Rezension zu Die Dämonenschmiede von Myra Frost

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© Myra Frost

Scharf sog ich den Atem ein. Eliminieren? Mich? Panik ergriff mich mit kalter Hand. – Zitat aus dem Buch

Fakten zum Buch:
Titel: Die Dämonenschmiede
Autor/in: Myra Frost
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenanzahl: 303 Seiten
Erhältliche Formate: Ebook

Inhaltsangabe laut Amazon:
Für die 22-jährige Erin erfüllt sich ein lang gehegter Traum, als sie ihr Psychologiestudium an einer Elite-Universität aufnimmt. Sie wähnt sich im Paradies, bis ihr eine geschickt angebrachte Überwachungskamera auffällt. Neugierig geworden, geht sie auf die Suche nach weiteren und entdeckt, dass jeder Schritt der Studenten verfolgt wird. Schon bald häufen sich merkwürdige Ereignisse und ihre Mitstudenten beginnen, sich fast unmerklich zu verändern. Als Erin auch noch einem mysteriösen Wesen mit rot glühenden Augen begegnet, beschließt sie, der Sache auf den Grund zu gehen. Kann sie Mitstudent Raven mit der finsteren Aura trauen oder ist er in die Vorfälle verwickelt? Im Zuge ihrer Nachforschungen gerät Erin in eine Hölle des Grauens und der Verzweiflung, in der nichts ist, wie es scheint.

Meine Meinung zum Cover:

Ich finde das Cover ganz in Ordnung, obwohl es durch die vielen Motive ein wenig überladen wirkt. Am besten gefällt mir das imposante Eingangstor. Den Gesichtsausdruck der Frau empfinde ich als eigenartig. Die düstere Stimmung gefällt mir hingegen gut.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Erin beginnt ein Studium an einer Elite-Universität. Schnell wird ihr allerdings klar, dass mit der Universität etwas nicht stimmt. Die Studenten werden pausenlos überwacht und je weiter das Semester fortschritt, umso merkwürdiger benehmen sich ihre Mitstudenten. Es gibt eigenartige Regeln und die Studenten werden für Kleinigkeiten gemaßregelt. Irgendwann findet sie schreckliche Dinge heraus und begegnet zudem Raven, er ist der einzige Student, der ebenso denkt wie sie. Zusammen versuchen sie einen Ausweg zu finden und entdecken Grauenhaftes. An der Universität werden grausame Dinge getan, die sie tief erschüttern und aus ihr einen neuen Menschen machen.

Meine Meinung zum Inhalt:

Die Geschichte beginnt mit dem Moment als Erin ihren Eltern mitteilt, dass sie an einer Elite- Universität studieren wird. Ich landete mitten in einem Familienstreit und bekam nicht mal wirklich Gründe geliefert, warum der Vater derartig ausrastete. Danach geht alles sehr schnell und Erin kommt an der Universität an. Sie ist überaus verwundert über die Begebenheiten vor Ort. Dabei hatte ich das Gefühl, dass sie nichts für die Universität zu wissen scheint. Wenn man sich entscheidet, an eine Uni zu gehen, sollte man schon ein bisschen darüber wissen.

Erin selbst war mir sofort unsympathisch. In ihren Gedanken hat sie an allem und jedem etwas auszusetzen und wirkt dadurch abgehoben. Genauso wie jene drei Grazien, die sie nicht leiden kann. Sie ist zwar nicht ganz so extrem wie die Drei, dennoch hat sie Vorurteile und behandelt andere von oben herab. Der versteckte Neid auf ihre neuen Freundinnen kam hierbei erschwerend hinzu. Erst nach der Hälfte des Buches wurde mein Eindruck von ihr besser. Durch die Ereignisse kommt sie „auf den Boden herab“ und kann sogar ganz nett sein. Endlich begann sie sich zu entwickeln und wurde zu einer starken Frau. Bei einigen bestimmten Szenen hat sie mir sehr mit ihrer Stärke imponiert.

Der Beginn der Geschichte war somit eher langweilig. Ich hatte Schwierigkeiten mir die Welt vorzustellen, da mir die Hintergrundinformationen komplett fehlten. Das Grundsetting wäre an und für sich interessant und es steckt eine tolle Idee dahinter. Leider wurde mir die Welt einfach zu wenig ausgearbeitet. Außerdem empfand ich die Gründe, die hinter den Taten stehen als zu „lasch“.

Im zweiten Viertel des Buches kam dann langsam Spannung auf und ich konnte ein wenig mitfiebern. Ab der Hälfte kommen dann Abschnitte und Szenen, die es in sich haben. Hierbei möchte ich eine Warnung an alle aussprechen, die mit körperlicher Gewalt nicht klar kommen. Denn einige Szenen sind wirklich nichts schwache Nerven. Aus Spoilergründen kann ich nicht näher darauf eingehen. Ab diesem Zeitpunkt machte die Geschichte auch eine 180 Grad Drehung. Ich war über die Wendung wirklich geschockt und überrascht. So etwas hatte ich in dieser Geschichte nicht erwartet. Es gibt hier aber auch besonders eindrucksstarke und gewaltige Ereignisse, die ich begeistert verfolgt habe (z.B. Leo oder Rouven, sowie Erins Fähigkeiten).

Die letzten Kapitel waren wohl die spannendsten und die besten des ganzen Buches. Hier war die Spannung kaum auszuhalten und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Danach endete das Buch sehr abrupt und die offenen Fragen wurden in einem extrem kurzen Kapitel abgehandelt. Darüber war ich enttäuscht, da einfach zu viel fehlte und nicht nachvollziehbar war.

Mein Fazit:

Die Geschichte hätte großen Potenzial und die Grundidee ist super. Leider wurde mir das Ganze zu wenig ausgearbeitet. In der ersten Hälfte konnte ich die Hauptprotagonisten nicht leiden, das änderte sich erst in der zweiten Hälfte. Hier kam auch endlich Spannung auf und ich konnte mitfiebern. Es gibt in diesen Abschnitten sehr gewalttätige und grauenhafte Ereignisse, die es in sich haben. Allerdings gibt es auch eine überraschende und wirklich gute Wendung. Das Finale war actionreich und sehr emotional. Leider wurde nicht alle Fragen beantwortet, bzw. endete das Buch zu abrupt.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks zur Verfügung gestellt.