Rezension zu Dunkler Herrscher Band 1: Geist der Finsternis von Marc Stehle

© Cover: Eisermann Verlag, Foto: Viktoria M. Keller

„Nie zuvor hatte er etwas Deratigem im Kampf gegenübergestanden, dessen war er sich sicher.“ – Zitat aus dem Buch (S. 262)

Fakten zum Buch:
Titel: Dunkler Herrscher – Geist der Finsternis
Autor: Marc Stehle
Verlag: Eisermann Verlag
Erscheinungsjahr: 2016
Seitenanzahl: 562 Seiten
ISBN: 978-3-946172512

Inhaltsangabe laut Verlag:
Sein Leben lang hat der junge Paladin Menden den sechs Reichen und seinem Orden mit bedingungsloser Hingabe gedient. Doch seiner Treue zum Trotz wird er eines Tages eines grausamen Verbrechens beschuldigt. Auf der Flucht, verzweifelt und von seinen einstigen Ordensbrüdern gejagt, entschließt er sich zu einem undurchschaubaren Pakt mit den Mächten der Dunkelheit. Während die Grenzen zwischen Freund und Feind immer weiter verschwimmen, wird Menden in einen heraufziehenden Krieg zwischen Orks, Zwergen und Tiermenschen verwickelt. Noch ahnt er nicht, wessen finsterer Wille wirklich hinter den sich anbahnenden Ereignissen steckt, welche ganz Thersia in ihren Grundfesten zu erschüttern drohen. Ein Krieger des Lichts, verloren in den Schatten. Eine Welt am Abgrund.
Die Zeit der Finsternis bricht an.

(Quelle: amazon.de, Datum: 14. August 2017)

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover wurde perfekt inszensiert. Es spiegelt genau das wieder, was im Buch vorkommt. Hierzu den Ritter und die Landschaft zu wählen war eine sehr gut Idee.

Meine Meinung zum Inhalt:

Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, detailiert und präzise. Die Beschreibungen sind so gut, dass man sich jede Figur, jedes Wesen, jede Stadt, jede Landschaft, einfach alles perfekt vorstellen kann. Die Kampfszenen spielten sich vor meinem inneren Auge wie ein Film ab. Trotz der Fülle an Informationen wird es niemals langweilig. Der Autor hält die Spannung gekonnt oben und hat diese wohl dosiert, sodass nichts zu schnell oder zu langsam passiert.

Jedes noch so kleine Detail wurde intensiv ausgearbeitet. Jede Figur hat seinen eigenen Charakter bekommen, egal ob sie nur wenige Seiten, mehrere Kapitel oder im ganzen Buch vorkam. Man merkt, dass der Autor mit Herzblut an diesem Buch gearbeitet und geschrieben hat. Mir persönlich ist das sehr wichtig, da ich keine schnell geschriebenen Romane ohne gut ausgearbeitete Geschichte mag. Während des Lesens wechselt man zu verschiedenen Personen. Jene kann man deshalb viel besser verstehen. Dadurch lernt man auch das Denken der verschiedenen Figuren/Völker besser kennen. Hauptsächlich liest man natürlich in Mendens Sicht.

Die Hauptfigur Menden muss so einiges ertragen. Ich habe mit ihm mitgefiebert und gelitten. Hineinfühlen in seine Person und sein Denken konnte ich mich auch sehr gut. Es ist faszinierd wie er all den Gefahren trotzt und dennoch er selbst bleibt. Überrascht war ich über so manches Auftauchen von einigen Wesen bzw. Bestien. Jede Einzelne von ihnen passte richtig gut ins Buch. Niemals kam mir eine überflüssig vor.

Unglaublich interessant waren auch all die „neuen“ Wesen die der Autor selbst erfunden hat. Auch hier spürt man, dass der Autor sich mit ihnen intensiv auseinander gesetzt hat und jeder eine Identität gab. Beeindruckend sind auch die Namen der Wesen und aller Figuren/Völker, welche sehr gut klingen. Man merkt auch hier, dass es dem Autor wichtig war, das jeder Name zum Volk bzw. nur Figur passt und diese sich auch damit identifizieren können. Bei jedem Volk zieht sich beim Namen ein geschichtlicher roter Faden durch, wodurch man auch die Hintergründe erfahrt. Gut finde ich auch, dass der Charakter der Völker nicht „als die sind lieb und tun dir nichts“ dargestellt wurde. So blieben z.B. die Orks blutrünstig, aber auch schlau.

Das Einzige was mir gefehlt hat, wäre ein Glossar. Bei der Fülle an Figuren, Völker und Wesen wäre das wirklich hilfreich.

Mein Fazit:

Für jeden der Geschichten a la Mittelerde liebt ist diese Buch ein Muss. Mit Die Geschichte ist mir Spannung, Detailverliebtheit, einem gewaltigen World-Bildung und vielem mehr verflochten. Je weiter ich kam, umso beeindruckender wurde das Geschehen. Mitfiebern und Staunen konnte ich auch. Ich freue mich auf den nächsten Band und kann eine absolute Leseempfehlung abgeben. Hier ist definitiv der Suchtfaktor vorhanden. Ein weiteres Jahreshighlight von 2016 für mich 🙂 . Möge ein neuer Fantasyepos beginnen!

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Bewertung: 5 von 5.
Die Bände 1 und 2 der Reihe © Cover: Eisermann Verlag, Foto: Viktoria M. Keller

Ein Gedanke zu “Rezension zu Dunkler Herrscher Band 1: Geist der Finsternis von Marc Stehle

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