Rezension zu Nulllinie von Felix A. Münter

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©  Papierverzierer Verlag

Du kannst mir sagen, was ich hören will. Oder ich hole es mir. Liegt allein bei dir. – Zitat aus dem Buch

Fakten zum Buch:
Titel: Nulllinie
Autor/in: Felix A. Münter
Verlag: Papierverzierer Verlag
Erscheinungsjahr: 2017
Seitenanzahl: 222 Seiten
ISBN: 978-3959626040

Inhaltsangabe laut Verlag:
Als ob Oscar mit der Krankheit seiner Tochter nicht schon genug Probleme am Hals gehabt hätte, reist auch noch sein Bruder Alain ab, um irgendwelche journalistischen Nachforschungen in Moldawien anzustellen. Eigentlich hatten sie ausgemacht, dass sich Alain alle zwei Tage bei ihm meldet. Doch auf einmal erfolgen keine weiteren Anrufe. Aus der leichten Beunruhigung wird schnell blanke Angst, da Alain weder auf Anrufe noch auf E-Mails reagiert. Zum Unmut seiner Frau macht sich Oscar, der einst in der Fremdenlegion gedient hat, auf den Weg, seinen Bruder zu suchen. Zwischen intriganten Soldaten, Verrätern und Gangsterbossen beißt er sich durch, um der dünnen Fährte seines Bruders zu folgen.
Ein Thriller, der eindeutig mehr Wahrheiten bereithält, als wir es wahrhaben wollen …

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover ist schlicht gestaltet und doch kann man Rückschlüsse auf den Inhalt ziehen. Über die Nulllinie konnte ich nur Vermutungen anstellen, der Sand im Hintergrund spricht für die abschüssigen Straßen in Moldawien. Ich finde es trotz der Schlichtheit sehr gelungen.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Oskars Bruder Alain verschwindet während einem Trip nach Moldawien spurlos. Obwohl er zu Hause eine kranke Tochter hat, begibt er sich sofort auf die Suche nach seinem Bruder. Vor Ort erlebt er eine Irrfahrt, da er von einem Ort zum Nächsten jagen muss. Sein Bruder scheint dunklen Machenschaften auf der Spur gewesen zu sein. Oscar nutzt seine Kenntnisse aus seiner Zeit bei der Fremdenlegion und rutscht dabei selbst in böse Abgründe, die ihm alles abverlangen.

Meine Meinung zum Inhalt:

Felix A. Münter hat es wieder einmal geschafft, mich auf eine spannende Reise voller Spannung und Nervenkitzel mit zu nehmen. Der Schreibstil des Autors ist flüssig, er schafft es seine Geschichte lebendig zu inszenieren, sodass ich wunderbar mitfiebern konnte.

Schon nach wenigen Seiten begann sich Spannung aufzubauen. Ich verfolgte mit Neugierde wie Oscar sich Informationen verschafft und war aber zugleich von seiner Brutalität überrascht. Ich hatte nicht erwartet, dass er ohne mit der Wimper zu zucken, auf diese brutale Weise vorgeht. Hier merkte ich, dass er für seinen Bruder alles tut bzw. tun wird.

Oscar ist für mich ein sehr facettenreicher Protagonist. Einerseits agiert er kalt wie ein Killer, andererseits zeigt er durch seine Handlungen, wie viel ihm sein Bruder bedeutet. Er geht logisch und gezielt vor, wird aber je länger die Reise andauert ein wenig unvorsichtig. Trotzdem schafft er es aus den gefährlichsten Situationen heraus und jagt weiter der Spur zu seinem Bruder nach. Der Autor hat seinen Hauptprotagonisten wirklich intensiv ausgearbeitet.

Je länger Oscars Reise durch die verschiedenen Länder wurde, umso mehr stiegt der Nervenkitzel an. Ich wollte unbedingt erfahren, was denn nun mit Alain passiert ist. Kaum glaubte ich, dass Oscar es geschafft hat, kamen neue Wendungen hinzu, die die Reise um ein Vielfaches schwieriger machten. Ich wusste noch vor Oscar, wohin Alain wirklich gebracht wurde. Diese Erkenntnis hat mich dann schon ein wenig erschreckt, da mir die Tragweite dessen bewusst wurde. Zu Beginn hatte ich wirklich nicht erwartet, dass die Dinge derartig zusammenhängen.

Und dann war es endlich so weit, Oscar war an seinem Ziel angekommen. In diesem Moment suchte mich ein ganz besonders starker Schockmoment heim. Normalerweise müsste ich es ja gewohnt sein, dass Felix A. Münter gemeine Cliffhanger schreibt. Trotzdem war ich auf den Cliffhanger in diesem Buch nicht vorbereitet und war deswegen auch fassungslos. Zuerst wollte ich nicht glauben, dass der Autor dies seinem Protagonisten antut, leider hat er es getan.

Mein Fazit:

Felix A. Münter hat mich in diesem Buch auf eine gefährliche Reise voller dunkler Geheimnisse, aber auch mit wenigen Lichtblicken, mitgenommen. Er zeigte die Abgründe eines schrecklichen Themas in der Welt auf und gestaltet dieses sehr real. Dem Autor ist hier ein spannender Thriller mit einem bösen Cliffhanger gelungen. 

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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