Rezension zu Sirrah – Eine Rebellion aus Liebe gegen das System von Petra Gugel

Sirrah

© Petra Gugel

Dahinter befand sich ein winziger Raum. Sirrah spürte, wie zwei kräftige Hände sie an den Armen packten und festhielten. Mit Tihal hatten sie anscheinend etwas anderes vor. Zwei der Männer ergriffen ihn und zerrten ihn weiter. – Zitat aus dem Buch

Fakten zum Buch:
Titel: Sirrah – Eine Rebellion aus Liebe gegen das System
Autor/in: Petra Gugel
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsjahr: 2017
Seitenanzahl: 213 Seiten
Erhältliche Formate: Ebook

Inhaltsangabe laut Verlag:
In ferner Zukunft leben zwei junge Menschen auf einer matriarchalen Welt: Sirrah, Tochter einer Gutsbesitzerin, und Tihal, Sohn eines Landarbeiters. Während Sirrah alle Wege offen stehen, bleibt Tihal nur das Leben auf den Feldern. Tihal umgibt ein Geheimnis, das Sirrahs Interesse weckt. Die beiden kommen sich näher, ihre Liebe zerbricht jedoch an Sirrahs Zukunftsplänen. Als Sirrah eine Karriere bei der Raumflotte anstrebt, verlässt Tihal seine Heimat und schließt sich einer Rebellengruppe an. Zunächst verdrängt Sirrah die Ungerechtigkeit des Gesellschaftssystems und stürzt sich mit Eifer in ihre Ausbildung. Als sie jedoch herausfindet, dass Tihal die Zwangsarbeit auf einem unwirtlichen Planeten droht, schmiedet sie einen waghalsigen Fluchtplan.

Meine Meinung zum Cover:

Eigentlich gefällt mir das Cover sehr gut. Das nachdenkliche Gesicht der Frau passt zu Sirrah. Das Glänzen der Sterne passt zu Sirrahs Traum zur Raumflotte zu gehören. Nur leider geht der zweite Teil des Wortes „Sirrah“ in der dunklen Farbe unter. Wenn das Bild des Covers kleiner ist, muss man sich bemühen, das Wort lesen zu können.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Sirrah wächst wohlbehütet auf dem Gut ihrer Mutter auf. Sie schmiedet bereits ihre Zukunftspläne als sie sich in Tihal verliebt. Doch ihre Liebe scheint aussichtslos. Als Frau steht Sirrah die Welt offen, Tihal hingegen hat keine Chancen, da nur die Frauen ein Recht darauf haben. Er ist dazu verdammt, immer auf dem Gut arbeiten zu müssen. Als Sirrah sich trotz ihrer Liebe ihren Traum erfüllt, entscheidet er sich, sein Leben aufzugeben und sich den Rebellen anzuschließen. Jene Rebellen, die für die Gleichberechtigung der Männer kämpfen. Doch dann wird alles anders. Er wird gefangen genommen und Sirrah muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht.

Meine Meinung zum Inhalt:

Durch den lockeren und direkten Schreibstil der Autorin bin ich sehr leicht in die Geschichte hineingekommen. Die Geschichte beginnt ruhig und ich lernte alle Figuren kennen. Die erste Zeit gefiel mir die Geschichte, doch mit der Zeit wünschte ich mir, dass sie mehr „Fahrt“ aufnehmen sollte.

In der ersten Hälfte ist die Einzige „spannende“ Wendung, dass Tihal verschwindet. Danach und davor plätschert die Geschichte eine Zeit lang weiter vor sich hin. Es geht um Sirrahs Ausbildung, die sehr detailliert beschrieben wurde und durch einige für mich unnötige Szenen in die Länge gezogen wurde. Es wurde dadurch zwar der Zusammenhalt und die Freundschaft mit ihren neuen Freundinnen gestärkt, dennoch war mir das zu lange.

Die Grundidee, dass diesmal die Männer nur eine ungeordnete Rolle spielen und die Frauen das Sagen haben, fand ich gut. Sie wurde auch glaubhaft von der Autorin umgesetzt. Schade fand ich, dass der Klappentext so viel verrät, denn die wesentliche Handlung wurde darin wiedergegeben. Somit weiß ich eigentlich schon was in der Geschichte passiert.

Als Sirrah dann schließlich in den Weltraum darf (nach 78% des Buches), geht alles ganz schnell. War mir die Geschichte vorher zu ausführlich, wurde sie ab diesem Zeitpunkt zu rasant erzählt. Die Ereignisse werden kaum beschrieben und es las sich eher wie ein Bericht, als eine Geschichte. Gerade diese Szenen hätte ich mir ausführlicher gewünscht, da sie ein wichtiger Teil für die Handlung sind. Vor allem die Szenen als Sirrah Tihal entdeckt und ihren Plan umsetzt. Das alles passierte in den letzten 10% des Buches. Irgendwie war ich enttäuscht, da ich aufgrund des Klappentextes mehr erwartet hatte. Das Ende kam dann ziemlich abrupt. Für mich ist es nicht schlimm, dass es offen ist, dennoch hätte es viel mehr Potenzial gehabt. An und für sich wäre es schön, aber dennoch fehlte mir zu viel.

Mein Fazit:

Dieses Buch ist das Debüt der Autorin, es handelt sich um eines dystopisch-romantisch angehauchtes Jugendbuch. Ich fand die Grundidee und den Rollentausch der Geschlechter gut umgesetzt. Leider gab es für mich zu viele langatmige oder unnötige Szenen, die den Verlauf der Geschichte nicht voran brachten. Der Klappentext verrät schon fast alles und es gab eigentlich keine Überraschungen oder Wendungen. Die letzten 20% der Geschichte wurden dann allerdings zu rasant erzählt, obwohl viel Raum für „mehr“ gewesen wäre. Die letzten 10% waren für mich die Besten des Buches. Die Geschichte hat definitiv Potenzial, mir fehlte allerdings zu viel.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!