Rezension zu Tigermädchen von Delia Muñoz

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© Eisermann Verlag

„Sie hatte viele Namen. Das Mädchen in Schwarz, die dunkle Retterin oder das Tier der Nacht.“ – Zitat aus dem Prolog

Fakten zum Buch:
Titel:  Tigermädchen
Autor/in: Delia Muñoz
Verlag: Eisermann Verlag
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältliche Formate: Taschenbuch, Ebook

Inhaltsangabe laut Verlag:
Sie kontrolliert die Schatten.

Sie sieht im Dunkeln.
Dass Melanie ein Tigermädchen ist, weiß sie noch nicht, als sie ins Camp Cataara eintritt. Zeit, sich einzuleben, wird ihr verweigert. Denn obwohl sie selbst ihre Gaben noch nicht vollständig beherrscht, trachten gegnerische Gruppierungen bereits nach ihr und ihrer Macht. Schon bald wird ihre Freundin Laura entführt und die Gegner fordern einen Tauschhandel – Laura gegen das Tigermädchen. Melanie und ihre Freunde wollen den Handel der Entführer jedoch nicht eingehen und suchen eine andere Möglichkeit, Laura zu retten. Nur auf einen vagen Verdacht hin verfolgen sie die Spur der Gegner, obwohl diese sich immer wieder zu verlieren scheint. Doch nicht nur ihre Informationsquellen wirken wenig vertrauensvoll, auch die neun Jugendlichen selbst haben Geheimnisse voreinander … Wird Melanie es schaffen, Laura zu finden, ohne sich selbst auszuliefern?

Zum Cover:
Der Coverdesignerin ist die Gestaltung des Covers wirklich gut gelungen. Die Farben sind stimmig und passen zum Tigermädchen. Die Frau auf dem Bild entspricht meinen Vorstellungen zum Tigermädchen.

Zum Inhalt:
Melanie ist ein Mädchen mit besonderen Fähigkeiten. Sie lebt in der Menschenwelt und versucht ihr Leben zu leben. Irgendwann läuft sie Daniel über dem Weg, der sie ins „Land der Nacht“ bringt. Dort lernt sie, dass es noch weitere Menschen mit besonderen Fähigkeiten gibt. Nach einigen Tagen wird ein Mädchen entführt. Melanie und ihre neuen Freunde setzen alles daran Laura zu befreien. Dabei lernt Melanie einiges über sich selbst und gerät in einen gefährlichen Kampf.

Die Autorin hat einen sehr bildhaften und intensiven Schreibstil. Man merkt, dass dies der Debütroman der Autorin ist. Die Autorin schreibt gut, dennoch ist der Schreibstil noch ausbaufähig. Jede Szene wird sehr genau beschrieben, sodass man sich die Geschichte gut vorstellen konnte. Leider wurde mir so manch Szene zu genau beschrieben. Durch viele unnötige Passagen, Szenen und Ereignisse wurde die Geschichte extrem in die Länge gezogen. Darunter litt die aufkommende Spannung erheblich. Ich musste mich zusammenreißen, dass ich nicht anfange quer zu lesen. Damit die Geschichte endlich weitergeht. Bei den Kampfszenen haben mir die Beschreibungen wiederum gefehlt, ich konnte mir den Verlauf eines Kampfes bzw. die verwendete Kampftechnik nur schwer vorstellen.

Obwohl Laura in höchster Gefahr schwebt gehen die „Ermittlungen“ nur schwerlich voran und die Freunde unternehmen Dinge für den Freizeitspaß. Wenn meine Freundin entführt wurde, könnte ich das nicht tun. Mir fehlte auch das Zeitgefühl. Ich konnte nicht einschätzen, wie lange Melanie sich bereits im Camp befindet oder wie lange Laura bereits entführt war. Als es hieß, dass Melanie schon 2 Monate im Camp ist, konnte ich es beinahe nicht glauben. Ab und an haben ziemlich verschachtelte Sätze meinen Lesefluss unterbrochen.

Sehr gut hat mir die Idee zur Geschichte gefallen. Die Hintergründe wurden wirklich gut ausgearbeitet. Mit Neugierde habe ich verfolgt wie diese sich weiterentwickeln wird. Wirklich cool waren die Szenewechsel von Melanie zu der dunklen Retterin. Sie Szenen der dunklen Retterin habe ich wirklich geliebt. Die Stimmung dort war düster, aber auch spannend.

Allerdings war die Geschichte zum Teil hervorsehbar. Immer wieder haben sich kleine Logikfehler eingeschlichen. Diese beiden Dinge haben mich etwas enttäuscht. Die Geschichte hätte wirklich großes Potenzial.

Die Protagonisten waren mir eigentlich alle recht schnell sympathisch, obwohl anfangs einige Verwirrung durch die vielen Namen entstand. Mit jedem gelesenen Kapitel wurde dies besser und ich konnte alle gut kennenlernen. Die verschiedenen Protagonisten wurden gut ausgearbeitet. Am liebsten mochte ich Daniel.

Mein Fazit:
Die Geschichte hätte großes Potenzial. Leider wurde dieses nicht komplett ausgeschöpft. Es gibt leider einige langatmige Stellen. Dennoch ist die Idee zur Geschichte genial. Es hat mir gefallen diese zu lesen.

Für das Buch vergebe ich 3,5 Sterne. Da dies aber nicht möglich ist und der Roman Potenzial hat, runde ich auf 4 Sterrne auf.
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