Rezension zu Wolkodav Band 1: Das Schwert des Grauen Hundes von Maria Semenova

wolkodav_cover_neu_web„Er verstand langsam, dass man ihn nicht sterben lassen würde, so wie er sich das erträumt hatte.“ – Zitat aus dem Buch

Fakten zum Buch:
Titel: Wolkodav I – Das Schwert des Grauen Hundes
Autor/in: Maria Semenova
Verlag: Valkyren Verlag
Erscheinungsjahr: 2017

Inhalt:
Nachdem der Krieger Wolkodav aus jahrelanger Gefangenschaft in den schrecklichen Minen der Edelsteinberge entkommen ist, lebt er nur für eines: Rache. Zwar gewähren die Götter ihm diese, haben mit ihm aber noch anderes im Sinn. Dafür muss der letzte Überlebende der Grauen Hunde zunächst lernen, wieder unter den Menschen zu bestehen. Viele Gebräuche sind ihm fremd und er kennt sein eigenes Herz nicht mehr, doch treue Freunde und Verbündete lehren ihn das fast Vergessene. Auf der Reise in die Handelsstadt Galirad erringt er im Kampf ein altes, heiliges Schwert. Dessen Schicksal und sein eigenes sind fortan eng verbunden. Genauso wie mit jenem der Fürstin Jelen.

Zum Cover:
Das Cover hat mich ehrlich gesagt nicht wirklich angesprochen. Mich hat der Klappentext auf das Buch aufmerksam gemacht, ohne diesen hätte ich das Buch niemals lesen wollen. Der Mann auf dem Cover gefällt mir überhaupt nicht. Die Farbgestaltung und die kleinen Motive hingegen finde ich super. Gerade der Mond und das Feuer gefallen mir total.

Zum Inhalt:

Der Krieger Wolkodav kann sich nach jahrelanger Gefangenschaft endlich rächen. Danach will er in Ruhe sterben, dies ist ihm allerdings nicht vergönnt. Die Götter haben andere Dinge mit ihm vor. Im Laufe der Zeit rettet er einigen Menschen das Leben und muss erst wieder zu sich selbst finden, dennoch weiß er nicht was die Götter mit ihm vor haben.

Anfangs musste ich mich erst an den etwas eigenen Schreibstil der Autorin gewöhnen. Sie Sprache ist passend zum Thema an das Slawische angelehnt. Mit der Zeit bin ich gut reingekommen und mochte den Stil. Große Probleme bereiteten mir hingegen die langen und verschachtelten Sätze. Ich musste die Sätze oft mehrmals lesen um den Sinn erfassen zu können. Nach einigen Kapiteln legte sich dies und ich konnte der Geschichte gut folgen.

Allerdings taten sich dann neue „Probleme“ auf. Die Geschichte kam mir mit jedem weiteren Abschnitt eintöniger vor. Ich hatte das Gefühl, dass immer ähnliches passiert, nur anders verpackt. Die Kapitel dauerten immer länger und es gab für mich viele unnötige oder langatmige Szenen. Ich dachte mir immer öfter: „Wann geht die Geschichte endlich weiter? Wann tut sich etwas Entscheidendes?“ Meine Enttäuschung wurde immer größer, da auch kaum Spannung vorhanden war. Ich sehnte das Ende des Buches herbei.

Die Idee hinter der Geschichte ist gut und sie ist intensiv ausgearbeitet. Nur eben etwas zu detailliert. Wolkodav hat eine sehr komplexe Persönlichkeit. Mit jedem Kapitel lernt man ihn und sein Handeln mehr kennen. Am besten haben mir bei ihm die Flashbacks in seine Vergangenheit bzw. die Erinnerungen gefallen. Auf diese Weise erfuhr man endlich etwas über ihn selbst, da er ein sehr schweigsamer Geselle ist. Fasziniert haben mich die verschiedenen Bräuche, Traditionen und die slawische Mythologie. Dies sind wirklich komplex und man muss sich sehr viel merken um das große Ganze verstehen zu können. Unterstützend war hierfür das Glossar am Ende des Buches, man konnte dort einige Dinge nachschlagen. Ebenso hat mir das Setting gefallen, es wurde gut dargestellt.
Gefehlt hat mir „mehr“ Fantasy, das Buch kam mir eher wie eine im Mittelalter spielende Geschichte mit ein paar besonderen Fähigkeiten vor.

Unter jeder Kapitelüberschrift befindet sich eine wunderschöne Illustration, die sehr gut zum jeweiligen Inhalt des Kapitels passt.
Leider konnte ich während dem Lesen kaum mitfiebern. Wie vorhin schon gesagt, fehlte die Spannung und etwas das mich mitreißt. Auch gegen Ende des Buches wurde das nicht besser. Je näher ich zum Ende kam, umso enttäuschter war ich. Das fand ich sehr schade.

Mein Fazit:
Die Geschichte hat eine schöne Grundidee und ist intensiv ausgearbeitet. Leider eben zu intensiv mit vielen langatmigen Szenen. Die Spannung fehlte mir genauso wie ein Ereignis, dass sie Geschichte voran brachte. Für mich war das Buch leider eine große Enttäuschung. Anderen gefällt es vielleicht viel besser wie mir. Das Beste an diesem Buch waren für mich die ersten drei Kapitel und die Flashbacks in Wolkodavs Vergangenheit.

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde zur Verfügung gestellt bekommen.

Für das Buch vergebe ich 3 von 5 möglichen Sternen.
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