Rezension zu Gequälte Seelen von Melisa Schwermer

Gequälte Seelen

© Melisa Schwermer

„Mit aller Kraft versuchte sie, seine Hand von ihrem Gesicht loszureißen. Sie hatte keine Chance gegen ihn.“ – Zitat aus dem Buch

Fakten zum Buch:
Titel: Gequälte Seelen
Autor/in: Melisa Schwermer
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältliche Formate: Taschenbuch, Ebook

Inhaltsangabe laut Amazon:
»Die Angst vor ihm bereitete ihr beinahe körperliche Schmerzen. Wie ein Tumor saß sie tief in ihren Eingeweiden und zermürbte sie.«

Die völlig abgemagerte Leiche einer jungen Studentin wird auf einem Parkplatz an der A3 gefunden. Vor ihrem Tod wurde die Frau grausam misshandelt. Kurz darauf verschwindet eine weitere Studentin von der Uni Frankfurt. Natalie, eine ehemalige Kommilitonin der beiden, erkennt einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen. Außer ihr bringt jedoch niemand die beiden Verschwundenen miteinander in Verbindung. Dann gerät Natalie plötzlich selbst ins Visier des irren Psychopathen und es scheint kein Entkommen zu geben. (Quelle: amazon.de)

Zum Cover:
Das Cover ist sehr gut gelungen. Die kräftigen Farben und die rote Schrift des Titels sorgen dafür, dass das Cover auffällt. Die Frau passt zum Inhalt, ihre roten Haare sind eine gute Anspielung. Ich bin froh, dass man das Gesicht der Frau nicht vollständig sieht.

Zum Inhalt:
Diesmal ist es beinahe unmöglich, den Inhalt in ein paar Sätzen zusammen zu fassen, da ich ansonsten spoilern würde.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Geschichte beginnt mit einem kurzen Kapitel aus der Sicht des Täters. Danach geht es mit Lars weiter, er ist eine zentrale Figur in der Geschichte. Weitere zentrale Figuren sind die Studenten Johanna, Natalie und Isabell, sowie der Professor Haubold und der Täter/Mörder. Es kommen natürlich weitere Personen vor, die kleinere Rollen innehaben.

Zu Anfang der Geschichte hatte ich meine Probleme mit der Spannung. Die Szenen aus der Sicht von Lars ergaben anfangs keinen Sinn. Ich fragte mich wozu die detaillierten Szenen aus seinem Leben für die Geschichte wichtig sind. Überhaupt kam die Geschichte nur schleppend voran, da meiner Meinung nach zu viel über den Alltag der Figuren geschrieben wurde. Ungefähr nach der Hälfte des Buches begann die Spannung dann zu steigen. Endlich konnte ich mitfiebern und wollte nicht mehr aufhören zu lesen. Schlussendlich habe ich die zweite Hälfte innerhalb von 2 Stunden gelesen.

Die zweite Hälfte war somit ein typischer „Schwermer“-Thriller. Schade, dass die erste Hälfte nicht auch so war. Die Kapitel aus der Sicht der Opfer waren sehr emotionsgeladen. Die Verzweiflung war sehr stark zu spüren. Die Umgebung wurde von der Autorin ebenso gut beschrieben. Bei den Kapiteln des Täters konnte ich seinen Wahnsinn sehr gut nachempfinden. Auch diesen hat Melisa Schwermer eindrucksstark dargestellt. Ich wusste schon Recht früh, wer der Täter ist. Ich finde, dass es nicht wirklich schwer war, dies herauszufinden. Vielleicht lese ich zu viel in diesem Genre und kann dadurch schnell die richtigen Schlüsse ziehen.

Der beste Teil war definitiv das Ende des Buches. Hier war die Spannung zum Greifen nah. Das Ende ist abgeschlossen!

Mein Fazit:
Dieses Buch ließ mich mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits gab es anfangs viel zu wenig Spannung, anderseits liegt der Geschichte eine gute Idee zu Grunde. Der Nervenkitzel kam auch erst im letzten Drittel hinzu. Das Buch hat mir gefallen, aber mitgerissen hat es mich erst zum Schluss.

Da die Geschichte Potenzial hat vergebe 4 von 5 möglichen Sternen.
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Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich durfte das Buch außerdem vorablesen. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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