Rezension zu Die Rogodanischen Schriften – Band 1: Dämmerung des Widerstandes von Tim J. Radde

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© Tim J. Radde

„Endrael, mein Junge. Furcht ist nur ein anderes Wort für Grenzen. Sie zeigt dir deine Einschränkungen. Besiege deine Furcht und du gehst über deine Grenzen hinaus.“ – Zitat aus dem Buch

Es handelt sich hier um den 1. Band der Reihe „Die Rogodanischen Schriften“ von Tim J. Radde.

ACHTUNG, meine Rezension enthält leichte inhaltliche Spoiler!

Fakten zum Buch:
Titel: Die Rogodanischen Schriften – Band 1: Dämmerung des Widerstandes
Autor/in: Tim J. Radde
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsjahr: 2017
Seitenanzahl: 412 Seiten
ISBN (Print): 978-3741842726
Erhältliche Formate: Taschenbuch, Ebook

Inhaltsangabe laut Amazon:
In der Hauptstadt Jerobina liegt ein junger Mann bewusstlos auf der Straße. Gerettet von einem magisch Begabten versucht er, seinen Lehrmeister aus den Fängen der königlichen Stadtwache zu retten. Durch ihre Befreiungsaktion rücken sie in den Fokus des Herrschers und einer geheimen Macht. Der Krieger Endrael wird so durch die Vergangenheit seiner ihm unbekannten Eltern und die Verbundenheit zu seinem Ausbilder in einen aufkommenden Krieg zwischen den loyalen Schergen des Königs und einem wachsenden Widerstand verwickelt. Die Freunde entdecken einen drohenden Schlagabtausch, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint … Endrael muss sich bewusst werden, ob er sich dem Kampf nach Gerechtigkeit widmen will oder den Pfad der Rache einschlägt.

Zum Cover:
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich hinter diesem Cover keine Fantasy-Geschichte erwartet hatte. Allein vom Cover hätte ich mir das Buch wohl nicht näher angeschaut. Der Bogen in der Mitte weißt zumindest auf die Kampfkunst von Endrael hin. Ansonsten ist es sehr unscheinbar.

Zum Inhalt:
Pensa gehört zur Armenschicht von Jerobina. Um überleben zu können, muss sie jeden Tag stehlen. Eines Tages wird sie von den Stadtwachen erwischt. Diese wollen sie zur Strafe schänden, unerwartet bekommt sie Hilfe. Diese Hilfe hat aber keine Ahnung, dass damit schreckliche Ereignisse in Gang gesetzt werden. Der Eine wird gefangen genommen, der Andere schwer verletzt. Von einem Magiebegabten gerettet, möchte dieser seinen Meister befreien. Damit ziehen sie die Aufmerksamkeit des Königs und einer dunklen Macht auf sich. Schlussendlich geraten sie nach einer langen Reise in eine Schlacht, die über Leben und Tod entscheiden wird. Endrael quälen dabei Flashbacks in seine Vergangenheit.

Nach dem Beenden des Buches bin ich leider etwas enttäuscht. Der Schreibstil des Autors ist zwar gut und flüssig, aber leider auch sehr ausschweifend. Es gab viele Szenen, die viel zu ausführlich beschrieben wurden. Ich verlor dadurch den Blick auf die Geschichte und driftete gedanklich ab. Meiner Meinung nach hätte man einiges kürzen können.

Durch den Klappentext habe ich etwas anderes erwartet, als ich letztendlich zu lesen bekam. Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, den ich sehr spannend fand und der Lust auf mehr machte. Leider erkennt man im Laufe der Geschichte den Sinn dahinter nicht, es geht erst beim Epilog weiter. Dieser ließ mich aber mit genauso vielen Fragen zurück. Dann geht es mit Pensa los. In diesem Moment war ich verwirrt, da die Sicht aus der ich plötzlich las, nicht zur Inhaltsangabe passte. Erst als es aus Endraels Sicht weiterging, wurde mir klar, warum ich zuvor die Geschichte von Pensa lesen musste.

Anfangs war ich von der Geschichte noch begeistert. Aber je weiter ich las umso mehr stieg die Enttäuschung an. Es gibt immer wieder Zeit- und Logiksprünge bzw. Logikfehler, die die Geschichte unterbrechen. Der rote Faden der Geschichte wird durch die langen Flashbacks von Endrael immer wieder unterbrochen. Zum Glück habe ich diesen nicht verloren, obwohl er sehr dünn wurde und beinahe nicht mehr sichtbar war. Es wäre auch gut, wenn der Autor kennzeichnen würde, dass es in Endrael Vergangenheit geht.

Am besten hat mir das Grundsetting und die Idee zur Geschichte gefallen. Der Autor hat seine Welt sehr intensiv ausgearbeitet und seinen Figuren Tiefe gegeben. Ich erfuhr sehr viel über die Vergangenheit der Personen und über die Geschichte des Landes. (Leider viel zu detailliert.) Die stattfindenden Kämpfe hat der Autor ebenso sehr gut dargestellt und inszeniert. Dadurch konnte ich sie mir leicht vorstellen. Die Spannung stieg zwar immer wieder an, fiel aber durch die vielen unnötigen oder zu langen Szenen immer wieder rapide ab. Ich ertappte mich ständig dabei, dass ich immer wieder quer zu lesen begann.

Mein Fazit:
Dieses Buch ist das Debüt des Autors. Er hat eine gute Geschichte geschrieben, allerdings hat diese noch viel Luft nach oben. Die Welt des Buches ist gut ausgebaut und man kann sie sich leicht vorstellen. Leider gibt es oft lange und viel zu ausführlich beschriebene Szenen, die nicht notwendig sind oder den roten Faden für eine lange Zeit unterbrechen.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen.
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!


Rezensionen zu weiteren Bänden:

Band 1: Hier
Band 2: Verbrannte Erde

Ein Gedanke zu “Rezension zu Die Rogodanischen Schriften – Band 1: Dämmerung des Widerstandes von Tim J. Radde

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