Rezension zu von Warriors of the Underground Band 1: Rebellion von Aleks G.

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© Aleks G.

„Lieber sterbe ich für die Idee einer Gleichberechtigung, lieber gehe ich im Kampf unter, als mich unter der Erde von verlorenen Seelen treten zu lassen.“ – Zitat aus dem Buch

Fakten zum Buch:
Titel: Warriors of the Underground – Rebellion
Autor/in: Aleks G.
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsjahr: 2017
Seitenanzahl: 442 Seiten
ISBN: 978-1549602061
Erhältliche Formate: Ebook

Inhaltsangabe laut Amazon:
Rose lebt mit ihrer kleinen Schwester im Untergrund, einer Welt voller Dunkelheit und Angst, Schmerz und Leid, Kälte und Hass. Wie jeder Dreier schuftet sie hart im Untergrund, um den Einsern und Zweiern an der Oberfläche ein luxuriöses Leben zu bescheren. Doch dann geschieht etwas, was ihr Leben aufrührt, und sie entscheidet sich dazu sich den Rebellen anzuschließen, einer Gruppe von Widerstandskämpfern, die sich gegen die brutale Herrschaft der Einser auflehnen. Rose bleibt nicht mehr viel Zeit, denn die Einser verfolgen bereits einen mörderischen Plan, um ihre Untergeordneten zu noch größeren Sklaven zu machen…

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Die Motive stehen für den Ruf nach Freiheit, der ein grundlegendes Thema in diesem Buch ist. Am besten gefallen mir die brennenden Flügel.

Meine Zusammenfassung des Inhaltes:

Rose Dalton wird von mit ihrer Familie aus ihrem gutbürgerlichen Leben gerissen und in den Untergrund verbannt. Dort müssen sie unter schrecklichen Umständen leben.  Nach und nach verliert Rose Menschen, die ihr alles bedeuten. Sie opfert beinahe alles um ihrer Schwester ein halbwegs gutes Leben finanzieren zu können. Doch dann soll ihr auch noch die letzte Würde genommen werden und sie begehrt dagegen auf. Allerdings tritt sie damit eine Lawine an Ereignissen los. Sie wird gejagt, muss mit ihrer Schwester fliehen und schließt sich der Rebellenbewegung an. Dort lernt sie zu kämpfen und erkennt, dass sie nicht nur für ihre Schwester kämpfen muss. Die Rebellen beginnen einen Kampf gegen die „Einser“, der viele Opfer erfordert. Die „Einser“ versuchen mit aller Grausamkeit den Aufstand im Keim zu ersticken. Sie sind dafür zu allem bereit. Was würdest du für deine Freiheit und das Überleben deiner Lieben opfern?

Meine Meinung zum Inhalt:

Zu Beginn war ich etwas irritiert, da die Geschichte mit der flüchtenden Rose beginnt und es dann plötzlich einige Jahre in ihrer Vergangenheit weitergeht, erst später kehrte ich in die Gegenwart zurück. Die Autorin berichtet hier ausführlich darüber, wie sie und ihre Familie verbannt wurden und wie es dann weiterging. Ich erlebte wie das Leben im Untergrund ist, was man tun musste um zu überleben und wie Rose geliebte Menschen verliert. Das Ganze wurde von der Autorin sehr ausdrucksstark und emotional beschrieben. Obwohl ich Probleme dabei hatte Rose zu mögen.

Rose ist für mich eine sehr schwierige Protagonisten. Lange Zeit konnte ich sie nicht leiden, weil sie sehr egoistisch handelt und ihre Schwester immer als Vorwand dafür nennt. Einerseits ist sie bereit alles zu geben, anderseits suhlt sie sich dann in ihrem Selbstmitleid, weil sie ihr Handeln wieder bereut. Ihre unnötigen Gefühlsausbrüche halfen mir dabei nicht sonderlich. Erst im letzten Drittel des Buches wurde sie zu einer starken Frau. Sie begann endlich zu kämpfen und wuchs dann sogar über sich hinaus, um die Menschen zu retten. Einzig ihr Mitgefühl war überzeugend und sehr herausragend, das zog sich durch das gesamte Buch. Positiv war, dass die Autorin ihre Protagonisten sehr intensiv ausgearbeitet hat. Sie gab jedem eine Identität und eine Vergangenheit, die ihr Handeln beeinflusste.

Die Autorin hat die Welt ihrer Dystopie sehr ausführlich beschrieben und dargestellt. Allerdings fehlte mir das Wissen zum Hintergrund. Die „Einser“ sind grausam, foltern die Menschen ohne Gewissen. Aber warum das Ganze? Was steckt hinter all dem? Es fehlte etwas. Die Schreckensherrschaft hingegen, wurde von der Autorin so bildlich beschrieben, dass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte und mit den Protagonisten litt. Die Grausamkeit und die Folter ist schrecklich und nichts für schwache Nerven! Durch Rose Gedanken und den Erzählungen der Protagonisten nahm ich das alles sehr stark wahr.

Irgendwann (ungefähr bei der Hälfte) bekam ich auch Probleme mit der Spannung. Die Entwicklungen der Geschichte kamen immer mehr ins Stocken und zogen alles schrecklich in die Länge. Ich musste mich zwingen nicht mit dem Querlesen zu beginnen. Gerade das fand ich schade, weil die Geschichte wirklich gutes Potenzial hätte. Meiner Meinung nach gab es einige Szenen die überflüssig waren oder zu ausführlich beschrieben wurden.

Die besten Teile waren wohl der Anfang und das letzte Drittel. Hier war die Spannung wahnsinnig stark zu spüren und ich wollte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Ereignisse passieren nun Schlag auf Schlag. Die Geschwindigkeit die vorher fehlte, wurde hier rasend schnell eingebaut. Am Ende hatte ich das Gefühl es wird zu schnell abgehandelt um der Rebellion eine Stimme zu geben. Überall gab es plötzlich nur noch Verrat, Tod und Schmerz. Mir ging das zu schnell. Zumindest habe ich irgendwann geahnt, wer der Verräter ist und es hat sich dann auch bestätigt.

Mein Fazit:

Die Autorin hat hier eine sehr eindrucksstarke Dystopie geschrieben und die Grausamkeit der „Einser“ bis in Detail dargestellt. Aber leider nahm irgendwann die Spannung massiv ab. Meine Probleme mit der Hauptprotagonistin kamen auch noch erschwerend hinzu. Das Ende wurde dann wieder zu schnell abgehandelt. Die Geschichte hat wirklich viel Potenzial, aber leider fehlte mir einfach einiges.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!