Rezension zu Absolution – Wie man eine Sünde überlebt von Jasmin Romana Welsch

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© Viktoria M. Keller

„Ich habe nicht vor, mich umzubringen. Absolution wird nicht nur Sterbenden erteilt, das ergibt doch keinen Sinn.“ – Zitat aus dem Buch (S. 80)

Fakten zum Buch:
Titel: Absolution – Wie man eine Sünde überlebt
Autor/in: Jasmin Romana Welsch
Verlag: Sternensand Verlag
Erscheinungsjahr: 2016
Seitenanzahl: 224 Seiten
ISBN: 978-3-906829-13-5
Erhältliche Formate: Taschenbuch, Ebook

Inhaltsangabe laut Verlag:
Mein Name ist Sixten. Ich denke, ich war ein durchschnittlicher Absteiger: unterbezahlt, launisch und auf das Leben und die ach so verkommene Welt schlecht zu sprechen. Da war mein kleines Drogenproblem, diese nervenaufreibenden Sitzungen bei Doktor Mattson und mein Kumpel Nils, der seit der Grundschule nicht gelernt hat, länger als zehn Stunden sauer auf mich zu sein. Summa summarum war mein Leben Mist, aber unkompliziert genug, um den Pessimismus in die tägliche Routine einfließen zu lassen. Ich hätte genau so weitergemacht, wäre nicht alles plötzlich unwirklich geworden. Auf einmal soll ich ein Todsünder sein und der Sklave eines Dämons werden – das behauptet zumindest die sprechende Katze, die will, dass ich sie Meisterin nenne. Vielleicht habe ich auch einfach Wahnvorstellungen von der Kokserei bekommen. So oder so, mein Leben braucht eine Kehrtwende. Dann muss ich mich eben damit abfinden, dass es Himmel und Hölle gibt, auch wenn ich bisher Atheist war. Ich war ja auch ein gefühlskaltes Arschloch und finde mich jetzt damit ab, dass ich die Dämonen-Katze, die meine Seele verschachern will, irgendwie mag. Einer von uns wird trotzdem verlieren. Am Ende bin ich vielleicht tot, verrückt oder clean, aber das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Meine Meinung zum Cover:

Die Motive wurden von der Designerin sehr gut in Szene gesetzt. Die Stimmung und die Farben unterstützen das Gesamtbild. Ein absolut gelungenes Cover, das den Inhalt wiederspiegelt.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Absolution

© Sternensand Verlag

Sixten ist ein Durchschnittstyp dessen Leben an der untersten Sprosse liegt. Seine Drogensucht und seine Depression sorgen für zusätzliche Probleme. Er sieht in seinem Leben keinen Sinn mehr und doch beginnt er zu kämpfen als ihm eine Katze mitteilt, dass es verwirkt ist. Er soll seine Zukunft als Dämonen-Sklave fristen. Eine Katze? Ja, richtig gelesen. Sie stammt aus der Hölle und beansprucht Sixtens verwirktes Leben für sich. Sixten bleiben nur wenige Tage um sich zu retten. Seine Suche beginnt. Er findet dabei einen unerwarteten Verbündeten und bekommt die Offenbarung seines Lebens. Kann er seine Seele retten?

Meine Meinung zum Inhalt:

Ich muss zugeben, dass mich der Anfang ein wenig irritiert hat. Mitten in eine Therapie-Sitzung zu geraten, war unerwartet. Allerdings konnte Sixten auf diese Weise sehr schnell einschätzen und bekam einen Einblick in sein Leben.

Dieses Buch ist das Erste, das ich von der Autorin gelesen habe. Weitere warten bereits auf dem Reader. Die Autorin hat einen flüssigen und modernen, aber vor allem sehr humorvollen Schreibstil. Schwarzer Humor ist ein großer Bestandteil des Buches und passt wunderbar hinein! Die Autorin hat das echt super umgesetzt und ich musste immer wieder schmunzeln, sowie manchmal laut auflachen.

Die Geschichte dreht sich längere Zeit um Sixtens verkorkstes Leben. Seine Drogensucht, ein Besuch im Bordell und ein Schicksalsschlag sind Teile davon. Dann taucht diese mysteriöse Katze auf. Ich war wohl genauso ungläubig wie Sixten. Mir gefiel es, wie Sixten der Katze Paroli bot und sich nicht herum kommandieren ließ. Plötzlich wird aus dem Junkie der sich in seinem Selbstmitleid suhlt ein Mann, der sich nicht mit seinem Schicksal abfinden möchte. Er ändert auf einen Schlag alles und beginnt zu handeln. Seine Wandlung hat mich wirklich beeindruckt.

Und dann kam eine vollkommen unerwartete Wendung mit der ich so überhaupt nicht gerechnet hatte. Ich war verwundert, dass diese Aspekte in der Geschichte vorkommen. Zu meiner Überraschung passten diese total gut hinein und wurden von der Autorin wirklich gut eingebaut. Aus Spoilergründen möchte ich nicht näher darauf eingehen, damit jeder Leser überrascht wird. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen und las es in einem Rutsch zu Ende.

Das Ende des Buches ließ mich fragend zurück. Zuerst war es emotional und richtig spannend. Dann eine weitere Wendung, in der Sixten zu allem bereit war und schlussendlich endet es so abrupt mit einem Cliffhanger. Soweit ich es verstanden habe, ist das Buch ein Einzelband. Ich hatte deswegen kein so offenes Ende erwartet. Hoffentlich entschließt sich die Autorin eines Tages einen zweiten Band zu schreiben und eine Dilogie daraus zu machen.

Mein Fazit:

Das Buch beginnt mit dem verkorksten Leben von Sixten und führt uns in sein Denken ein. Die Autorin hat die Drogensucht und die Depressionen glaubhaft in das Buch integriert und eine flüssige Geschichte geschaffen. Die Geschichte trumpft mit einer absolut unerwarteten Wendung auf, die für noch mehr Spannung sorgte. Schlussendlich konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Das Ende ist irgendwie gut und irgendwie nicht, da es einen Cliffhanger gibt.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
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8 Gedanken zu “Rezension zu Absolution – Wie man eine Sünde überlebt von Jasmin Romana Welsch

  1. Huhu 🙂

    Ich fand das Buch auch so toll und ich hätte sooo gerne eine Fortsetzung 🙂
    Cliffhanger na ja. Man kann sich ausmalen, wie es weitergeht oder könnte.
    Dass das jetzt immer so laufen wird. Oder eben nicht.
    Ich mochte ihn von Anfang an. Auch wenn er so ein richtiges Aas ist 😂

    Sehr schöne Rezi ❤️
    Liebe Grüße
    Pat

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