Rezension zu Nur zu Besuch von Michael Haag

image.jpg

© Michael Haag

Du bist die Summe deiner Entscheidungen, die du getroffen hast, dachte er an die Worte seines Vaters, bevor ein sanftes Lächeln über sein Gesicht huschte. – Zitat aus dem Buch

Fakten zum Buch:
Titel: Nur zu Besuch – Oder die Geschichte von etwas Altem, etwas Jungem, etwas Gebrauchtem und etwas Blutigem
Autor/in: Michael Haag
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenanzahl: 81 Seiten
ISBN (Print): 978-1980357155
Erhältliche Formate: Taschenbuch, Ebook

Inhaltsangabe laut Verlag:
Was braucht man um eine Geschichte zu erzählen? Reichen vielleicht vier Dinge aus?
Etwas Altes: ein namenloser Fremder, der die mondlose Nacht dazu nutzt, um durch einen Randbezirk der Stadt zu schlendern.
Etwas Junges: ein seltsamer Junge, vielleicht zwölf Jahre alt. Eine bizarre Erscheinung, die auf den Fremden unheimlich wirkt, dennoch auch vertraut.
Etwas Gebrauchtes: ein Messer mit Damastklinge. Ein langjähriger Begleiter des Fremden, viel benutzt und gut gepflegt.
Etwas Blutiges: eine Frau mit besonderen Augen. Augen, die ein Grund waren, um ihre Kehle zu öffnen und sie zu befreien, so wie der Fremde es nennt …

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover ist komplett unscheinbar und relativ nichtssagend. Nachdem ich die Kurzgeschichte gelesen habe, empfinde ich diese Schlichtheit als gut gewählt. In diesem Fall ist es schwierig ein Motiv für ein Cover zu finden.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Ein Mann dringt in eine fremde Wohnung nur „zu Besuch“ ein. Ein Besuch, der so nicht geplant war und nun Probleme mit sich bringt. Sein Werk hat er nur zur Hälfte vollbracht. Er kann es wegen dem seltsamen Jungen nicht vollenden und rätselt was er nun tun soll.

Meine Meinung zum Inhalt:

Zu Anfang wusste ich nicht, was ich von dieser Kurzgeschichte halten soll. Durch den Klappentext hatte ich etwas anderes erwartet. Mit dem Schreibstil des Autors hatte ich ebenso meine Probleme. Lange verschachtelte Sätze sorgten dafür, dass meine Lesefluss immer wieder ins Stocken geriet. Anfangs war die Geschichte deswegen auch eher langweilig. Es dauerte einige Zeit, bis ich mich daran gewöhnt hatte.

Die Hauptfigur hat eine sehr verworrene und ausschweifende Denkweise. Ich hatte das Gefühl, dass er ständig mit den Gedanken abschweift und sich nicht auf das Hier und Jetzt fokussieren kann. Einerseits war das nervig, andererseits war es faszinierend, weil dies die Denkweise eines verrückten Mörders war. Bis zur Hälfte musst ich mich leider durchkämpfen, aber danach wurde die Geschichte überraschend besser. Ich kann nicht genau sagen, warum dies so war. Der Verlauf der Geschichte ließ mich aufhorchen. Vermutlich geschah dies durch den Jungen. Sein Verhalten war so untypisch, man könnte sagen, es brachte auch mich aus der Fassung.

Der beste Abschnitt war wohl der Epilog. Hier bekam ich einige Antworten, zu Dingen, die mich vorher verwirrten. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass die Kurzgeschichte in das Genre Thriller gehört.

Mein Fazit:

Zu Anfang hatte ich mit dem Schreibstil und den ausschweifenden Gedanken der Hauptfigur meine Probleme. Doch dann wurde die Kurzgeschichte überraschend besser. Der untypische Verlauf ließ mich gespannt aufhorchen und ich fragte mich, wie die Geschichte enden wird.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!
StarSilhouette_svgStarSilhouette_svgStarSilhouette_svg

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!