durchatmen. Seine Szenen konnten mich ein wenig mehr fesseln als die von Rachel. Im letzten Drittel wurden es dann auch bei Rachel wieder intensiver.

Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, ein Personenregister und eine genau Zeitlinie zu den Geschehnissen zwischen 2019 und 2057.

Mein Fazit:

Joshua Tree hat mit diesem Buch ein extrem spannendes und actiongeladenes Buch geschrieben. Es sind viele Science-Fiction-Elemente vorhanden. Sein Schreibstil ist strukturiert, die Geschichte ist intensiv ausgearbeitet und beinhaltet wieder viel Spannung. Definitiv ein gelungener Auftakt!

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
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