Rezension zu Die Zwillingssaga Band 1: Tochter der Lüfte von Salomé Joell

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© Salome Joell

„Es tut mir so leid Gertrin, ich habe ihn nicht gespürt. Ich habe ihn nicht kommen sehen.“ – Zitat aus dem Buch

Es handelt sich hier um den 1. Band der Zwillingssaga von Salomé Joell, es ist ihr Debütroman.

Fakten zum Buch:
Titel: Die Zwillingssaga – Tochter der Lüfte
Autor/in: Salomé Joell
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältliche Formate: Taschenbuch, Ebook

Inhaltsangabe laut Amazon:
Tyrannei – Schmerz – Erniedrigung – Verachtung – Hoffnungslosigkeit.
Jeden Abend hört Prinzessin Méileen die Schmerzensschreie der Dienerinnen Prinz Kargons neben ihrem Gemach, als eine Aussicht auf ihr Leben. Auf das Leben, welches sie nach ihrer beiden Vermählung und unter seiner Herrschaft erwartet. Selbst in ihre nächtlichen Träume verfolgt sie der erbarmungslose Prinz, bis ihr dort von einem geheimnisvollen Unbekannten geholfen wird. Durch ihn kommt sie mit einer Welt voller Magie und Übersinnlichem in Berührung und schöpft neue Hoffnung, die in ihr durch eine uralte Legende der Luftzwillinge, erweckt wird. Wer ist dieser rätselhafte Mann in ihren Träumen? Schafft es Méileen ihre bevorstehende Hochzeit zu verhindern? Wem kann sie vertrauen und wohin führt Sie die magische Kraft die -unbemerkt von allen- in Ihr schlummert?


Zum Cover:
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich bei diesem Cover einen Liebesroman erwartet hatte. Zum Glück habe ich aber dann den Klappentext gelesen. Denn in diesem Buch steckt ein wundervoller Fantasyroman. Die Gestaltung des Covers und die Farbwahl gefällt mir trotzdem gut.

Zum Inhalt:
Prinzessin Méileen erwartet eine schreckliche Zukunft. Sie soll den brutalen Prinz Kargon heiraten. Niemand kennt sein wahres Gesicht und will ihr glauben. Die Albträume nachts setzen Méileen extrem zu, plötzlich taucht ein geheimnisvoller Mann in ihren Träumen auf und zeigt ihr wundervolle Orte. Schlussendich bringt er sie auf eine rettende Idee. Méileen möchte ihren Plan in die Tat umsetzen, obwohl sie weiß, dass der Prinz sie bis an ihr Lebensende jagen wird. Egal wie es kommt die Strafe wird grausam sein.

Anfangs war ich ziemlich kritisch, der Schreibstil wirkte noch unausgereift und es gibt viele verschachtelte Sätze. Nach wenigen Kapitel änderte sich dies allerdings. Der Schreibstil wurde lockerer und viel flüssiger. Schon nach nicht mal einem Viertel begann ich mit zu fiebern. Ich konnte kaum noch aufhören zu lesen, die Spannung stiegt mit jedem Abschnitt. Wenn ich nicht lesen konnte, verfolgte mich die Geschichte in meinen Gedanken. Ständig malte ich mir aus wie es weitergehen würde. Ob Méileen entkommen wird und ob sie den geheimnisvollen Mann finden wird.

Von den Träumen war ich richtig fasziniert, ich freute mich auf jeden neuen Traum mit dem geheimnisvollen Mann. (Ich nenne absichtlich keinen Namen, damit ich nichts verrate.) Ihn habe ich beinahe sofort in mein Herz geschlossen, genauso wie Méileen. Besondern gefreut habe ich mich, dass jede Figur ihre eigene Persönlichkeit bekommen hat und sich die auch weiter entwickelte. Selbst der brutale Prinz Kargon kam glaubhaft rüber, ich fragte mich teilweise wie man nur so grausam sein kann und warum er so war.

Die Geschichte ist gespickt mit vielen unerwarteten Wendungen und Überraschungen. Die Magie wurde real dargestellt, sodass ich das Gefühl hatte, sie könnte wirklich existieren. Für mich war die Geschichte außerdem total emotional. Jedes noch so kleine Gefühl der Protagonisten konnte ich nachempfinden. Egal ob es Wut, Trauer, Schmerz, Freude oder Liebe war. Die Autorin hat wirklich ein Händchen dafür so etwas zu schreiben und einen in ihre Welt zu entführen. Die Fantasywesen wurden ebenso glaubhaft dargestellt. Besonders die Legende dazu hat es mir angetan.

Im Buch gibt es mehrere Perspektivwechsel, dadurch kann man sich viel leichter in die Geschichte hineinversetzen und erfährt zu einiges mehr. Außerdem laufen mehrere Handlungsstränge parallel zueinander, die dann zu zwei Haupthandlungsstränge zusammenlaufen. Hin und wieder gibt es kleine Logikfehler, diese beeinflussen die Geschichte aber überhaupt.

Das Finale war der emotionalste Teil des Buches. Als ich zur letzten Seite kam, war ich beinahe traurig, dass das Buch schon zu Ende ist. Zum Glück gibt es noch zwei weitere Teile.

Mein Fazit:
Für mich ist dieses Buch eines der emotionalsten Fantasybücher, dass ich in diesem Jahr (2017) gelesen habe. Es gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights. Und das obwohl der Schreibstil der Autorin am Anfang des Buches noch etwas holprig war, dies hat sich schnell geändert und ich konnte so richtig mitfiebern. Ein gelungenes Debüt!

Ich habe das Buch als Rezensionexemplar erhalten, danke dafür!

Für das Buch vergebe ich 5 von 5 möglichen Sternen!
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Ein Gedanke zu “Rezension zu Die Zwillingssaga Band 1: Tochter der Lüfte von Salomé Joell

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